Magisterarbeit, 2015
99 Seiten, Note: 1,25
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
EINLEITUNG
1.1 Grundlagen der Arbeit
1.2 Das Ziel der Arbeit
1.3 Das Problem
1.4 Hypothese
TEIL 2 ZUM BEGRIFF DER JUGENDLITERATUR
2.1 Die Jugendliteratur
2.2 Der Adoleszenzroman
TEIL 3 DIE WEIBLICHE PUBERTÄT IN DER GESELLSCHAFT
3.1 Die Pubertätsphasen und die Besonderheiten
3.2 Die Wirkung der Familien auf die Pubertät
3.2.1 Die Rolle der Mutter als Vorbild
3.3 Die Rolle der sozialen Umgebung in der Pubertätszeit
3.3.1 Der Freundeskreis
3.3.2 Die Rollenübernahme in der Schule
TEIL 4 DIE ASPEKTE DER MUTTER-TOCHTER BEZIEHUNG
4.1 Biologische Aspekte
4.2 Psychologische Aspekte
4.3 Soziologische Aspekte
TEIL 5 DIE ZUSAMMENFASSUNG DER AUSGEWÄHLTEN ROMANEN
5.1. Die Biographie von Christine Nöstlinger
5.2 Die Ilse ist weg
5.3. Die Biographie von Asli Der
5.4. Defne`yi beklerken
TEIL 6 DIE FAMILIENSTRUKTUR IN DEN WERKEN „DIE ILSE IST WEG“ UND „DEFNE´YI BEKLERKEN“
6.1 Die Familiendynamik
6.1.1 Die Mutterfiguren
6.1.2 Die Tochterfiguren
TEIL 7 DIE PÄDAGOGISCHEN REFLEKTIONEN DER MUTTER-TOCHTER BEZIEHUNG IN BEIDEN ROMANEN
7.1 Pädagogik und die Rolle in der Jugenderziehung
7.2 Die Ilse ist Weg
7.2.1 Die Erziehung in der Familie
7.2.2 Die Erziehung außerhalb der Familie
7.3 Defne`yi beklerken
7.3.1 Die Erziehung in der Familie
7.3.2 Die Erziehung außerhalb der Familie
TEIL 8 SCHLUSSBETRACHTUNG
Ziel dieser Arbeit ist es, die Mutter-Tochter-Beziehung in den Jugendromanen "Die Ilse ist weg" von Christine Nöstlinger und "Defne`yi beklerken" von Asli Der anhand pädagogischer Kriterien zu vergleichen, um autoritäre Erziehungsmuster und deren Auswirkungen auf die pubertierende Tochter herauszuarbeiten.
Die Rolle der Mutter als Vorbild
Mütter und Töchter sind auf einzigartige Weise verbunden und auch wenn diese Verbundenheit in der Pubertät sehr beansprucht und belastet wirkt, ist sie immer noch so stark und dauerhaft. In den ersten Lebenstagen, in denen alle Säuglinge – Jungen wie Mädchen – die Mütter als Teil ihrer selbst erfahren, nehmen sie ihre Umgebung teilweise durch die Gefühle der Mutter wahr. Ist die Mutter entspannt und glücklich, tut es dem Säugling gut. Ist sie nervös und aufgeregt, bekommt der Säugling dies zu spüren. Wenn die Mutter ihren weiblichen Säugling betrachtet, sieht sie einen Teil von sich selbst, und wenn die Tochter ihre Mutter betrachtet, bekommt sie eine Ahnung von der Frau, die sie einmal werden wird. Aus dieser Verbindung lernt ein Mädchen früh, was es heißt, weiblich zu sein. Sie lernt zu pflegen, liebevoll zu sein und nahe, bedeutsame Beziehungen aufzubauen und zu erhalten.“(Eagle und Colman,1995).
Für ein Mädchen in der Kindheit ist die Mutter das wichtigste Rollenvorbild. Viele Mädchen imitieren ihre Mütter – sie spielen verkleiden sich mit ihren Kleidungstücken und bemuttern ihre Puppe, so wie es von ihrer Mutter gesehen hat. Erst mit dem Eintritt ins Kindergarten richten die Mädchen ihre Aufmerksamkeit mehr auf die Außenwelt. Hier lockert sich das Band zwischen Mutter und Tochter, was sehr natürmäßig ist, da die Welt des Kindes größer wird. Trotzdem ist die Beziehung eng und für das Mädchen bleibt die Mutter eine positive weibliche Person – bis zur Pubertät.
Für die Mutter fällt es schwer, nach dieser engen Beziehung, in der Pubertät stürmerische Hauptlast zu tragen. Während die Tochter ihre eigene Identität versucht zu finden, bleibt die Mutter häufig als Negativfolie, die meist grausam zurückgewiesen wird. Aber gleichzeitig fühlt sich das Mädchen in ihrer neuen Rolle noch sehr unsicher und braucht eigentlich die Unterstützung der Mutter. Es ist sehr natürlich, dass Mädchen in der Pubertät sich einerseits heftig gegen ihre Mütter wehren und anderseits schon wenige Momente wieder Trost und Sicherheit suchen.
EINLEITUNG: Einführung in die Forschungsarbeit, die sich mit dem Vergleich der Mutter-Tochter-Beziehung in zwei Jugendromanen befasst.
TEIL 2 ZUM BEGRIFF DER JUGENDLITERATUR: Definition und Erläuterung des Begriffs Jugendliteratur sowie die Abgrenzung des Adoleszenzromans als literarische Gattung.
TEIL 3 DIE WEIBLICHE PUBERTÄT IN DER GESELLSCHAFT: Analyse der Pubertätsphasen, des Einflusses der Familie als Vorbild und der Rolle der sozialen Umgebung.
TEIL 4 DIE ASPEKTE DER MUTTER-TOCHTER BEZIEHUNG: Untersuchung biologischer, psychologischer und soziologischer Faktoren in der Pubertätsphase von Mädchen.
TEIL 5 DIE ZUSAMMENFASSUNG DER AUSGEWÄHLTEN ROMANEN: Vorstellung der Autorinnen Christine Nöstlinger und Asli Der sowie inhaltliche Einführung in ihre Romane.
TEIL 6 DIE FAMILIENSTRUKTUR IN DEN WERKEN „DIE ILSE IST WEG“ UND „DEFNE´YI BEKLERKEN“: Analyse der familiären Dynamik sowie der Mutter- und Tochterfiguren in beiden Werken.
TEIL 7 DIE PÄDAGOGISCHEN REFLEKTIONEN DER MUTTER-TOCHTER BEZIEHUNG IN BEIDEN ROMANEN: Vergleichende pädagogische Betrachtung der Erziehungswerte in Familie und Umfeld.
TEIL 8 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Ergebnisse über das autoritäre Erziehungsverhalten und die Auswirkungen auf die Mutter-Tochter-Beziehung.
Mutter-Tochter-Beziehung, Pubertät, Adoleszenzroman, Erziehungsstile, Autorität, Konflikt, Pädagogik, Sozialisation, Identitätsbildung, Jugendliteratur, Mutterrolle, Familiendynamik
Die Arbeit untersucht die Mutter-Tochter-Beziehung in zwei Jugendromanen ("Die Ilse ist weg" und "Defne`yi beklerken") unter pädagogischen Gesichtspunkten.
Die zentralen Themen sind der Generationskonflikt, der Einfluss der Mutterrolle als Vorbild, die Pubertät von Mädchen und die verschiedenen Erziehungsstile.
Ziel ist es festzustellen, wie die Mutterrolle in den Werken dargestellt wird und wie autoritäre Strukturen die Mutter-Tochter-Beziehung beeinflussen.
Es wird eine eklektische Methode verwendet, die sich primär auf die literarische Interpretation der Romane selbst stützt, ergänzt durch literaturwissenschaftliche und pädagogische Hintergründe.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Jugendliteratur, Adoleszenz, Pädagogik) als auch die spezifische Analyse der Romaninhalte hinsichtlich der Familiendynamik und Erziehungspraktiken diskutiert.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Mutter-Tochter-Beziehung, Pubertät, Autorität, Konfliktbewältigung, Pädagogische Werte und Sozialisation.
Nöstlingers Mutterfigur ist eine Hausfrau mit autoritärem Erziehungsstil, während Asli Ders Mutterfigur als arbeitssüchtige Karrierefrau dargestellt wird, die ihre Autorität aufgrund von Zeitmangel kontrolliert ausübt.
Das Tagebuch dient Defne als notwendiges Ventil für ihre Gefühle, da sie zu Hause aufgrund der Kontaktlosigkeit und des Unverständnisses ihrer Mutter keine andere Möglichkeit hat, ihre Identität zu reflektieren.
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