Bachelorarbeit, 2013
71 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Vaterschaft
2.1 Die historische Entwicklung des Vaterbildes
2.1.1 Im alten Rom
2.1.2 Im 18.Jahrhundert
2.1.3 Nach dem Zweiten Weltkrieg
2.1.4 In unserer Zeit
2.2 Rollenverständnis des Vaters in unserer Gesellschaft
2.2.1 Versorger der Familie
2.2.2 Erzieher und Lehrer
2.2.3 Interaktionspartner bei Spiel und Freizeit
2.2.4 Mögliche Identifikationsfigur
2.2.5 Bild der neuen Väter
2.3 Die Bedeutung des Vaters für die entwicklungspsychologische Reifung des Kindes
2.3.1 Triangulierungsphase
2.3.2 Vorschulphase
2.3.3 Pubertät und Adoleszenz
3 Familien im Wandel- Familien ohne Väter
3.1 Ursachen von Vaterentbehrung
3.1.1 Physische Abwesenheit des Vaters
3.1.1.1 Tod
3.1.1.2 Trennung und Scheidung
3.1.2 Emotionale Abwesenheit des Vaters
3.1.2.1 Psychische Krankheit
3.1.2.2 Missbrauch und Gewalt
3.1.3 Sonstige Ursachen
3.2 Auswirkungen der Vaterentbehrung auf die Entwicklung von Kindern
3.2.1 Soziale Entwicklung
3.2.2 Verantwortungsbewusstsein und Gewissen
3.2.3 Kognition
3.2.4 Geschlechtsidentität
3.2.5 Erwachsenenalter
3.2.5.1 Fallbeispiel
3.3 Auswirkungen der Vaterentbehrung auf die Familie
3.3.1 Ökonomische Situation
3.3.2 Soziale Situation
3.3.3 Beziehung der Eltern
3.3.3.1 Situation des Vaters
3.3.3.2 Situation der Mutter
4 Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit
4.1 Traumapädagogik
4.2 Offene Kinder- und Jugendarbeit
4.3 Erlebnispädagogik
4.4 Schulsozialarbeit
5 Die Vaterschaft in einer sich wandelnden Gesellschaft
5.1 Die Chancen von Vaterschaft
5.2 Unterstützungsformen für Väter
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Bachelor-These untersucht den väterlichen Einfluss auf die kindliche Entwicklung, wobei der Fokus auf den Ursachen und Folgen der Vaterentbehrung sowie möglichen Interventionsansätzen der Sozialen Arbeit liegt.
2.1.1 Im alten Rom
Das Vaterbild der römischen Kultur wurde durch unterschiedliche Erscheinungsformen geprägt. Der Ursprung dieser verschiedenen Erscheinungen ist der Familien- oder Hausvater (pater familias), der die weiteren Vatervorstellungen beeinflusst hat. Bezeichnend ist die monarchische Herrscherstellung, die der römische Vater in der Familie innehatte. Es wurde ihm somit uneingeschränkte Gewalt über die Mitglieder der Familie zuteil, die eine lebenslange Wirkung hatte. Dazu zählten alle Personen, die im rechtlichen Sinne dem Familienverband zugehörig waren. So bestand die römische Familie des Vaters nicht nur aus seiner Ehefrau und seinen leiblichen oder adoptierten Kindern, sondern auch aus Schwiegertöchtern und Enkeln aus männlicher Linie. Alle weiteren Frauen und Nachkommen dieser männlichen Linie zählten auch zur Familie des römischen Vaters, über die er in seiner Lebenszeit Gewalt ausübte (Wlosok 1978, S.18-20). Zwei Jahrtausende lang prägte dieses Vaterbild des pater familias das Denken des Abendlandes. Dabei war es „die vollendetste Form des Patriarchats“ (Knibiehler 1999, S.31). Der römische Vater war innerhalb seiner Familie zuständig für den alltäglichen Rechts- und Geschäftsverkehr. Es war seine Verantwortung, den Hauskult der Familie zu leiten, da das gesamte Familienwohl davon abhängig war. Im Falle eines Delikts, das von einem Mitglied des Familienverbandes begangen wurde, musste er haften. Schutz und Unterhalt der Familie oblagen seiner Verantwortung. Eine zentrale Aufgabe des römischen Vaters war die Führung der Hauswirtschaft. Dazu gehörte die Verwaltung des Vermögens, die Bewirtschaftung des Bauernhofes und die Zuteilung der Aufgaben. In diesen Aufzählungen wird deutlich, für welche Vielzahl von Tätigkeiten der römische Vater zuständig war. Von seinem Handeln hing es ab, ob die Familie ihre Existenz aufrechterhalten konnte. Der römische Vater hat das Recht, das Straf- und Tötungsrecht zu nutzen. Er verfügte über das Leben aller Familienangehörigen und hat das Recht, seine Kinder zu verkaufen, zu verheiraten oder ihre Ehen zu scheiden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des väterlichen Einflusses auf die kindliche Entwicklung ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung von Vaterentbehrung sowie möglicher Interventionen.
2 Vaterschaft: Dieses Kapitel betrachtet die historischen und soziologischen Veränderungen des Vaterbildes sowie die psychologische Bedeutung des Vaters in verschiedenen Entwicklungsphasen des Kindes.
3 Familien im Wandel- Familien ohne Väter: Hier werden Ursachen von physischer und emotionaler Vaterentbehrung sowie deren negative Auswirkungen auf die soziale, kognitive und moralische Entwicklung des Kindes und die familiäre Situation analysiert.
4 Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit: In diesem Kapitel werden spezifische pädagogische Ansätze wie Traumapädagogik und Schulsozialarbeit vorgestellt, um Kinder bei der Bewältigung von Vaterentbehrung zu unterstützen.
5 Die Vaterschaft in einer sich wandelnden Gesellschaft: Dieses Kapitel diskutiert die Transformation des Familienmodells und die Chancen aktiver Vaterschaft sowie Unterstützungsangebote für Väter.
6 Zusammenfassung: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über den Wandel der Vaterrolle, die Folgen der Vaterentbehrung und die Bedeutung einer intakten Vater-Kind-Beziehung zusammen.
Vaterschaft, Vaterentbehrung, kindliche Entwicklung, Sozialisation, Familien im Wandel, Vaterrolle, psychische Entwicklung, Traumapädagogik, Erlebnispädagogik, Schulsozialarbeit, Scheidung, Vater-Kind-Beziehung, Identitätsbildung, Alleinerziehende, Familienkonstellation.
Die Arbeit untersucht den väterlichen Einfluss auf die Entwicklung von Kindern und analysiert die Folgen, die durch das Fehlen oder die Abwesenheit einer Vaterfigur (Vaterentbehrung) entstehen.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Vaterbildes, die entwicklungspsychologische Bedeutung des Vaters, Ursachen und Folgen von Vaterlosigkeit sowie Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie signifikant die Vaterrolle für die kindliche Entwicklung ist und welche Unterstützungsangebote notwendig sind, wenn Väter nicht präsent sind oder ihre Rolle nicht ausfüllen können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der theoretischen Aufarbeitung psychologischer und soziologischer Konzepte sowie sozialpädagogischer Interventionsmodelle.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bedeutung der Vaterschaft, die Analyse der Ursachen von Vaterentbehrung (z.B. Scheidung, Tod, psychische Krankheit), deren Auswirkungen auf das Kind und die Familie sowie die Vorstellung konkreter Hilfsangebote.
Die wichtigsten Schlagworte sind Vaterschaft, Vaterentbehrung, Kindesentwicklung, Familienwandel, Vaterrolle, Trauma und Interventionsmöglichkeiten.
Die Triangulierungsphase ist eine entscheidende Phase der Ablösung von der Mutter, in der der Vater durch seine Anwesenheit dem Kind hilft, eine gesunde Identität und Selbstbestimmtheit zu entwickeln.
Der Autor betont, dass gerade bei traumatisierten Kindern die Beziehungsarbeit zentral ist, um durch ein stabiles Umfeld neue Bindungserfahrungen zu ermöglichen, selbst wenn der Vater zuvor ein negativer oder gar gewalttätiger Bezugspunkt war.
Das Fallbeispiel verdeutlicht, wie eine Vaterentbehrung in der frühen Kindheit im Erwachsenenalter durch Krisensituationen (hier eine Herzerkrankung) wieder aufbrechen kann und wie unbewusste Ängste das spätere Leben belasten können.
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