Bachelorarbeit, 2016
78 Seiten, Note: 1,2
1 Begriffserteilung
1.1 Demenz
1.2 Gesunde Ernährung
1.3 Besonderheiten der Ernährung
2 Ausgangslage
2.1 Ernährungsverhalten der deutschen Bevölkerung
2.2 Ernährungsbedingte Krankheiten
2.3 Ernährung im Alter
2.4 Ernährung und Demenz
2.5 Mangelernährung und deren Auswirkungen
3 Demenz
3.1 Demenzerkrankungen
3.2 Prävalenz und Inzidenz der Demenzerkrankung in Deutschland
3.3 Risikofaktoren Demenz
4 Qualitätssicherung der Ernährungsversorgung
4.1 Medizinischer Dienst der Krankenkassen (MDK)/ Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS)
4.2 Bundeskonferenz zur Qualitätssicherung im Gesundheits- und Pflegewesen (BUKO-QS)
4.3 Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung (DNQP)
4.4 Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Qualitäts-standard
5 Situation in stationären Pflegeheimen
5.1 Ernährung älterer Menschen in stationären Einrichtungen (ErnSTES) Studie
5.2 `Malnutrition in care home residents with dementia`
5.3 Der erste `NutritionDay` in Pflegeheimen
6 Handlungsempfehlung
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht die ernährungsphysiologischen Herausforderungen bei demenziell erkrankten Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen, analysiert den aktuellen Status der Nährstoffversorgung anhand bestehender Studien und leitet daraus notwendige Handlungsempfehlungen für die Praxis ab, um Mangelernährung zu verhindern und die Lebensqualität zu sichern.
Ernährung und Demenz
Eine ausgewogene Ernährung ist nicht nur für gesunde Menschen wichtig, sondern ebenso für die Gesundheit demenziell erkrankter Menschen. Eine zentrale Aufgabe in der täglichen Betreuung von demenziell Erkrankten ist laut Kolb et al. (2012), eine adäquate Ernährung in den unterschiedlichen Krankheitsstadien sicherzustellen. Während etwa 20 Prozent der Betroffenen durch übermäßiges Essen zunehmen, etwa weil sie denken, noch nicht gegessen zu haben, verlieren laut Albarède et al. (2000) etwa 40 Prozent der leicht bis mittelgradig demenziell erkrankten Menschen an Gewicht. Die Ursachen für den Gewichtsverlust sowie die damit einhergehende Mangelernährung sind vielfältig und bis heute nicht eindeutig geklärt laut Kolb et al. (2012). Klinische Studien lassen jedoch auf ein multifaktorielles Geschehen schließen (siehe Abbildung 2).
Zu Beginn von Demenz führen die Erkrankten oftmals noch ein relativ selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung. Dennoch lassen sich beim Einkaufen erste Probleme erkennen, sodass diese kaum frische Lebensmittel kaufen und die vorhandenen Lebensmittel teilweise bereits ungenießbar sind. Dies führt laut Sieber und Wirth (2011) zu einer einseitigen und unzureichenden Ernährung.
1 Begriffserteilung: Definition zentraler Begriffe wie Demenz und gesunde Ernährung als Basis für das Verständnis der Arbeit.
2 Ausgangslage: Darstellung des aktuellen Ernährungsverhaltens in Deutschland, krankheitsbedingter Auswirkungen sowie der Bedürfnisse älterer Menschen.
3 Demenz: Erläuterung des Krankheitsbildes, der Stadien, Prävalenzraten in Deutschland sowie relevanter Risikofaktoren.
4 Qualitätssicherung der Ernährungsversorgung: Analyse der Rollen und Standards von MDK/MDS, BUKO-QS, DNQP und DGE in der stationären Versorgung.
5 Situation in stationären Pflegeheimen: Auswertung wissenschaftlicher Studien (ErnSTES, NutritionDay) zur Ernährungssituation und den Mangelernährungsrisiken bei Demenzpatienten.
6 Handlungsempfehlung: Konkrete Maßnahmenkataloge für Einrichtungsträger, Pflegepersonal, Küchenmitarbeiter und Servicekräfte zur Optimierung der Ernährungsversorgung.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion des dringenden Handlungsbedarfs bei der Ernährungssicherung in Pflegeheimen.
Demenz, Mangelernährung, stationäre Pflege, Ernährungsversorgung, Gewichtsverlust, Qualitätssicherung, Ernährung im Alter, Nährstoffaufnahme, DGE-Standard, Pflegeeinrichtung, Essverhalten, Ernährungstherapie, Malnutrition, ErnSTES-Studie, NutritionDay.
Die Arbeit untersucht, wie die Ernährung von demenziell erkrankten Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen verbessert werden kann, um Mangelernährung vorzubeugen.
Die Arbeit verbindet die medizinische Perspektive des Krankheitsbildes Demenz mit ernährungswissenschaftlichen Grundlagen und den institutionellen Rahmenbedingungen der Qualitätssicherung in der Pflege.
Das Hauptziel besteht darin, den aktuellen Ernährungsstatus von Heimbewohnern mit Demenz kritisch zu beleuchten und daraus praxisnahe Empfehlungen für verschiedene Berufsgruppen in der Pflege abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Literaturanalyse relevanter Fachliteratur, Studien und Richtlinien sowie der Auswertung von Daten zur Versorgungssituation.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Begriffen, die Darstellung der Ausgangslage, die Analyse der Qualitätssicherungsinstrumente sowie die Auswertung empirischer Studien zur Ernährungssituation.
Besonders prägend sind Begriffe wie Mangelernährung, stationäre Pflege, Demenz, Ernährungssicherung und Qualitätssicherung.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) liefert die wissenschaftlichen Standards für eine ausgewogene Ernährung, deren Umsetzung in stationären Einrichtungen ein zentrales Kriterium für die Qualitätssicherung darstellt.
Das NutritionDay-Projekt dient als wichtiges Fallbeispiel, um die Zusammenhänge zwischen Ernährungszustand und medizinischem Outcome bei Heimbewohnern empirisch zu belegen.
Neben physiologischen Veränderungen (Apraxie, Dysphagie) spielen psychische Faktoren, veränderte Wahrnehmung und der erhöhte Energiebedarf durch motorische Unruhe eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Mangelernährung.
Das Personal fungiert als entscheidender Multiplikator; die Autorin betont, dass eine umfassende Schulung und das Verständnis für die Essbiografie der Bewohner die Kernvoraussetzungen für eine erfolgreiche Ernährungstherapie sind.
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