Bachelorarbeit, 2015
67 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Fragestellung und Forschungshypothese
1.2 Das Politikfeld „Kommunaler Klimaschutz“
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Parteiendifferenzhypothese
2.2 Forschungsstand
2.3 Forschungsdesign und Fallauswahl
2.4 Vorgehen
3 Querschnittsvergleich
3.1 Darmstadt
3.1.1 Rahmenbedingungen
3.1.2 Klimaschutzaktivitäten bis 2011
3.1.3 Grünes Wahlprogramm und Koalitionsvertrag von 2011
3.1.4 Klimaschutzkonzept von 2013
3.1.5 Aktuelle Klimaschutzaktivitäten
3.1.6 Bewertung
3.2 Heidelberg
3.2.1 Rahmenbedingungen
3.2.2 Klimapolitische Positionen des Bürgermeisters
3.2.3 Klimaschutzaktivitäten
3.2.4 Bewertung
3.3 Auswertung
4 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht unter Anwendung der Parteiendifferenzhypothese, ob Kommunen unter grüner Führung eine engagiertere Klimaschutzpolitik verfolgen als vergleichbare Kommunen ohne grüne Führung. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der Policy-Umsetzung und der Rolle parteipolitischer Färbungen auf kommunaler Ebene.
1.2 Das Politikfeld „Kommunaler Klimaschutz“
Obwohl insbesondere die internationale politische Diskussion und Handlungsformulierung Interpretationsdifferenzen über die Wirkzusammenhänge menschlich bedingter Treibhausgasemissionen und der Klimaerwärmung erkennen lassen, herrscht auf wissenschaftlicher Ebene dazu weitgehend Konsens (vgl. u.a. Doran / Zimmerman 2009). Das in diesem Zusammenhang führende Gremium, das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), benennt in seinen sog. Sachstandsberichten regelmäßig die Unumkehrbarkeit der bereits eingetretenen Erderwärmung sowie die dringend erforderlichen Maßnahmen in Bezug auf die Reduktion der Emission von Treibhausgasen um die weitere Erwärmung nicht über zwei Grad Celsius steigen zu lassen (ohne weitere Reduktion kann die Erwärmung bis zum Jahr 2100 4 Grad und mehr annehmen).
Im aktuellen 5. Sachstandsbericht wird dazu eine erforderliche Reduktion von 40-70% bis zum Jahr 2050 (mit einem Bezug auf das Jahr 2010) angegeben und eine vollständige Einstellung der Emissionen bis zum Ende des Jahrhunderts (IPCC 2014, S. 20). Die Folgen eines Anstieges über diese Grenze hinaus werden dramatisch beschrieben: Anstieg des Meeresspiegels mit der Vernichtung des Lebensraumes für viele Millionen Menschen, dadurch und durch weitere klimabedingte Naturkatastrophen ausgelöste riesige Migrationsströme und kriegerische Auseinandersetzungen um Ressourcen wie Wasser und Nahrung, unermessliches menschliches Leid und ebensolche wirtschaftliche Schäden. Auf Basis dieser Erkenntnisse ist die Begrenzung der Erderwärmung eine der dringlichsten, wenn nicht die politische Herausforderung unserer Tage schlechthin.
1 Einleitung: Einführung in die Fragestellung zur Parteiendifferenz bei Klimaschutzmaßnahmen auf kommunaler Ebene anhand des Beispiels Darmstadt.
2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Parteiendifferenzhypothese und deren Übertragbarkeit auf das politikwissenschaftliche Setting der Arbeit.
3 Querschnittsvergleich: Detaillierte Analyse und Bewertung der Klimaschutzaktivitäten in Darmstadt und Heidelberg sowie abschließende Auswertung der Ergebnisse.
4 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse, die eine Parteiendifferenz im untersuchten Fall nicht bestätigen konnten, sowie Anregungen für zukünftige Forschungen.
Kommunaler Klimaschutz, Parteiendifferenzhypothese, Darmstadt, Heidelberg, grüne Politik, Policy-Output, Klimaschutzkonzept, Energiewende, Nachhaltigkeit, lokale Klimapolitik, Oberbürgermeister, Verwaltungsstudie, Emissionsminderung.
Die Arbeit untersucht, ob eine Stadt unter grüner Führung eine ambitioniertere Klimaschutzpolitik betreibt als eine vergleichbare Stadt ohne grüne Führung, basierend auf der Parteiendifferenzhypothese.
Die zentralen Themen sind kommunaler Klimaschutz, parteipolitische Einflussnahme auf lokale Politik, strategische Klimaschutzkonzepte und der Vergleich kommunaler Verwaltungen.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Do parties matter? – Machen grüne Kommunen eine besonders engagierte Klimaschutzpolitik?“
Es wird eine vergleichende Fallstudie (Querschnittsvergleich) nach dem „Most Similar Cases Design“ angewendet.
Der Hauptteil analysiert die Rahmenbedingungen, die Klimaschutzhistorie und die aktuellen Aktivitäten der Städte Darmstadt und Heidelberg im Detail.
Wichtige Schlüsselwörter sind kommunaler Klimaschutz, Parteiendifferenzhypothese, Darmstadt, Heidelberg, Klimaschutzkonzept und politische Steuerung.
Darmstadt wurde gewählt, da die Grünen hier seit 2011 in einer starken Machtposition mit einem grünen Oberbürgermeister regieren, was idealtypische Bedingungen für die Prüfung der Hypothese bietet.
Entgegen der Hypothese zeigt die Analyse, dass Darmstadt trotz grüner Führung weniger engagiert agiert als die Vergleichsstadt Heidelberg unter einem parteilosen Oberbürgermeister.
Der Text deutet an, dass der grüne Lagerkonflikt zwischen eher ökologisch orientierten "Fundis" und den in Darmstadt dominierenden "Realos" die klimapolitische Agenda beeinflussen könnte.
Der Text stellt fest, dass der Begriff von politischen Akteuren zwar gerne verwendet wird, aber inhaltlich weitgehend undefiniert bleibt.
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