Masterarbeit, 2015
79 Seiten
1. Problemstellung
2. Rahmenbedingungen für Abschlussprüfungsgesellschaften
2.1. Geschichte der BIG Four Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
2.2. Rechtliche Rahmenbedingungen
2.3. Asymmetrische Informationen und Principal-Agent Theorie
2.4. Quasirentenansatz nach DeAngelo
3. Stand der Forschung
3.1. Marktkonzentration
3.2. Honorardeterminanten
3.3. Unabhängigkeit der Abschlussprüfer
3.4. Publizitätspflicht
4. Konzeption der empirischen Untersuchung
4.1. Stichprobe
4.1.1. Generierung der Stichprobe
4.1.2. Gründe für Ausschlüsse von Unternehmen
4.2. Forschungsfragen
4.3. Hypothesen
5. Ergebnis der Untersuchung
5.1. Marktkonzentration
5.1.1. Marktkonzentration Abschlussprüferhonorare
5.1.2. Marktkonzentration hinsichtlich weiterer Honorararten
5.1.3. Aufteilung der Honorararten
5.1.4. Marktkonzentration aller Honorare
5.2. Marktanteile am Prüfungsmarkt
5.2.1. Marktanteile gesamt
5.2.2. Marktanteile der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in einzelnen Branchen
5.3. Weitere Spezifika für BIG Four Gesellschaften am Markt für nichtkapitalmarktorientierte Unternehmen
5.3.1. Entfernung zwischen dem Hauptsitz des geprüften Unternehmens und der testierenden Filiale des Abschlussprüfers
5.3.2. Abschlusserstellungszeitraum
5.3.3. Anzahl der Mandate je Prüfgesellschaft
5.3.4. Verweigerung des uneingeschränkten Bestätigungsvermerks
5.4. Honorardeterminaten
5.4.1. Grundmodell
5.4.2. Erste Variation des Grundmodells
5.4.3. Zweite Variation des Grundmodells
5.4.4. Dritte Variation des Grundmodells
5.4.5. Vierte Variation des Grundmodells
5.4.6. Fünfte Variation des Grundmodells
5.5. Zusammenfassung der Ergebnisse der Honoraruntersuchung mit der Überprüfung der aufgestellten Hypothese
5.6. Limitationen der Modelle und Ergebnisse
5.7. Publizität der Abschlussprüferhonorare
5.8. Offene Forschungsfragen
6. Thesenförmige Zusammenfassung
7. Anhang
7.1. Anhang 1
Diese Arbeit untersucht die Rolle der BIG Four Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bei nichtkapitalmarktorientierten Unternehmen in Deutschland. Ziel ist es, die Marktmacht und das Honorargefüge in diesem bisher wenig erforschten Segment durch eine empirische Analyse von 500 Jahresabschlüssen zu evaluieren und mit bestehenden Erkenntnissen aus dem Bereich kapitalmarktorientierter Unternehmen zu vergleichen.
2.4. Quasirentenansatz nach DeAngelo
Dieser Ansatz geht davon aus, dass die erste Prüfung eines Unternehmens über die Einarbeitung in die Zusammenhänge sowie das Geschäftsumfeld des Auftraggebers für die Prüfgesellschaft mit erhöhten Kosten (sogenannten Start-Up Kosten) verbunden ist. Folgeprüfungen sind durch das bereits erworbene Wissen zum Unternehmen dementsprechend mit geringeren Kosten verbunden. Dadurch besteht für den Prüfer der Erstprüfung ein Kostenvorteil über den Wissensvorsprung gegenüber anderen Prüfern.
Somit wäre der Wechsel des Prüfers für den Auftraggeber nachteilig und der Prüfer kann Honorare verlangen, welche über seinen Kosten für die Folgeprüfung liegen und damit Quasi-Renten erzielen. Für beide Seiten besteht damit ein Anreiz die Geschäftsbeziehung fortzusetzen. Für das Unternehmen bedeutet dies geringere Kosten, für den Prüfer das Erzielen von Quasi-Renten. Aus diesem Grund entsteht ein beidseitiges Drohpotenzial zur Beendigung der Geschäftsbeziehung.
Der Prüfer könnte eine Erhöhung seiner Honorare verlangen, das geprüfte Unternehmen ein Entgegenkommen hinsichtlich des Prüfurteils. Damit entsteht eine Abhängigkeit des Prüfers hinsichtlich der Prüfung. Auf der anderen Seite hat der Prüfer andere Mandate, welche bei einem Zweifel an der Akkuratheit der Prüftätigkeit wiederrum der Prüfgesellschaft ihr Mandat entziehen könnten, was andere Quasi-Renten für den Prüfer in potenzielle Gefahr bringt und damit seine Unabhängigkeit wieder erhöht. Desto mehr Mandate ein Prüfer hat, desto höher ist folglich seine Unabhängigkeit, da die Quasi-Renten aus einer Mandantenbeziehung dadurch immer unbedeutender werden. Somit gilt für die BIG Four, dass durch ihre Größe dem potenziell geprüften Unternehmen eine Unabhängigkeit des Urteils suggeriert wird, was eine wichtige Bedeutung für ihre Stellung im Wirtschaftsprüfungsmarkt hat.
1. Problemstellung: Einleitung in die Relevanz der BIG Four im Prüfungswesen und Definition der Forschungsfelder inklusive der Marktmacht und Honorarstruktur.
2. Rahmenbedingungen für Abschlussprüfungsgesellschaften: Darstellung des rechtlichen Rahmens, der Geschichte der BIG Four und theoretischer Fundierungen wie der Principal-Agent Theorie und des Quasirentenansatzes.
3. Stand der Forschung: Zusammenfassung bisheriger wissenschaftlicher Erkenntnisse zu Marktkonzentration, Honorardeterminanten und Unabhängigkeitsfragen im deutschen Prüfermarkt.
4. Konzeption der empirischen Untersuchung: Beschreibung des methodischen Vorgehens, der Stichprobengenerierung aus der Amadeus Datenbank und der aufgestellten Hypothesen.
5. Ergebnis der Untersuchung: Detaillierte Analyse der Marktkonzentration, Honorardeterminanten mittels Regressionsmodellen und Verifikation der Hypothesen.
6. Thesenförmige Zusammenfassung: Komprimierte Darstellung der wichtigsten Erkenntnisse aus der empirischen Untersuchung.
7. Anhang: Bereitstellung ergänzender Daten und Studienübersichten (Anhang 1).
BIG Four, Wirtschaftsprüfung, Abschlussprüfungshonorare, Marktkonzentration, Nichtkapitalmarktorientierte Unternehmen, Principal-Agent Theorie, Quasirentenansatz, Honorardeterminanten, Prüfungsmarkt, Publizitätspflicht, Deutschland, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, empirische Analyse, Mandate, Prüfungsqualität.
Die Arbeit untersucht die Marktstellung und das Honorarverhalten von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, insbesondere der BIG Four, bei nichtkapitalmarktorientierten Unternehmen in Deutschland.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Marktkonzentration, den Faktoren, die Prüfungshonorare beeinflussen (Determinanten), der Einhaltung von Publizitätsvorschriften und der Unabhängigkeit der Abschlussprüfer.
Das Hauptziel ist es zu klären, ob sich die Marktkonzentration und das Honorarniveau bei nichtkapitalmarktorientierten Unternehmen von den bekannten Mustern bei börsennotierten Unternehmen unterscheiden.
Die Arbeit nutzt deskriptive statistische Auswertungen sowie mathematisch-stochastische Analysen mittels linearer multipler Regression auf Basis von 500 Jahresabschlüssen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, den Stand der Forschung, die methodische Konzeption der Studie sowie die detaillierte empirische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie BIG Four, Abschlussprüfungshonorare, Marktkonzentration, nichtkapitalmarktorientierte Unternehmen und Honorardeterminanten beschreiben.
Der Ansatz dient als theoretische Basis für die Erklärung, warum große Prüfungsgesellschaften durch Wissensvorsprünge aus Folgeprüfungen Abhängigkeiten schaffen und wie die Anzahl der Mandate die Unabhängigkeit der Prüfer beeinflusst.
Die Studie zeigt, dass die Konzentration bei nichtkapitalmarktorientierten Unternehmen mit unter 50% deutlich geringer ist als bei kapitalmarktorientierten Unternehmen, wo sie oft über 80% liegt.
Der geringe Erklärungsgehalt (R-Wert) in den ersten Modellen deutet auf eine hohe Heterogenität der untersuchten Unternehmen hin, was durch die Einbeziehung weiterer Variablen in späteren Modellvariationen verbessert werden musste.
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