Diplomarbeit, 2010
124 Seiten, Note: 1,15
EINLEITUNG
1. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
1.1 Lehrerbelastung – ein systemisch verankertes Problem?
1.2 Orientierung im Forschungsdschungel der Lehrerbelastung
1.2.1 Unterscheidung von Untersuchungsparadigmen
1.2.2 Raster zur Einordnung empirischer Forschungen
1.3 Halbtagsjob und viele Ferien? – Fakten über die Arbeitssituation und Belastung von Berufsschullehrkräften
1.3.1 Beschäftigungszahlen, Arbeitszeit und Demographie der Berufsschullehrer
1.3.2 Belastungserleben der Berufsschullehrer
1.4 Konzepte für die Befragung und ihre Wirkung als Entlastungsfaktoren für Lehrkräfte
1.4.1 Das Konzept der Selbstwirksamkeitserwartung
1.4.1.1 Attributionsmuster
1.4.1.2 Das Konstrukt der Selbstwirksamkeitserwartung
1.4.1.3 Individuelle und kollektive Lehrer-Selbstwirksamkeitserwartung
1.4.1.4 Möglichkeiten der Beeinflussung von Selbstwirksamkeitserwartungen
1.4.1.5 Bedeutung der Lehrer-Selbstwirksamkeitserwartung als Entlastungsfaktor
1.4.2 Lehrerkooperation
1.4.2.1 Lehrerkooperation – eine Annäherung
1.4.2.2 Einfluss struktureller Rahmenbedingungen des Lehrerberufs auf die Kooperation in Kollegien
1.4.2.3 Lehrerkooperation als Entlastungsfaktor?
1.4.3 Erfolgserleben im Lehrerberuf
1.4.3.1 Einfluss struktureller Merkmale des Lehrerberufs auf das Erfolgserleben und die Notwendigkeit einer individuellen Erfolgsdefinition
1.4.3.2 Bedeutung von Erfolgserleben als Entlastungsfaktor im Lehrerberuf
1.5 Die Konzeption des Selbstorganisierten Lernens (SOL)
1.5.1 Das gesellschaftliche Interesse an der Institution Schule
1.5.2 Das Grundverständnis der SOL-Konzeption: der Mensch als ein sich selbstorganisierendes, lernendes System
1.5.2.1 Operationale Geschlossenheit und energetische Offenheit als Grundlage für die Lernfähigkeit des Menschen
1.5.2.2 Vorerfahrungen und Grundbedürfnisse als Informanten des Prüfungsausschusses
1.5.2.3 Der Prüfungsausschuss als Entscheidungsträger für die Handlungsempfehlung
1.5.2.4 Lernen als der Weg zwischen zwei Komfortzonen
1.5.2.5 Damit Lernen erfolgreich ist: Energetische Stützen
1.5.3 Methodische Umsetzung des Lernmodells zur Förderung von Selbstwirksamkeitserwartung, Kooperation und Erfolgserleben bei Lehrkräften
2. FRAGESTELLUNG UND HYPOTHESEN
3. METHODE
3.1 Untersuchungsaufbau und Durchführung
3.1.1 Pilotstudie
3.1.2 Hauptstudie
3.2 Beschreibung der Stichprobe
3.2.1 Pilotstudie
3.2.2 Hauptstudie
3.3 Verwendete Instrumente
3.3.1 Skala zur individuellen und kollektiven Selbstwirksamkeitserwartung von Lehrern
3.3.2 Skalen zur Lehrerkooperation
3.3.3 Erfolgserleben von Lehrkräften erfassen
3.4 Variablen
3.5 Statistische Auswertungsverfahren
4. ERGEBNISSE
4.1 Selbstwirksamkeitserwartung und Kooperation der Lehrkräfte
4.2 Individuelles Erfolgserleben der Lehrkräfte
5. DISKUSSION DER ERGEBNISSE
5.1 Erster Hypothesenkomplex: individuelle und kollektive Lehrer-Selbstwirksamkeitserwartung
5.2 Zweiter Hypothesenkomplex: Lehrerkooperation
5.3 Dritter Hypothesenkomplex: individuelles Erfolgserleben der Lehrkräfte
5.4 Methodik der Studie
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Konzeption des "Selbstorganisierten Lernens" (SOL) als Interventionsmaßnahme das Erleben von Lehrkräften positiv beeinflussen und entlastend wirken kann. Im Fokus steht dabei die Frage, ob sich durch die Umsetzung von SOL-Elementen Unterschiede in der Selbstwirksamkeitserwartung, der Kooperationsbereitschaft und dem Erfolgserleben bei Lehrkräften an zwei unterschiedlichen Berufsschulen feststellen lassen.
1.1 Lehrerbelastung – ein systemisch verankertes Problem?
Ist das Phänomen der Lehrerbelastung wirklich so neu? Bevor ich mich weiter den aktuellen Facetten der Thematik widme, möchte ich einen kurzen Blick in die Geschichte werfen. Ein Text aus dem Jahr 1906 soll an dieser Stelle einen kleinen Einblick in die Situation vor einhundert Jahren geben:
„Die Arbeit des Lehrers ist eine anerkannt anstrengende, welche sich durch die ständige, nicht in der Willkür gelegene intensive Inanspruchnahme von jener etwa eines Bureaubeamten unterscheidet und durch die neuere Entwicklung der Unterrichtsmethode eine beträchtliche Verschärfung erfahren hat. Anhaltend in großen Räumen vernehmlich zu sprechen, dabei eine große Anzahl Jugendlicher scharf im Auge halten und beherrschen und dazu noch immer den einzelnen mitbeschäftigen. Sich eine als notwendig empfundene Rastpause immer versagend, auch andere natürliche Bedürfnisse oft und oft unterdrückend, bedeutet eine Summe von Angriffen auf das Nervensystem überhaupt und einzelne Organe (Sprechwerkzeuge) im besonderen, welche, wie jeder eifrige Lehrer aus Erfahrung weiß, erschöpfend wirken.
Außer der eigenartigen Arbeit im Schulzimmer haben viele Lehrer als Besonderheit noch Korrekturen der schriftlichen Schülerarbeiten, welche bis zu einer Art geistiger Tortur gedeihen können, wenn Klassenzahl, Schülerzahl, Unterrichtsgegenstand in dieser Hinsicht besonders ungünstig werden. Kommt zu alledem noch ein peinlich kleinliches Verhalten Vorgesetzter, so ist eine Überbürdung gegeben, welche auf die Dauer der Gesundheit Schaden bringen muß.“
1. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel definiert zentrale Konstrukte der Lehrerbelastungsforschung, erörtert Entlastungsfaktoren wie Selbstwirksamkeit und Kooperation und führt in die Konzeption des Selbstorganisierten Lernens (SOL) ein.
2. FRAGESTELLUNG UND HYPOTHESEN: Hier werden die theoretischen Zusammenhänge zwischen Selbstwirksamkeitserwartung, Kooperation und Erfolgserleben theoretisch hergeleitet und in konkrete, prüfbare Hypothesen für den empirischen Teil überführt.
3. METHODE: Dieses Kapitel beschreibt den Untersuchungsaufbau (Pilot- und Hauptstudie), die Auswahl der Stichprobe, die verwendeten Instrumente (Fragebögen) sowie die statistischen Analyseverfahren zur Beantwortung der Forschungsfragen.
4. ERGEBNISSE: Hier werden die durch die Fragebogenuntersuchung gewonnenen Daten präsentiert, wobei insbesondere Gruppenunterschiede zwischen den untersuchten Schulen im Fokus stehen.
5. DISKUSSION DER ERGEBNISSE: In diesem Kapitel werden die empirischen Befunde theoriegeleitet diskutiert, kritisch hinterfragt und in den Kontext der Forschungsliteratur eingeordnet.
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen und skizziert Implikationen für die zukünftige Implementierung von SOL und weiterführende Forschungsbedarfe.
Selbstorganisiertes Lernen, SOL, Lehrerbelastung, Lehrergesundheit, Selbstwirksamkeitserwartung, Lehrerkooperation, Erfolgserleben, Berufsschule, Schulentwicklung, Interventionsforschung, Pädagogische Psychologie, Arbeitssituation, Burnoutprävention, Systemtheorie, Kompetenzentwicklung.
Die Arbeit untersucht, ob die Implementierung des Konzepts "Selbstorganisiertes Lernen" (SOL) das Erleben von Berufsschullehrkräften positiv beeinflusst und eine entlastende Wirkung hat.
Die zentralen Themen sind die gesundheitliche Belastung im Lehrerberuf sowie Möglichkeiten der Entlastung durch Selbstwirksamkeitserwartung, kollegiale Kooperation und die Förderung eines individuellen Erfolgserlebens.
Die Arbeit geht der Frage nach, ob sich signifikante Unterschiede in den genannten Konstrukten zwischen Lehrkräften, die nach der SOL-Konzeption arbeiten, und solchen, die dies nicht tun, nachweisen lassen.
Es handelt sich um eine empirische Fragebogenstudie (Querschnittuntersuchung) mit einem Kontrollgruppendesign, bei der statistische Verfahren wie der Mann-Whitney-U-Test zur Anwendung kommen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Konstrukte sowie die Vorstellung, Durchführung und Auswertung einer empirischen Erhebung an zwei Berufsschulen.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie SOL, Lehrerkooperation, Selbstwirksamkeitserwartung, Entlastungsfaktoren und Schulentwicklung beschreiben.
Das Konzept des farbigen Stundenplans zwingt zur Kooperation und Teamarbeit, wodurch das isolierte "Einzelkämpferdasein" der Lehrkräfte aufgebrochen wird.
Erfolgserlebnisse wirken als Entlastungsfaktor, sind jedoch im Lehrerberuf aufgrund der "begrenzten Responsivität" der Schüler schwer zu definieren und zu erreichen, was eine bewusste Auseinandersetzung mit eigenen Erfolgsdefinitionen notwendig macht.
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