Diplomarbeit, 2004
112 Seiten, Note: 2,0
1 Problemstellung
1.1 Einführung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Der Verein und sein Ausbildungsangebot
2.1 Der Verein ChinBeKu e.V.
2.2 Grundlagen der traditionellen chinesischen Heilmethoden
2.2.1 Einführung in die traditionelle chinesische Philosophie und Medizin
2.2.2 Taiji
2.2.3 Qigong
2.2.4 Tuina
2.3 Darstellung des Ausbildungsangebotes
2.4 Marketingrelevante Besonderheiten der Ausbildungen
2.4.1 Grundlagen der Informationsökonomie
2.4.2 Informationsökonomische Eigenschaften der Ausbildungen
2.4.3 Unsicherheit und opportunistisches Verhalten
2.4.4 Signaling als Instrument zum Abbau von Unsicherheiten
3 Die Erhebungsmethode
3.1 Contingent Valuation Method
3.2 Aufbau einer CVM-Studie
3.2.1 Frageformate zur Erhebung von Zahlungsbereitschaften
3.2.2 Methoden zur Präferenzerhebung
3.2.3 Richtlinien für die Durchführung von CVM-Studien
3.3 Mögliche Fehlerquellen einer CVM
3.3.1 Verzerrungen durch die hypothetische Situation
3.3.2 Verzerrungen durch strategisches Verhalten
3.3.3 Verzerrungen durch den Interviewer
3.3.4 Verzerrung durch fehlerhafte Beschreibung
3.4 Kriterien zur Bewertung der Güte einer Studie
3.4.1 Reliabilität
3.4.2 Validität
4 Empirische Studie
4.1 Beschreibung des Fragebogens und der Erhebungsphase
4.1.1 Gestaltung des Fragebogens
4.1.2 Erhebungsphase
4.2 Beschreibung der Stichprobe
4.2.1 Demografische Beschreibung der Stichprobe
4.2.2 Bekanntheit der Heilmethoden
4.2.3 Allgemeines Interesse an einer Ausbildung
4.3 Analyse der Teilnehmer
4.3.1 Vorgehensweise bei der Validierung
4.3.2 Validierung der Teilnehmer
4.3.2 Zusammenfassung der Validierung der Teilnehmer
4.4 Analyse der Interessierten
4.4.1 Gründe für die Ablehnung der Teilnahme
4.4.2 Einflussfaktoren auf die Teilnahme an einer Ausbildung
4.4.3 Validität der geäußerten Zahlungsbereitschaften
4.4.3.1 Face-Validität
4.4.3.2 Interne Validität
4.5 Zahlungsbereitschaft für eine Einführungsveranstaltung
4.6 Theorie-fundierte Marketingempfehlungen
4.6.1 Empfehlungen für das Senden glaubhafter Signale
4.6.2 Einbezug dritter Institutionen
5 Zusammenfassung
6 Anhang
Diese Arbeit führt eine Marktanalyse durch, um das Interesse von Sport- und Medizinstudenten an einem neuen Ausbildungsangebot für traditionelle chinesische Heilmethoden (Taiji, Qigong, Tuina) in Frankfurt zu ermitteln. Das primäre Ziel besteht darin, die potenzielle Teilnehmerzahl sowie die Validität der geäußerten Zahlungsbereitschaft mittels der "Contingent Valuation Method" (CVM) zu bestimmen und darauf aufbauend fundierte Marketingempfehlungen für den Verein ChinBeKu e.V. abzuleiten.
2.4.3 Unsicherheit und opportunistisches Verhalten
Auf einem unvollkommenen Markt verfügen sowohl Anbieter als auch Nachfrager über unvollkommene Informationen bezüglich der künftigen Entwicklung der Umwelt und des Marktes. Die unvollkommenen Informationen bezüglich der Umwelt führen zu exogener Unsicherheit (Ereignisunsicherheit), die unvollkommenen Informationen über den Markt zu endogener Unsicherheit (Marktunsicherheit).
Die Entwicklung der Umwelt kann, im Gegensatz zur endogenen Unsicherheit, von den Marktakteuren nicht beeinflusst werden. Die exogene Unsicherheit kann allenfalls in Grenzen durch bedingte Verträge reduziert werden.
Der zentrale Aspekt der endogenen Unsicherheit ist die so genannte Verhaltensunsicherheit. Diese resultiert aus der asymmetrischen Information zwischen Anbieter und Nachfrager. Beide Seiten kennen die eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Absichten besser als die Gegenseite. Jede Partei verfügt über Informationsvorsprünge hinsichtlich der eigenen Leistungsfähigkeit und des eigenen Leistungswillens. Aufgrund der asymmetrischen Information sind die Teilnehmer dem Risiko ausgesetzt, dass der Verein seine Informationsvorsprünge zu seinen Gunsten ausnutzt. Dieses Verhalten wird mit opportunistischem Verhalten bezeichnet. Gemäß Williamson handelt es sich dabei um „[…] die Verfolgung des Eigeninteresses unter Zuhilfenahme von List.“
Demnach ist auch die Weitergabe von absichtlich verfälschten oder unvollständigen Informationen mit dem Ziel, Vorteile zu erzielen, als opportunistisches Verhalten einzuordnen.
1 Problemstellung: Einführung in das Vorhaben des Vereins ChinBeKu e.V., sein Ausbildungsangebot nach Frankfurt auszuweiten, und Definition der Forschungsfragen.
2 Der Verein und sein Ausbildungsangebot: Vorstellung des Vereins, der theoretischen Grundlagen der chinesischen Heilmethoden sowie der strukturellen Merkmale und informationstheoretischen Besonderheiten der angebotenen Ausbildungen.
3 Die Erhebungsmethode: Detaillierte Darstellung der Contingent Valuation Method, der verschiedenen Frageformate zur Zahlungsbereitschaft und der Gütekriterien für die empirische Datenerhebung.
4 Empirische Studie: Durchführung der Umfrage unter Sport- und Medizinstudenten, Analyse der Validität der Teilnehmer sowie Untersuchung der Zahlungsbereitschaft und Ableitung von Marketingempfehlungen.
5 Zusammenfassung: Synthese der Forschungsergebnisse und abschließende Empfehlung an den Verein hinsichtlich des geplanten Markteintritts in Frankfurt.
6 Anhang: Ergänzende Informationen zu den theoretischen Konzepten (TCM, Yin-Yang, Wandlungsphasen), Details zu den Ausbildungsinhalten sowie die verwendeten Fragebögen und statistischen Testauswertungen.
Marktanalyse, ChinBeKu, Taiji, Qigong, Tuina, Contingent Valuation Method, Zahlungsbereitschaft, Informationsökonomie, Verhaltensunsicherheit, Signaling, Preis-Absatz-Funktion, Validität, Sportstudenten, Medizinstudenten, Dienstleistungsmarketing.
Die Arbeit analysiert das Marktpotenzial für eine geplante Ausbildung in traditionellen chinesischen Heilmethoden (Taiji, Qigong, Tuina) durch den Verein ChinBeKu e.V. am Standort Frankfurt.
Die Arbeit verknüpft informationsökonomische Theorien (wie Signaling und Verhaltensunsicherheit) mit empirischen Methoden der Preisforschung zur Bewertung von Dienstleistungen.
Das Ziel ist es, durch eine direkte Preisbefragung (Contingent Valuation Method) unter Sport- und Medizinstudenten herauszufinden, ob ein Markteintritt in Frankfurt wirtschaftlich sinnvoll ist.
Zum Einsatz kam die Contingent Valuation Method (CVM), ein Verfahren zur monetären Bewertung, bei dem Probanden in einer hypothetischen Marktsituation nach ihrer Zahlungsbereitschaft befragt werden.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der empirischen Erhebung, der Validierung der Teilnehmerzahlen, der Analyse von Ablehnungsgründen sowie der Berechnung einer Preis-Absatz-Funktion.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Marktanalyse, Contingent Valuation Method, Zahlungsbereitschaft, Informationsökonomie, Signaling sowie die spezifischen Heilmethoden Taiji, Qigong und Tuina.
Da die Ausbildung eine Dienstleistung mit hohem Vertrauensanteil ist, müssen Unsicherheiten der Nachfrager durch gezielte Marketingmaßnahmen wie Zertifikate oder Selbstbindungen abgebaut werden.
Aufgrund der geringen Anzahl an zahlungsbereiten Teilnehmern rät der Autor von einer sofortigen Aufnahme der vollständigen Ausbildung ab und empfiehlt stattdessen den Start mit einer Einführungsveranstaltung.
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