Bachelorarbeit, 2013
42 Seiten, Note: 13
1 Einleitung
2 Theoretische Begründung der Kapitalstrukturpolitik
2.1 Definition, Einordnung und Zielsetzung
2.2 Variation des Verschuldungsgrads: Leverage-Effekt
2.3 Strukturierung und Charakterisierung der Finanzierungsformen
2.4 Klassifikation der Kapitalkosten
3 Kapitalstrukturtheorien
3.1 Trade-off-Theorie
3.2 Pecking-Order-Theorie
4 Empirische Studien zur Kapitalstrukturtheorie
4.1 Empirische Studien zur Trade-off- und Pecking-Order-Theorie
4.1.1 Validität postulierter Annahmen
4.1.2 Einflussfaktoren auf die Kapitalstruktur
4.2 Einfluss der Kapitalstruktur auf die Performance börsennotierter Aktiengesellschaften
4.2.1 Methodische und konzeptionelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede
4.2.2 Einfluss der Kapitalstruktur unter Berücksichtigung von Wachstumsmöglichkeiten
4.2.3 Einfluss der Kapitalstruktur unter Berücksichtigung des Verschuldungsgrads und der Unternehmensgröße
4.2.4 Empirische Studien aus asiatischen und afrikanischen Ländern
5 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Einfluss der Kapitalstruktur als exogene Variable auf die Performance börsennotierter Aktiengesellschaften zu analysieren und zu prüfen, ob die theoretischen Annahmen zur Kapitalstruktur in der Realität Bestand haben. Die Forschungsfrage untersucht dabei insbesondere, ob ein strategisches Instrument zur Unternehmenswertmaximierung aus den Theorien abgeleitet werden kann.
3.1 Trade-off-Theorie
Durch die Einbeziehung des Steuervorteils der Fremdfinanzierung, auf den Modigliani/Miller (1958) bereits hindeuteten, kam es im Jahre 1963 zur Korrektur ihres Modells um jene Determinante. Der Steuervorteil erwächst aus dem Umstand, dass Fremdkapitalzinsen die steuerliche Bemessungsgrundlage mindern, wohingegen Ausschüttungen an die Gesellschafter das Unternehmen steuerlich voll belasten und folglich der Anreiz besteht, sich fremd zu finanzieren. Daraus folgt, dass mischfinanzierten Unternehmen ein höheres Ergebnis nach Abzug der Steuern zur Verfügung steht, das an die Kapitalgeber ausgeschüttet wird und einen positiven Effekt auf den Unternehmensmarktwert hat.
Damit eng verbunden ist das einhergehende Insolvenzrisiko, das sich aus der ansteigenden Verschuldung – also der Substitution des Eigen- durch Fremdkapital – ergibt, da im erhöhten Maße unbedingten Zahlungen an die Gläubiger Folge zu leisten ist. Simultan resultiert aus der Antizipation einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit vonseiten der Fremdkapitalgeber eine höhere Ausfallprämie, die die geforderte Rendite forciert. Kraus/Litzenberger (1973) gelingt schließlich die formale Synthese des Steuervorteils und Insolvenzrisikos, wonach die statische Trade-off-Theorie von der Existenz der optimalen Kapitalstruktur ausgeht. Diese ergibt sich annahmegemäß, wenn die marginalen Steuervorteile den marginalen erwarteten Konkurskosten, die konträr zueinander verlaufen, gerade noch entsprechen. Bessler/Thies (2001) monieren, dass sich eine numerische Messung des Konkursrisikos schwierig gestaltet und Gewinngrößen volatiler Natur sind, was die Formulierung einer Zielvorgabe des optimalen Verschuldungsgrads lediglich als Intervall zulässt. Ferner weist Breuer (2013) auf die in der Realität existierenden Transaktionskosten hin.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Kapitalstrukturforschung ein und definiert die Zielsetzung, den Einfluss der Kapitalstruktur auf die Performance börsennotierter Unternehmen zu untersuchen.
2 Theoretische Begründung der Kapitalstrukturpolitik: Es werden die Grundlagen der Kapitalstruktur, der Leverage-Effekt sowie die Klassifikation von Finanzierungsformen und Kapitalkosten theoretisch fundiert.
3 Kapitalstrukturtheorien: Dieses Kapitel behandelt die zwei zentralen Theorien, die Trade-off-Theorie und die Pecking-Order-Theorie, und deren jeweilige Annahmen zur optimalen Kapitalstruktur.
4 Empirische Studien zur Kapitalstrukturtheorie: Es erfolgt eine kritische Betrachtung ausgewählter empirischer Studien, die die Validität der Theorien sowie den Einfluss der Kapitalstruktur auf die Unternehmensperformance in verschiedenen Märkten analysieren.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass kein Konsens über das beobachtbare Finanzierungsverhalten besteht und beide Theorien jeweils spezifische Stärken und Schwachstellen aufweisen.
Kapitalstruktur, Performance, Trade-off-Theorie, Pecking-Order-Theorie, Leverage-Effekt, Eigenkapital, Fremdkapital, Finanzierung, Unternehmenswert, Kapitalkosten, Aktienkurs, Informationsasymmetrie, Agency-Kosten, Marktperformance, Börsennotierte Unternehmen
Die Arbeit analysiert den Einfluss der Kapitalstruktur – also das Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital – auf die Performance börsennotierter Aktiengesellschaften.
Die Arbeit fokussiert auf die theoretische Begründung der Kapitalstruktur, gängige Kapitalstrukturtheorien wie die Trade-off- und Pecking-Order-Theorie sowie deren empirische Überprüfung in verschiedenen globalen Märkten.
Das primäre Ziel ist zu erörtern, ob die postulierten theoretischen Annahmen in der Realität Gültigkeit besitzen und inwieweit die Kapitalstruktur als exogene Variable die Performance der Unternehmen erklärt.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer kritischen Auswertung einer Vielzahl internationaler empirischer Studien, die hauptsächlich Paneldaten und Regressionsmodelle nutzen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Vorstellung der Kapitalstrukturtheorien sowie eine umfassende Darstellung empirischer Studien, differenziert nach Marktregionen und Einflussfaktoren wie Unternehmensgröße und Wachstumschancen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kapitalstruktur, Shareholder Value, Leverage-Effekt, Kapitalkosten und empirische Unternehmensanalyse charakterisiert.
Wachstumsmöglichkeiten dienen in vielen Studien als differenzierendes Merkmal, da Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial andere Kapitalstrukturen wählen als reife, stagnierende Unternehmen, was das Ergebnis der Performance-Analyse signifikant beeinflusst.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass keine der beiden Haupttheorien das Finanzierungsverhalten vollständig erklären kann; vielmehr sind länderspezifische, institutionelle und branchenspezifische Faktoren entscheidend für die beobachteten Zusammenhänge.
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