Bachelorarbeit, 2013
90 Seiten, Note: 1,0
I. Einführung
1. Erster Überblick über die Sprachproduktion und die Sprachrezeption
2. Definition „Modell“
3. Praktischer Aspekt
II. Methodisches Vorgehen
1. Auseinandersetzung mit Versprechern
2. Analyse von Sprechpausen
3. Rückschlüsse durch Aphasien
4. Beobachtung zerebraler Vorgänge
5. Experimentelle Methoden
6. Simulative Methodik
7. Kritik an Methoden
III. Sprachrezeption
1. Klassifizierung der Theorien
2. Theorien zur Worterkennung
3. Theorien des Satzverständnisses
4. Theorien der Diskursrezeption
IV. Sprachproduktion
1. Klassifizierung der Theorien
2. Sprachproduktionsmodell nach Garrett
3. Sprachproduktionsmodell nach Dell
4. Zusammenfassende und vergleichende Kommentare I
5. Sprachproduktionsmodell nach Levelt
A. Prämissen
B. Einzelne Module und Teilprozesse
1. Die Konzeptualisierung
2. Die Formulierung
3. Die Artikulation
4. Monitoring und Reparatur
6. Zusammenfassende und vergleichende Kommentare II
V. Fokus auf die Lexikalisierung
1. Das mentale Lexikon
2. Lexikalisierung
3. Eine eigene Theorie zur Lexikalisierung
A. Struktur
1. die konzeptuelle Ebene
2. die Meta-Ebene
3. die Lexem-Ebene
4. Nach der Lexem-Ebene
B. Generelle Anmerkungen
C. Schlussbemerkung zum eigenen Lexikalisierungsmodell
VI. Schlussteil
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Einblick in die komplexen kognitiven Prozesse der Sprachproduktion und Sprachrezeption zu geben. Dabei werden verschiedene theoretische Modelle kritisch analysiert, um zu verstehen, wie das Gehirn Gedanken in Sprache übersetzt und umgekehrt, wobei ein besonderer Fokus auf der Modellierung des mentalen Lexikons und der Lexikalisierung liegt.
2. Definition "Modell"
In der vorliegenden Arbeit wird das Wort "Modell" mit sehr hoher Frequenz eingesetzt, weswegen es einer genaueren Betrachtung bedarf.
Modelle in der Sprachwissenschaft sind vereinfachte Darstellungen sprachlicher Sachverhalte. Sie können Theorien abbilden oder vortheoretisch als Denkmodelle dienen. (Homberger 2000:340)
Kognitive Modelle haben für die Bewältigung komplexer Situationen eine wichtige Funktion, da sie diese auf ihre wesentlichen Eigenschaften reduzieren. Obwohl Modelle die Funktion haben, ihren Gegenstand abzubilden, kann diese Abbildung immer nur bestimmte Aspekte des Gegenstands oder der Situation beinhalten. Modelle sind ein Produkt der Problemlösungsversuche des Menschen und daher Konstruktionen, die subjektive und kreative Aspekte beinhalten. (Rickheit et al. 2010:16)
Bei Modellen ist zu bedenken, daß sie ``symbolische Modelle'' sind. Diese Eigenschaft darf u. a. auch deshalb nicht übersehen werden, weil sie eine unüberbrückbare Barriere darstellt zwischen Modell und Original. Ein Modell kann niemals (gerade auch theoretisch nicht) durch Verfeinerung und Präzisierung bildlich gesprochen in ein Original umschlagen. Wenn ein Sturm auf einem Computer simuliert wird, stürmt es nicht tatsächlich, auch dann nicht, wenn das Modell einen hohen Grad an Perfektion erreicht. (Kochendörfer 1997:11f)
I. Einführung: Das Kapitel führt in die Thematik der Sprachproduktion und -rezeption ein, definiert den Modellbegriff und beleuchtet praktische Aspekte der psycholinguistischen Forschung.
II. Methodisches Vorgehen: Hier werden die wichtigsten Forschungsmethoden wie die Analyse von Versprechern, Sprechpausen, Aphasien und experimentelle Ansätze vorgestellt und diskutiert.
III. Sprachrezeption: Dieses Kapitel widmet sich den theoretischen Modellen der Sprachaufnahme, von der Worterkennung über das Satzverständnis bis zur Diskursrezeption.
IV. Sprachproduktion: Der Fokus liegt auf der Analyse der Sprachgenerierung, unterteilt in klassische Modelle wie die von Garrett, Dell und Levelt.
V. Fokus auf die Lexikalisierung: In diesem Teil wird das mentale Lexikon detailliert untersucht und ein eigenes, grafisch orientiertes Lexikalisierungsmodell entwickelt.
VI. Schlussteil: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und reflektiert die theoretischen Ansätze der Sprachverarbeitung.
Sprachproduktion, Sprachrezeption, Psycholinguistik, Mentales Lexikon, Lexikalisierung, Versprecher, Aphasie, Aktivierungsausbreitung, Modellbildung, kognitive Prozesse, Syntax, Semantik, Morphologie, Wortform, Sprachverständnis.
Die Arbeit bietet eine kritische wissenschaftliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Modellen, die erklären, wie Menschen Sprache produzieren und rezipieren.
Zu den zentralen Themen gehören die psycholinguistische Methodik, die Funktionsweise des mentalen Lexikons, die Syntax- und Semantikverarbeitung sowie die Modellierung von Sprachproduktionsprozessen.
Das Ziel ist es, einen theoretischen Überblick über kognitive Sprachprozesse zu bieten und durch ein eigenes, grafisch orientiertes Modell einen verständlicheren Zugang zur Lexikalisierung zu schaffen.
Die Arbeit stützt sich primär auf Literaturanalyse, den Vergleich existierender psycholinguistischer Theorien und die methodische Reflexion empirischer Ansätze wie Versprecheranalyse und Eye-Tracking.
Der Hauptteil analysiert detailliert Modelle der Sprachrezeption und Sprachproduktion (Garrett, Dell, Levelt) und vertieft die Mechanismen der Lexikalisierung im mentalen Lexikon.
Wichtige Begriffe sind Sprachproduktion, Sprachrezeption, Mentales Lexikon, Lexikalisierung, Aktivierungsausbreitung und kognitive Modellbildung.
Diese Unterscheidung ist zentral für die Debatte, ob Sprachprozesse in strikt getrennten Schritten (autonom) oder durch einen ständigen Informationsaustausch zwischen den Ebenen (interaktiv) ablaufen.
Der Autor legt besonderen Wert auf die grafische Darstellbarkeit und Anschaulichkeit der Prozesse, um Studierenden den Zugang zu komplexen lexikalischen Zugriffen zu erleichtern.
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