Bachelorarbeit, 2014
43 Seiten
1. Einleitung
2. Region
2.1 Ökonomie
2.2 Ökologie
3. Konflikt
3.1 Konfliktgegenstände
3.1.1 Politische Situation
3.1.2 Ethnische und religiöse Konflikte
3.1.3 Wasser und Energie
3.2 Konfliktklassifikation
4. Konfliktlösung
4.1 Aral Sea Basin Program (ASBP)
4.2 Transboundary Water Management in Central Asia Programme
5. Conclusio
Die vorliegende Arbeit untersucht die Lösungsansätze für den Wasserkonflikt in Zentralasien, indem sie das Potenzial von Mikro-Level-Ansätzen im Vergleich zu Makro-Level-Verträgen bewertet. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob kleinräumige, praxisorientierte Programme wie das "Transboundary Water Management in Central Asia Programme" besser geeignet sind, um Stabilität und Kooperation zu fördern, als groß angelegte internationale Verträge.
3.1.1 Politische Situation
Die wohl mit Abstand gravierendste Änderung erfuhr die Region mit Ende der Sowjetunion und der Unabhängigkeit der fünf Staaten. Mit diesem Zeitpunkt beginnt ihre Interaktion untereinander, aber auch mit außerregionalen Akteuren. Die Grenzziehung der Staaten ist noch sowjetisch geprägt, künstlich geplant und folgt keinen gewachsenen Strukturen. Die Unabhängigkeit traf die Staaten unvorbereitet und wurde auch nicht aufgrund revolutionärer oder staatsbildender Prozesse durchgeführt, sondern war lediglich dem Zerfall der Sowjetunion geschuldet. (Krumm, 2007 S. 3) (Peimani, 2009 S. 4) (Cummings, 2012 S. 57 f.)
Die Einführung der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) konnte, wie in den meisten anderen Mitgliedsstaaten auch in den fünf zentralasiatischen nicht verhindern, dass ein Prozess mit politischen, ökonomischen, sozialen und menschenrechtlichen Problemen einsetzte. Im Hintergrund standen dabei immer rückläufige Wirtschaftszahlen, die jedoch unterschiedliche Auswirkungen auf jeden einzelnen Staat hatte. (Peimani, 2009 S. 3)
Einig sind sich Peimani und Krumm, dass Usbekistan und Turkmenistan es schafften weitestgehend die sowjetischen Systeme ihrer politischen Systeme beizubehalten. Peimani stellt diese Diagnose ebenfalls für Kasachstan, während Krumm Kasachstan neben Kirgistan den erfolgreichsten Reformprozess zugesteht. (Krumm, 2007 S. 4) (Peimani, 2009 S. 4) Einigkeit herrscht über die besondere Rolle Tadschikistans, das bis heute durch den Bürgerkrieg von 1992 bis 1997 politisch und die lange Stationierung russischer Truppen maßgeblich geprägt ist. (Cummings, 2012 S. 58, 87-89) (Peimani, 2009 S. 4) (Krumm, 2007 S. 3-4)
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Wasserkonflikts in Zentralasien ein, beleuchtet die Rolle von Macht und Ressourcen und stellt die zentrale Fragestellung der Arbeit vor.
2. Region: Dieses Kapitel definiert Zentralasien geografisch und ökonomisch, wobei die Abhängigkeit von Wasser für die Landwirtschaft und die Rohstoffförderung hervorgehoben wird.
3. Konflikt: Hier werden die Ursachen des Konflikts, inklusive der politischen Situation, ethnischer Spannungen und des Wasser-Energie-Nexus, analysiert und theoretisch klassifiziert.
4. Konfliktlösung: Dieses Kapitel evaluiert zwei spezifische Programme, das Aral Sea Basin Program (ASBP) und das GIZ-Programm, im Hinblick auf ihre Wirksamkeit bei der Konfliktprävention.
5. Conclusio: Die Conclusio fasst die Ergebnisse zusammen und prognostiziert, dass lokale Kooperationsansätze langfristig bessere Chancen auf Stabilität bieten als isolierte politische Initiativen.
Zentralasien, Wasserkonflikt, Konfliktlösung, Energiepolitik, Aralsee, Transboundary Water Management, Mikro-Level, Makro-Level, GIZ, Ressourcensicherheit, politische Transformation, Kooperation, Konfliktklassifikation, BAR-Skala, Infrastruktur.
Die Arbeit analysiert das Konfliktpotenzial rund um die Wasserressourcen in Zentralasien und evaluiert, welche Strategien (Makro-Verträge versus Mikro-Level-Projekte) am besten geeignet sind, um diese Konflikte dauerhaft beizulegen.
Die zentralen Themen umfassen die ökonomische und ökologische Lage der Region, die Rolle von Energie und Wasser, die Auswirkungen historischer Grenzziehungen sowie die Analyse bestehender internationaler und lokaler Lösungsansätze.
Das primäre Ziel ist zu untersuchen, ob kleinräumige, infrastrukturorientierte Projekte auf Mikro-Ebene eine effektivere Methode zur Konfliktlösung und Prävention darstellen als großangelegte, oft intransparente Staatsverträge auf Makro-Ebene.
Die Arbeit nutzt die politikwissenschaftliche Konfliktklassifikation nach der BAR-Skala (Basins at Risk), um das Kooperations- bzw. Deflektv-Verhalten der Anrainerstaaten anhand verschiedener Indikatoren objektiv einzuordnen und zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der regionalen Konfliktgegenstände (Politik, Ethnien, Energie) und eine detaillierte Evaluation des Aral Sea Basin Programms sowie des von der GIZ implementierten Programms zur grenzüberschreitenden Wasserbewirtschaftung.
Zentralasien, Wassermanagement, Konflikttransformation, regionale Kooperation, Energieversorgung und nachhaltige Infrastrukturentwicklung.
Die sowjetische Ära hinterließ eine künstliche Grenzziehung und ein Infrastruktursystem, das auf zentralistischer Steuerung basierte; mit dem Zerfall der Sowjetunion brach dieses Austauschsystem zusammen, was die Staaten in ein Kompetenzvakuum stürzte.
Das Projekt ist ein zentraler Zankapfel, da es die Spannungen zwischen Tadschikistan und Usbekistan verdeutlicht und als Symbol für den Versuch dient, durch Großprojekte Einfluss in der Region zu gewinnen, was zu Misstrauen bei den Unteranrainern führt.
Die GIZ-Projekte erweisen sich als erfolgreich, da sie auf Mikro-Ebene durch datengestützte Arbeit und Personalausbildung Vertrauen zwischen den Staaten schaffen und somit eine bessere Basis für regionale Kooperationsprozesse bieten als Makro-Strukturen.
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