Diplomarbeit, 2003
106 Seiten, Note: 1,8
1. EINLEITUNG
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Problemstellung
1.3 Abgrenzung
1.4 Ziel der Untersuchung
1.5 Gang der Untersuchung
2. GRUNDLAGEN DER PERSONALFREISTELLUNG
2.1 Ursachen der Personalfreistellung
2.1.1 Unternehmensinterne Ursachen
2.1.2 Unternehmensexterne Ursachen
2.2 Arten der Personalfreistellung
2.2.1 Interne Personalfreistellung
2.2.2 Externe Personalfreistellung
2.3 Ergebnis
3. OUTPLACEMENT: EINE KRITISCHE WÜRDIGUNG
3.1 Grundgedanke und Begriffsbestimmung von Outplacement
3.2 Kurzdarstellung der Phasen einer Outplacement-Beratung
3.3 Outplacement vor historischem Hintergrund
3.4 Outplacement heute in Deutschland
3.5 Nutzenanalyse für Arbeitnehmer und Arbeitgeber
3.5.1 Nutzen für den freigestellten Arbeitnehmer ?
3.5.2 Nutzen für den freistellenden Arbeitgeber ?
3.6 Beurteilung von Outplacement
3.6.1 Contra Outplacement
3.6.2 Pro Outplacement
3.6.3 Ergebnis
4. KONKRETE GESTALTUNGSEMPFEHLUNGEN ZUR TRENNUNG VON INDIVIDUUM UND ORGANISATION IM RAHMEN DER OUTPLACEMENT- BERATUNG
4.1 Arbeitgeberbezogene Empfehlungen
4.1.1 Die Outplacement-Beratung als ein selbstverständliches Instrument der Personalfreistellung
4.1.1.1 Einrichtung eines betriebsinternen Beratungs-Büros
4.1.1.2 Organisatorisch zweckmäßiger Beginn der Beratung
4.1.2 Arbeitszeitflexibilisierung für den betroffenen Mitarbeiter
4.1.3 Effiziente Beratung des unmittelbar Vorgesetzten
4.1.4 Abfindung oder Outplacement ?
4.1.4.1 Eine beispielhafte Kosten-Nutzen-Rechnung
4.1.4.2 Ergebnis
4.1.5 Vorschlag für eine sinnvolle Gestaltung eines Outplacement-Vertrages
4.1.6 Outplacement bereits als Bestandteil des Arbeitsvertrages ?
4.1.7 Outplacement als interne Lösung ?
4.2 Rechtliche Empfehlungen
4.2.1 Förderungsmaßnahmen für Outplacement
4.2.1.1 Förderung durch den Staat nach §§ 254 ff. SGB
4.2.1.2 Förderung durch die Europäische Union (EU)
4.2.2 Zuständigkeit des Betriebsrates nach § 80 BetrVG
4.2.2.1 Personalplanung nach § 92 BetrVG
4.2.2.2 Mitbestimmung nach § 87 BetrVG
4.3 Beraterbezogene Empfehlungen
4.3.1 Profil eines Outplacement-Beraters
4.3.2 Leistungspflichten eines Outplacement-Beraters
4.3.3 Nebenpflichten eines Outplacement-Beraters
4.3.4 Besuch bei einem Outplacement-Berater: Struktur eines Outplacement-Beratungsunternehmens am Beispiel der SKP Dr. Stoebe, Kern & Partner Unternehmensberatung AG
5. EIN KRITISCHER VERGLEICH: OUTPLACEMENT UND HEADHUNTING
5.1 Pro Angebot beider Dienstleistungen
5.2 Contra Angebot beider Dienstleistungen
5.3 Ergebnis
6. SCHLUSSTEIL
6.1 Ergebnis
6.2 Kritische Betrachtung der ausgeführten Ansätze und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die kritische Würdigung des Outplacement-Konzeptes als modernes Instrument der Personalfreistellung sowie die Entwicklung konkreter Gestaltungsempfehlungen für den Trennungsprozess. Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch eine professionelle Trennungsberatung den Abbau von Mitarbeitern sozialverträglicher und konfliktfreier gestalten können, um so eine "Win-Win-Situation" für Unternehmen und Individuum zu schaffen.
Die Notwendigkeit einer professionellen Trennungskultur
Kurzum: Wenn das Klima rau wird, sollten Unternehmen bei den Mitarbeitern (im Sinne von Neuberger: der Mitarbeiter als Subjekt) Format beweisen, auch wenn sie Arbeitsplätze abbauen müssen. Auch Reinhard Sprenger stellte bereits 1992 in seinem Buch Mythos Motivation fest: „Das häufigste Vergehen im Wirtschaftsleben ist die fundamentale Missachtung der Menschenwürde.“
Im anglo-amerikanischen Raum wird schon seit einigen Jahren unter dem Namen „Outplacement“ - auch New Placement, Executive Placement genannt - die Trennung von der Organisation und ihre umfangreichen und tief greifenden Konsequenzen für die Beteiligten erforscht und behandelt. In Deutschland ist der Begriff Outplacement als Instrument der Personalfreistellung noch ziemlich unbekannt, und allmählich nehmen die hierzulande bekannten Personalberatungen diese „Trennungsberatung“ in ihr Sortiment auf. Wie bereits oben erwähnt, ist die deutsche Literatur zu diesem Thema qualitativ und quantitativ nur unzureichend ausgestattet. Zwar wurde in den bekannten Personallehrbüchern und -fachzeitschriften in den letzten Jahren und gerade in den letzten Monaten eine große Anzahl an Aufsätzen und Erfahrungsberichten über das Thema Outplacement veröffentlicht. Jedoch fallen die in der genannten Fachliteratur veröffentlichten Publikationen überwiegend unkritisch aus, da sie i. d. R. von Outplacement-Beratern selbst verfasst sind, um sich somit von der Konkurrenz werbewirksam abzusetzen bzw. Eigenwerbung zu betreiben. Durchaus existieren auch kritischere Beiträge zum Thema Outplacement, dies ist jedoch eher selten. Überdies gehen diese Beiträge über die Fragen „Was?“, „Warum?“, „Wo?“ oder „Wann?“ nie hinaus. Die Frage „Wie?“ bleibt stets unbeantwortet.
1. EINLEITUNG: Einleitung in die aktuelle wirtschaftliche Situation mit Fokus auf zunehmenden Stellenabbau und die Relevanz der Personalfreistellung.
2. GRUNDLAGEN DER PERSONALFREISTELLUNG: Darstellung theoretischer Hintergründe sowie intern und extern bedingter Ursachen der Personalfreistellung.
3. OUTPLACEMENT: EINE KRITISCHE WÜRDIGUNG: Eingehende Analyse des Outplacement-Konzepts, dessen Nutzen und historischer Entwicklung in Deutschland.
4. KONKRETE GESTALTUNGSEMPFEHLUNGEN ZUR TRENNUNG VON INDIVIDUUM UND ORGANISATION IM RAHMEN DER OUTPLACEMENT- BERATUNG: Praktische Handlungsanweisungen für Arbeitgeber, rechtliche Rahmenbedingungen und Anforderungen an Outplacement-Berater.
5. EIN KRITISCHER VERGLEICH: OUTPLACEMENT UND HEADHUNTING: Kritische Untersuchung der Problematik, ob ein Berater gleichzeitig Outplacement- und Headhunting-Dienstleistungen anbieten kann.
6. SCHLUSSTEIL: Zusammenfassende Ergebnisse der Untersuchung sowie ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Bedeutung der Trennungskultur.
Personalfreistellung, Outplacement, Trennungsmanagement, Personalberatung, Arbeitsmarkt, Sozialverträglichkeit, Kündigung, Beratungshonorar, Headhunting, Interessenkonflikt, Arbeitsrecht, Unternehmensimage, Personalfunktionen, Karriere, Beschäftigungssicherung.
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Würdigung und praktischen Gestaltung des Outplacement-Prozesses als Instrument des Personalabbaus in deutschen Unternehmen.
Zentral sind die Ursachen der Personalfreistellung, die theoretische und praktische Einordnung von Outplacement sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und die professionelle Gestaltung von Trennungsprozessen.
Das Ziel ist es, durch die Analyse der Defizite in Literatur und Praxis, konkrete Handlungsempfehlungen für einen sozialverträglichen und konfliktfreien Personalabbau zu erarbeiten.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, eine Einbeziehung aktueller Studien sowie auf eigene praxisorientierte Erkenntnisse aus dem berufspraktischen Semester.
Im Hauptteil werden die Grundlagen der Personalfreistellung, eine kritische Würdigung des Outplacement-Konzepts, konkrete Gestaltungsempfehlungen sowie ein Vergleich zwischen Outplacement und Headhunting analysiert.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Personalfreistellung, Outplacement, Trennungsmanagement, Personalberatung, Sozialverträglichkeit und Interessenkonflikte.
Aufgrund von Skepsis gegenüber Beratungsdienstleistungen, der traditionellen materiellen Absicherung durch Abfindungen und eines Mangels an qualifizierter Literatur bzw. Standards in diesem Bereich.
Nein, die Arbeit zeigt auf, dass dies zwangsläufig zu Interessenkonflikten führt, die das Vertrauensverhältnis zum Klienten und zum Auftraggeber massiv gefährden.
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