Examensarbeit, 2015
213 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Themenentstehung
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Zielsetzung der Arbeit
2 Definitionen und Begriffserklärungen
2.1 Unterrichtsstörungen
2.1.1 Definition nach Karheinz Biller
2.1.2 Definition nach Rainer Winkel
2.1.3 Definition nach Gert Lohmann
2.1.4 Formen von Unterrichtsstörungen
3 Strategien und Einstufungen im Umgang mit Unterrichtsstörungen
3.1 Prävention von Unterrichtsstörungen
3.2 Klassifikationsmodell nach Rattay & Wensing
3.3 Intervention bei Unterrichtsstörungen
4 Fragestellung
5 Untersuchungsmethodik
5.1 Untersuchungsdesign
5.1.1 Qualitatives Forschungsdesign
5.2 Stichprobe
5.3 Untersuchungsmaterial
5.3.1 Thematische Vorbereitung der Klasse
5.3.2 Verwendetes Erhebungsverfahren
5.3.3 Unterrichtssituationen
5.3.3.1 Unterrichtssituation 1
5.3.3.2 Unterrichtssituation 2
5.3.3.3 Unterrichtssituation 3
5.3.3.4 Unterrichtssituation 4
5.3.4 Leitfaden für die Gruppendiskussion
5.4 Untersuchungsablauf
5.5 Datenauswertung
5.5.1 Qualitative Auswertung
5.5.1.1 Transkription
5.5.1.2 Paraphrase
5.5.1.3 Überschriften / Codierung
5.5.1.4 Thematischer Vergleich
5.5.1.5 Theoretische Generalisierung
6 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
6.1 Darstellung der Ergebnisse
6.1.1 Ergebnisse Überschriften- / Codegenerierung
6.1.2 Ergebnisse des thematischen Vergleichs
6.1.3 Aussagen zur Generalisierbarkeit
7 Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht die subjektiven Sichtweisen und Empfindungen von Schülern in Bezug auf Unterrichtsstörungen und analysiert, welche Lehrerreaktionen von den Lernenden als angemessen oder sinnvoll wahrgenommen werden.
1 Einleitung
Unterrichtsstörungen gehören zum Alltag einer jeden Lehrkraft. Die Gründe für solche Störungen sind sehr unterschiedlich, deren Ausprägungen sehr verschieden und ein Unterricht ohne sie stellt schlicht eine Utopie dar. Diese Erfahrung musste auch ich während meiner Zeit als Vertretungslehrkraft an der Städtischen Realschule in Bad Münstereifel machen.
Parallel zum Studium der Wirtschaftswissenschaften und der Mathematik für das Lehramt an Berufskollegs an der Universität zu Köln ergab sich mir im Zeitraum Januar 2010 bis September 2012 die Möglichkeit an oben genannter Schule als Vertretungslehrkraft im Fach Mathematik zu unterrichten. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich weder Veranstaltungen der Fachdidaktik, noch der allgemeinen Didaktik beruflicher Bildungsgänge besucht. Die ersten Unterrichtsstunden ähnelten demnach dem berühmten Sprung ins kalte Wasser. Nachdem das Verhalten der Schüler bei den ersten gemeinsamen Unterrichtserlebnissen noch von Zurückhaltung geprägt war, sollte dies in der folgenden Zeit noch ändern. Was mit dem Vergessen von Unterrichtsmaterial und dem gelegentlichen Stören des Unterrichtsprozesses durch Gespräche mit dem Sitznachbar anfing, endete schließlich in permanenten Unterhaltungen zwischen den Schülern, regelmäßigem Zuspätkommen Einzelner und der Ausführung verschiedenster, den Unterricht störender Tätigkeiten, zur Erlangung von Aufmerksamkeit der Klassenkameraden.
Mit den Unterrichtsstörungen konfrontiert und in Veranstaltungen der Universität mit diesem Aspekt des Lehreralltags noch nicht in Berührung gekommen, entwickelte ich unbewusst Strategien zur Bewältigung dieser Störungen in meinem Unterricht. Ähnlich wie es Nolting formuliert, blieb der Umgang mit den vorherrschenden Störungen meinem eigenen Gutdünken überlassen (vgl. Nolting 2011). Eigene Vermutungen über Gründe für das nicht erwünschte Verhalten von Seiten der Schüler, Mutmaßungen über mögliche Problemlösungsansätze und Erprobung eigener präventiver, sowie reaktiver Maßnahmen auf Störungen prägten die ersten Monate meiner Zeit als Lehrkraft.
1 Einleitung: Beschreibt die persönliche Motivation des Autors sowie die Relevanz des Themas Unterrichtsstörungen im schulischen Alltag.
2 Definitionen und Begriffserklärungen: Analysiert fachwissenschaftliche Definitionen von Unterrichtsstörungen und grenzt den Begriff von verwandten Phänomenen wie Disziplinschwierigkeiten ab.
3 Strategien und Einstufungen im Umgang mit Unterrichtsstörungen: Erläutert präventive Maßnahmen der Klassenführung und stellt das Klassifikationsmodell von Rattay & Wensing vor.
4 Fragestellung: Formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Schülerperspektive auf Lehrerreaktionen bei Störungen.
5 Untersuchungsmethodik: Erläutert das qualitative Forschungsdesign der Gruppendiskussionen sowie die Auswahl der Stichprobe und die Durchführung des methodischen Vorgehens.
6 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse: Präsentiert die ausgewerteten Daten aus den Gruppendiskussionen und interpretiert die Einstellungen der Schüler zu verschiedenen Interventionsstrategien.
7 Schlussbemerkung: Resümiert die Erkenntnisse der Untersuchung und plädiert für einen bewussteren Austausch über Unterrichtsstörungen zwischen Lehrern und Schülern.
Unterrichtsstörung, Klassenführung, Schülerperspektive, Gruppendiskussion, Lehrerreaktion, Prävention, Intervention, Disziplin, qualitatives Forschungsdesign, Schulalltag, Pädagogik, pädagogisches Handeln, Schülerverhalten, qualitative Inhaltsanalyse
Die Arbeit untersucht, wie Schülerinnen und Schüler auf Unterrichtsstörungen blicken und wie sie die darauf folgenden Reaktionen von Lehrkräften bewerten.
Der Fokus liegt auf den Bereichen Unterrichtsstörungen, Klassenführung, erzieherische Einwirkung durch die Lehrkraft sowie der subjektiven Wahrnehmung von Disziplinierungsmaßnahmen durch Lernende.
Das Ziel besteht darin, Erkenntnisse über die Empfindungen und Sichtweisen von Schülern zu gewinnen, um Lehrkräften Hilfestellungen für einen angemessenen und lernförderlichen Umgang mit Störungen zu bieten.
Es wird ein qualitatives Forschungsdesign angewandt, konkret die Methode der Gruppendiskussion mit Schülerinnen und Schülern verschiedener Jahrgangsstufen.
Neben theoretischen Grundlagen zur Definition von Unterrichtsstörungen und Präventionsstrategien bildet die Durchführung und Auswertung der Gruppendiskussionen zu vier spezifischen Unterrichtssituationen den Kern der Arbeit.
Unterrichtsstörung, Klassenführung, Schülerperspektive, Gruppendiskussion, Lehrerreaktion und qualitatives Forschungsdesign.
Die Situationen wurden in Anlehnung an das Klassifikationsmodell von Rattay & Wensing sowie Fallbeispielen von Rainer Winkel konstruiert, um ein breites Spektrum an typischen Störungsmustern abzudecken.
Der Autor betont, dass ein Austausch über Unterrichtsstörungen auf Augenhöhe und eine bewusste Reflexion über eigene Reaktionen das Miteinander im Schulalltag signifikant verbessern können.
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