Masterarbeit, 2015
69 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Begriffserläuterungen und thematische Einführung in Business Intelligence
2.1 Entscheidungentheorie, Informationen, Informationsbedarf, -nachfrage und -angebot
2.1.1 Entscheidungstheorie
2.1.2 Begriff der Information
2.1.3 Informationsbedarf, -nachfrage und -angebot
2.2 Business Intelligence
2.2.1 Historische Entwicklung
2.2.2 Begriffsdefinition von Business Intelligence
2.2.3 Architekturordnungsrahmen
2.2.4 Prozessorientierte Business Intelligence
3 Konstruktion der Methode
3.1 Methodenverständnis und Vorgehensweise
3.2 Analyse der Einflussfaktoren der Problemstellung
3.2.1 Prozess vs. domänenbezogene Datenbereitstellung
3.2.2 Zeitkritische Entscheidungen
3.2.3 Wirtschaftlichkeit der Entscheidungsunterstützung
3.2.4 Ergebnisse der Analysephase
3.3 Entwurf der Methodenkomponenten
3.3.1 Aktivitäten sowie Vorgehensmodell
3.3.2 Ergebnismodell
3.3.3 Rollenmodell
3.3.4 Techniken
3.3.5 Informationsmodell
3.4 Evaluation
4 Evaluation der Vorgehensweise
5 Fazit und Ausblick
Die Arbeit zielt darauf ab, eine Methode zu konstruieren, die Unternehmen dabei unterstützt, wirtschaftlich und fachlich geeignete Entscheidungssituationen in Prozessen zu identifizieren und die dafür notwendigen Informationsbedarfe präzise zu ermitteln.
3.2.1 Prozess vs. domänenbezogene Datenbereitstellung
Die Prozessorientierung ist kein neues Phänomen und hat eine lange Historie in der Wissenschaft und Wirtschaft (Amberg 2010, S. 1). So ist diese Prozessorientierung elementarer Bestandteil von etablierten betriebswirtschaftlichen Konzepten wie dem „Lean Management“, dem japanischen „Kaizen“ (Bea und Göbel 2010, S. 355), von wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich des „Business Engineering Ansatzes“ (Höning 2009, S. 11) oder des „Supply Chain Managements“ (Werner 2010, S. 3 ff.). So wird die betriebswirtschaftliche Wertschöpfung heutzutage regelmäßig prozessbasiert durchgeführt, welches durch den strukturierten Aufbau eines Prozesses auch die Unterstützung durch entsprechende operative IT-Systeme erleichtert. Die Verknüpfung der Prozesseben zur operativen Informations- und Kommunikationssystemebene ist ebenfalls nicht neu und lässt sich u.a. sehr deutlich der Business-Engineering-Landkarte entnehmen (Österle und Winter 2003, S. 12).
Im Vergleich dazu haben die meisten dispositiven Informations- und Kommunikationssysteme noch einen Domänenbezug, d.h. dem Datenextraktionsprozess nachgelagert erfolgt u.a. eine domänenbezogene Aufbereitung der Daten (vgl. Abschnitt 2.2.3). Seufert (2014, 28 f.) spricht hier von einem Reifegrad 1 der BI und Big Data-Systeme (vgl. auch Abschnitt 2.2.4).
Durch den Extraktions- und Aufbereitungsschritt geht regelmäßig der Prozessbezug der Daten verloren (Bucher, Gericke und Sigg 2009, S. 409). Dadurch reduzieren sich die Analysemöglichkeiten, wodurch der analytische Wert der Daten sinkt. So können z.B. mittels einer prozessorientierten Ursachenanalyse gezielter Produktionsfehler zurückverfolgt und mit bestimmten Umweltvariablen oder Maschinenkonfigurationen in Zusammenhang gebracht werden (Baars und Sun 2013, S. 12). Ohne den Prozessbezug der Daten kann nur die Anzahl der Produktionsfehler gemessen werden, jedoch lässt sich so kaum eine ursachenorientierte Analyse durchführen. Ebenfalls fällt es schwer, ausgehend von der Information über eine hohe Anzahl an Produktionsfehlern, gezielt eine Entscheidung zur Verbesserung der Situation zu treffen, ohne weitere Analysemaßnahmen durchzuführen. Der Prozessbezug ermöglicht durch das gezielte Adjustieren der ursachenrelevanten Prozessparameter ebenfalls, den Prozess während des Ablaufs zu verbessern (Eckerson 2007, S. 5).
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Relevanz einer methodenbasierten Vorgehensweise zur Auswahl von prozessorientierten Entscheidungssituationen und definiert die Zielsetzung sowie die fachlichen und wirtschaftlichen Fragestellungen der Arbeit.
2 Begriffserläuterungen und thematische Einführung in Business Intelligence: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen zu den Themenbereichen Entscheidungstheorie, Information und Business Intelligence und führt in die prozessorientierte BI sowie das Reifegradmodell ein.
3 Konstruktion der Methode: Hier erfolgt die eigentliche Entwicklung der Methode durch die Analyse der Einflussfaktoren, den Entwurf der Methodenkomponenten (Aktivitäten, Rollen, Ergebnisse, Techniken) und ein entsprechendes Informationsmodell.
4 Evaluation der Vorgehensweise: In diesem Kapitel wird die gewählte Vorgehensweise reflektiert und die theoretische Fundierung der Methodenkonstruktion kritisch evaluiert.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Grenzen der Arbeit und zeigt auf, wie die entwickelte Methode zur Generierung konkreter Anwendungsfälle beitragen kann.
Business Intelligence, Prozessorientierung, Entscheidungsunterstützung, Informationsbedarfsanalyse, Geschäftsprozessmanagement, Wirtschaftlichkeitsanalyse, Total Cost of Ownership, Nutzenanalyse, Methoden-Engineering, Prozesssteuerung, Datenbereitstellung, Informationswert, Prozessmodellierung, Entscheidungsmodell, Prozessrelevanz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption einer Methode, um innerhalb von Unternehmen prozessorientierte Entscheidungssituationen zu identifizieren und die dafür benötigten Informationen wirtschaftlich und fachlich fundiert zu bestimmen.
Zentrale Themen sind die Business Intelligence (BI), insbesondere die prozessorientierte Weiterentwicklung (Reifegrad 2), das Management von Informationsbedarfen, die Analyse von Geschäftsprozessen sowie Verfahren zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von IT-Lösungen.
Ziel ist die Konstruktion einer strukturierten Methode zur Selektion von Entscheidungssituationen, die für eine prozessorientierte BI-Unterstützung geeignet sind, unter Berücksichtigung von Kosten-Nutzen-Aspekten.
Die Arbeit basiert auf einer argumentativ-deduktiven Analysephase sowie einer konzeptionell-deduktiven Entwurfsphase, die dem Erkenntnisprozess der gestaltungsorientierten Wirtschaftsinformatik folgt und das Methoden-Engineering nach Gutzwiller nutzt.
Im Hauptteil werden Einflussfaktoren der Problemstellung analysiert, Komponenten für die zu entwickelnde Methode entworfen (Vorgehensmodell, Ergebnismodell, Rollenmodell, Techniken) und ein Informationsmodell unter Einbezug von Entscheidungspunkten in Prozessen konstruiert.
Wichtige Begriffe sind u.a. prozessorientierte Business Intelligence, Informationsbedarfsanalyse, TCO (Total Cost of Ownership), Nutzenanalyse, Prozesszielrelevanz und Entscheidungsfeld.
Im Gegensatz zur klassischen, meist domänenorientierten BI, die oft Zeitverzögerungen aufweist, zielt die prozessorientierte BI auf eine Echtzeit-Integration der Analyse in den laufenden Prozess, um diesen während der Ausführung zu steuern und zu optimieren.
Die Messung des Nutzens von BI-Systemen ist schwierig, da kein direkter kausaler Zusammenhang zwischen dem System und der daraus resultierenden Leistung besteht; positive Effekte entstehen oft nur indirekt durch eine effizientere Aktionenführung.
Der Nutzen wird primär durch eine Informationswertmethode bestimmt, die den Mehrwert durch die Reduktion von Entscheidungsunsicherheit quantifiziert, wobei auch der Faktor Zeit (Action-Distanz-Konzept) eine Rolle spielt.
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