Masterarbeit, 2015
131 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Kindliches Erleben der elterlichen Trennung
2.1 Folgen der Trennung
2.2 Exkurs Entwicklungspsychologie
2.3 Kinder der mittleren Kindheit
2.4 Geschlechtsspezifische Reaktionen bei Jungen
2.5 Schutz- und Unterstützungsfaktoren für Kinder
2.5.1 Widerstandsfähigkeit des Kindes
2.5.2 Qualität der Bindung
2.5.3 Empathie
2.5.4 Beständige elterliche Liebe
2.5.5 Schuldlosigkeit
2.5.6 Kontakt zum anderen Elternteil
2.5.7 Loyalitätskonflikten entgegenwirken
2.5.8 Eltern lassen sich helfen
2.5.9 Transparenz
2.5.10 Soziale Unterstützungssysteme
2.5.11 Soziale Beziehungen
2.5.12 Zusammenfassung
3 Therapie- und Beratungsangebote für Kinder
3.1 Trennungs- und Scheidungsberatung
3.1.1 Themenzentriertes Kinder-Interview
3.1.2 Kinderpsychodrama
3.2 Gruppenangebote für Kinder
3.3 Zusammenfassung
4 Methodik
4.1 Qualitatives Forschungsdesign
4.2 Auswahl der Interviewpartner
4.3 Problemzentriertes Interview
4.4 Auswertung der Daten
5 Darstellung der Ergebnisse
5.1 Kindliches Scheidungserleben
5.1.1 Loyalitätskonflikte
5.1.2 Parentifizierung
5.1.3 Transparenz
5.1.4 Bedeutung des Vaters
5.1.5 Konflikte der Eltern
5.1.6 Bezugspersonen
5.1.7 Inanspruchnahme professioneller Hilfe
5.1.8 Schulische Leistungen – Sozialverhalten
5.1.9 Positive Effekte elterlicher Trennung
5.2 Reflexion der Interviews
6 Diskussion der Ergebnisse
6.1 Kindliches Scheidungserleben
6.2 Transparenz über den Scheidungsprozess
6.3 Auflösen elterlicher Konflikte
6.4 Bedeutung von Bezugspersonen
6.5 Kontakt zum anderen Elternteil
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht retrospektiv aus der subjektiven Sicht junger Erwachsener, welche Faktoren und Hilfen für Kinder während der elterlichen Trennung förderlich gewesen wären, um das Scheidungserleben besser zu verarbeiten. Ziel ist es, die Perspektive der Kinder in der Trennungs- und Scheidungsberatung stärker zu verankern.
5.1 Kindliches Scheidungserleben
Im Folgenden werden nun in einzelnen Abschnitten die Themenbereiche in Bezug auf das kindliche Scheidungserleben dargestellt.
An dieser Stelle werden von den vier Interviewpartnern Aussagen über ihr kindliches Scheidungserleben dargestellt, um zu verdeutlichen, welche Auswirkungen ein solches Ereignis auf ein Kind hat.
Nicht immer wird von einem Kind die Scheidung bewusst als einschneidendes Ereignis erlebt. Dies kann zum Teil erst im Rückblick auf die Situation anders bewertet werden.
„Also ich merke einfach, dass so viele Sachen die ich früher halt nicht so wahrgenommen hab, dass sie ein Problem wären oder dass sie mich so stark belasten, halt heute rauskommen, dass es eigentlich doch irgendwie ne starke Belastung ist.“ (Theo, 23)
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Scheidungsfamilie und Definition der Forschungsfrage.
2 Kindliches Erleben der elterlichen Trennung: Analyse der emotionalen und entwicklungspsychologischen Auswirkungen sowie der Schutzfaktoren bei Trennung.
3 Therapie- und Beratungsangebote für Kinder: Überblick über professionelle Beratungsformen und Möglichkeiten der Partizipation.
4 Methodik: Erläuterung des qualitativen Forschungsdesigns und der Durchführung problemzentrierter Interviews.
5 Darstellung der Ergebnisse: Präsentation und Analyse der retrospektiven Befragungen zum Scheidungserleben.
6 Diskussion der Ergebnisse: Zusammenführung der empirischen Erkenntnisse mit dem Forschungsstand.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf zukünftige Beratungsansätze.
Scheidungsberatung, elterliche Trennung, Kindheit, Resilienz, Loyalitätskonflikt, Beratungsprozess, Kindeswohl, Bindung, Eltern-Kind-Beziehung, Problemzentriertes Interview, Sozialarbeit, Scheidungskinder, Identität, Bewältigungsstrategien, Bezugspersonen.
Die Arbeit untersucht, wie junge Erwachsene ihre elterliche Trennung während ihrer Kindheit erlebt haben und welche Unterstützungsangebote ihnen damals geholfen hätten.
Im Fokus stehen das kindliche Scheidungserleben, der Umgang mit Loyalitätskonflikten, die Bedeutung von Bezugspersonen und die Rolle professioneller Beratung.
Ziel ist es zu ermitteln, was Kindern subjektiv geholfen hätte, das Scheidungserleben besser zu verarbeiten, um dies für zukünftige Beratungskonzepte nutzbar zu machen.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, basierend auf problemzentrierten Interviews mit jungen Erwachsenen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Themas sowie die Darstellung und Analyse der Interviewdaten.
Wichtige Begriffe sind Scheidungsberatung, Resilienz, Loyalitätskonflikt, Kindeswohl und Bewältigungsstrategien.
Es dient dazu, Kindern ein Gehör in der Scheidungsberatung zu verschaffen, indem ihre Perspektiven, Ängste und Wünsche direkt und altersgerecht erhoben werden.
Wenn Kinder die Rolle von "Tröstern" für ihre depressiven oder überlasteten Eltern übernehmen, führt dies zu einer ungesunden Verantwortungsübernahme und schadet der eigenen Entwicklung.
Geschwister fungieren oft als wichtige, kontinuierliche Ressourcen, die sich gegenseitig stützen und einen Austausch ermöglichen, der außerhalb des direkten elterlichen Konflikts stattfindet.
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