Bachelorarbeit, 2013
66 Seiten, Note: 3.0
1. Einleitung
2. Rehabilitation als gesellschaftliche Aufgabe
2.1 Entwicklung des Rehabilitationswesens in Deutschland
2.2 Rente mit 67 als Folge des demografischen Wandels und die Rolle der Rehabilitation
2.2.1 Deutschlands demografische Entwicklung bis 2060
2.2.2 Die gesellschaftliche Ebene des Erlebens von Alter
2.2.3 Rente mit 67
2.2.4 Rehabilitation als Gesellschaftliche Aufgabe
2.3 Leistungsträger für Rehabilitation und Teilhabe
2.3.4 Die gesetzliche Rentenversicherung
2.3.5 Die gesetzliche Krankenversicherung
2.3.6 Die gesetzliche Unfallversicherung
2.3.7 Die Bundesagentur für Arbeit
2.4 Medizinische Rehabilitation
2.5 Berufliche Rehabilitation
2.6 Arbeits- und berufsbezogene Orientierung in der medizinischen Rehabilitation
3. MBOR - Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation - im Kontext der Bedürfnisse der „Golden Ager“
3.1 Klassischer Reha-Ablauf – innovatives MBOR-Konzept
3.1.1 Erfassung und Beschreibung arbeits- und berufsbezogener Problemlagen
3.1.1.1 Erwerbsarbeit als Ressource und als Risiko in einer sich wandelnden Arbeits- und Berufswelt
3.1.1.2 Die „Goldene Weisheit“ - Lebensalter und kognitive Belastbarkeit
3.1.1.3 Die „Golden Ager“ im Beruf
3.1.1.4 Verfahren zur Ermittlung von arbeits- und berufsbezogenen Problemlagen
3.1.2 Durchführung arbeits- und berufsbezogener Maßnahmen
3.1.3 Motivation als entscheidendes Erfolgskriterium
3.1.4 Die besondere Problemlage der Arbeitslosigkeit
4. MBOR als „Golden-Age“-gerechtes Konzept?“
4.1 Umsetzung und bisheriger Eingliederungserfolg
4.2 Voraussetzungen für die Teilhabe der „Golden Ager“ am Arbeitsmarkt
4.3 Medizinisch-rehabilitative Orientierung im Beruf
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Konzept der Medizinisch-Beruflich Orientierten Rehabilitation (MBOR) vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in Deutschland. Ziel ist es, die Eignung und Wirksamkeit dieses innovativen Rehabilitationsansatzes für die wachsende Gruppe älterer Erwerbstätiger (über 50-Jährige, sogenannte „Golden Ager“) kritisch zu bewerten und Verbesserungspotenziale für eine nachhaltige berufliche Wiedereingliederung aufzuzeigen.
3.1.1.3 Die „Golden Ager“ im Beruf
Übertragen auf die Anforderungen in der Berufswelt bedeutet all dies, dass im Zuge des beschleunigten technischen Wandels, der sich an den meisten Arbeitsplätzen zeigt, wo immer häufiger Geräte, Programme gewechselt und Verhaltensroutinen aufgegeben werden müssen, gerade dies für ältere Personen zu einem Problem werden kann. Die Leistungsfähigkeit sinkt mit dem Alter in jenen Berufen, die unter enormen Zeitdruck eine komplexe Informationsverarbeitung erfordern. Als relativ gesichert gelte ebenso die Tatsache des Rückgangs der körperlichen Belastbarkeit. Berufliche Leistungsfähigkeit und Lebensalter bei Personen, die im Rahmen körperlicher Arbeit schwer belastet werden, ist überdies deutlich negativer, während man bei Berufsgruppen, die auf den Gebieten der beispielsweise Geisteswissenschaften oder der Lebensberatung tätig sind, sogar eine positive Korrelation verzeichnen kann. Die Leistungsfähigkeit steigt sogar im Alter dort, wo diese auf erfahrungsgebundenem Wissen und einer Routine der Tätigkeitsabläufe beruht (vgl. Rosenstiel, 2009, S. 46-47).
Die „goldene Generation“ zeigt in Studien höhere Zufriedenheitswerte sowie höhere Arbeitszufriedenheitswerte. Für sie erscheine all das weniger erstrebenswert, was längerfristig in die Zukunft verweist, wie z. B. Aufstiegsmöglichkeiten, Karriereplanung oder Weiterbildung. Die relative Bedeutung emotional basierter Bedürfnisse und Ziele, die im Hier und Jetzt liegen, würden dagegen zunehmen. Der Zukunftsaspekt des „Morgens“ sinke ab. Das Geld erhält eine viel geringere Bedeutungseinstufung als zum Beispiel die Arbeit selbst. Ältere würden eine höhere intrinsische Arbeitsmotivation aufweisen, so dass der Karriereplanung weniger Zeit und Energie gewidmet werden würde. Wünsche nach Lernen, Aufgabenvielfalt, Feedback und Weiterbildung gehen zurück. Dagegen steigen im Alter Wünsche nach Freude, einem guten Arbeitsklima und Autonomie beim Handeln an. Dies gilt auch für die „Generativität“ – die Förderung anderer. Die „Generation 50plus“ weist eine starke Bereitschaft auf, Mentoren-Rollen zu übernehmen und eigenen „Nachwuchs“ in angemessene Positionen zu bringen (vgl. ebd, S. 48-49).
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet das innovative Konzept der MBOR als Antwort auf den demografischen Wandel und die alternde Erwerbsbevölkerung.
2. Rehabilitation als gesellschaftliche Aufgabe: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung des Rehabilitationswesens, die Bedeutung der „Rente mit 67“ und die Rolle der verschiedenen Leistungsträger im deutschen Sozialstaat.
3. MBOR - Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation - im Kontext der Bedürfnisse der „Golden Ager“: Das Kapitel beschreibt den innovativen Behandlungsprozess der MBOR, die Diagnose beruflicher Problemlagen und die spezifischen Herausforderungen für Arbeitnehmer ab 50 Jahren.
4. MBOR als „Golden-Age“-gerechtes Konzept?“: Hier wird kritisch hinterfragt, ob bestehende MBOR-Konzepte bereits explizit auf die Bedürfnisse älterer Arbeitnehmer ausgerichtet sind und welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilhabe am Arbeitsmarkt nötig sind.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit einer generationsspezifischen Anpassung der MBOR und betont die Bedeutung einer verbesserten Kooperation zwischen Rehabilitationskliniken und Betrieben.
Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation, MBOR, Golden Ager, Generation 50plus, demografischer Wandel, berufliche Rehabilitation, Erwerbsfähigkeit, Rentenversicherung, Wiedereingliederung, Arbeitsmarkt, psychische Belastung, Betriebliches Eingliederungsmanagement, BEM, Motivation, Altersstereotype.
Die Arbeit untersucht, wie das Konzept der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR) dazu beitragen kann, die Erwerbsfähigkeit älterer Arbeitnehmer (sogenannte „Golden Ager“) zu sichern und wiederherzustellen.
Zentral sind der demografische Wandel in Deutschland, die Anforderungen an ein modernes Rehabilitationswesen sowie die Integration und Leistungsfähigkeit älterer Erwerbstätiger.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob die MBOR ein geeignetes und ausreichend auf die Bedürfnisse der Generation 50plus abgestimmtes Instrument ist, um das sogenannte „Rentenproblem“ aktiv anzugehen.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse der vorhandenen Fachliteratur, Forschungsberichte, gesetzlicher Rahmenbedingungen und praxisorientierter Konzepte der Rehabilitationsmedizin.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des MBOR-Konzepts (Diagnostik, Durchführung, Motivation) sowie eine kritische Bewertung seiner Anwendbarkeit als „Golden-Age“-gerechtes Konzept.
MBOR, Golden Ager, Demografischer Wandel, berufliche Rehabilitation, Erwerbsfähigkeit und Wiedereingliederung sind die zentralen Begriffe.
Die Autorin bezeichnet damit die Generation der über 50-Jährigen, die aufgrund des demografischen Wandels zukünftig eine zentrale Rolle im Erwerbsleben spielen werden.
Ohne eine aktive Therapiemotivation, sich auch mit dem Thema Erwerbsleben auseinanderzusetzen, ist der langfristige Erfolg einer beruflichen Wiedereingliederung laut der Arbeit kaum zu erreichen.
Betriebe sind essenzielle Kooperationspartner. Eine erfolgreiche MBOR erfordert einen engen Austausch zwischen Kliniken und Arbeitgebern, um die arbeitsplatzspezifischen Anforderungen und Belastungen besser zu verstehen.
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