Bachelorarbeit, 2015
114 Seiten
1. Ausgangssituation
1.1 Das Krankheitsbild Demenz
1.1.1 Formen der Demenz
1.1.2 Symptome der Demenz
1.1.3 Epidemiologie der Demenz
1.2 Ethische Aspekte
1.2.1 Autonomie und Fürsorge des Patienten
1.2.2 Werteverschiebung und instrumentelle Handlungslogik
1.2.3 Selbstbestimmung ermöglichen
2. Der demente Patient im Krankenhaus
2.1 Die Krankenhauseinweisung
2.3 Besonderheiten bei der Pflege Demenzkranker im Krankenhaus
2.3.1 Besonderheiten der Ernährung dementer Patienten
2.3.2 Schmerzen
2.3.3 Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten dementer Patienten
2.3.4 Das Delir
2.3.5 Gewalt in der Pflege
2.4 Die Rolle der Angehörigen
2.4.1 Rooming-In
2.4.2 Der Trauerprozess der Angehörigen
2.5 Demenzsensible Konzepte im Krankenhaus
2.6 Unterstützung im Krankenhausalltag durch Demenzbegleiter
2.7 Die Entlassung aus dem Krankenhaus
3. Die Behandlung dementer Patienten aus ökonomischer Sicht
3.1 Herausforderungen der demografischen und gesellschaftlichen Entwicklung
3.2 Entwicklung der Krankenhausbehandlungen heute und in Zukunft
3.3 Grundlagen der Kostenmessung im Krankenhaus
3.4 DRG (Diagnosis Releated Groups)
3.5 Auswirkungen der DRG´s und betriebswirtschaftlichen Interessen auf den dementen Patienten
3.6 Strukturelle und finanzielle Barrieren demenzsensibler Konzepte im Krankenhaus
3.7 Die Notwendigkeit der Ökonomie im Krankenhaus aus ethischer Sicht
4. Internationale Handlungsempfehlungen zur Versorgung dementer Patienten – angelehnt an Finnland, Kanada und Australien
4.1 Versorgungsstrukturen dementer Patienten in australischen Krankenhäusern
4.2 Handlungsempfehlungen zur Versorgung alter und dementer Patienten in ländlichen Regionen, angelehnt an Erfahrungen aus Finnland und Kanada
5. Fazit
6. Diskussion
Die Arbeit untersucht die komplexen Herausforderungen bei der Versorgung dementer Patienten im Akutkrankenhaus. Dabei wird analysiert, wie ethische Anforderungen, pflegerische Notwendigkeiten und ökonomische Rahmenbedingungen in einem Spannungsfeld stehen und welche Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Versorgungssituation beitragen können.
1. Ausgangssituation
Eine Krankenhauseinweisung bedeutet für den Patienten eine belastende Situation, in welcher der persönliche Lebensrhythmus verändert wird. Menschen, mit einer ungestörten kognitiven Leistungsfähigkeit können sich an die Gegebenheiten wie beispielsweise der Notwendigkeit einer Behandlung, zeitliche Abläufe, Aufenthaltsdauer, ungewohnte soziale „Machtverhältnisse“ oder Ängste meist gut anpassen. Deutlich schwieriger gestalten sich die Eindrücke der veränderten Lebenskonstellation bei Patienten mit Demenz. Diese kommen häufig schon in Krisensituationen in ein Krankenhaus wie etwa nach Stürzen, bei Schmerzen, Zuständen akuter Verwirrtheit, Flüssigkeitsmangel oder reduziertem Ernährungszustand. In einem traditionellen Krankenhaus wird eine schnelle Anpassung an die neue Umgebung erforderlich und die dementen Patienten werden damit zusätzlich konfrontiert. Ungewohnte Situationen und Gegenstände wie andersfarbige Tabletten, Spritzen, Infusionen oder physiotherapeutische Übungen ängstigen die Demenzkranken zusätzlich. Auch die Akzeptanz von medizinischen und pflegerischen Entscheidungen gestaltet sich oftmals problematisch. Ein Erfolgsfaktor für die körperliche Genesung ist die psychische Verfassung des Patienten. Sind für den dementen Patienten die Umstände im Krankenhaus zu irritierend, wird es sein Zustand nicht zulassen, all seine Fähigkeiten zu zeigen, die er in für ihn passenden milieutherapeutischen Szenarien hätte und welche somit zu einer schnelleren und besseren Genesung führen könnten.
1. Ausgangssituation: Einführung in die Belastungssituation für demenzkranke Patienten bei der Krankenhauseinweisung und Darstellung des medizinisch-ethischen Spannungsfeldes.
2. Der demente Patient im Krankenhaus: Detaillierte Betrachtung der pflegerischen Herausforderungen wie Ernährung, Schmerzmanagement, Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten, Delir und die wichtige Rolle der Angehörigen.
3. Die Behandlung dementer Patienten aus ökonomischer Sicht: Analyse der Auswirkungen ökonomischer Steuerungsinstrumente wie DRGs auf die Versorgungssituation und Diskussion struktureller sowie finanzieller Barrieren.
4. Internationale Handlungsempfehlungen zur Versorgung dementer Patienten – angelehnt an Finnland, Kanada und Australien: Vorstellung internationaler Modelle und Konzepte als Inspiration für eine verbesserte Versorgungspraxis in Deutschland.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der notwendigen Transformation hin zu einem demenzsensiblen Krankenhausumfeld unter Einbezug zivilgesellschaftlicher Solidarität.
6. Diskussion: Kritische Reflexion über den aktuellen Vorbereitungsgrad des Krankenhauspersonals und den Stand der technologischen Unterstützung bei der Demenzversorgung.
Demenz, Krankenhausaufenthalt, Patientenautonomie, Pflegequalität, Krankenhausökonomie, DRG, Delir, Angehörigenarbeit, demenzsensible Konzepte, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Krankenhausmanagement, ethische Versorgung, Geriatrie, Patientenorientierung, Fallpauschalen.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Situation von demenzkranken Patienten im Akutkrankenhaus, einer Patientengruppe, die aufgrund des demografischen Wandels eine zunehmende Herausforderung für das Klinikpersonal darstellt.
Die Arbeit deckt ethische, gesellschaftliche, pflegerische und ökonomische Sichtweisen ab und untersucht, wie diese Bereiche bei der Versorgung Demenzkranker ineinandergreifen.
Ziel ist es, die spezifischen Herausforderungen im Klinikalltag zu identifizieren und Handlungsempfehlungen sowie Strategien aufzuzeigen, um eine demenzsensible Versorgung zu ermöglichen.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, für die eine umfassende Recherche in Fachzeitschriften, Bibliotheken und wissenschaftlichen Datenbanken durchgeführt wurde.
Der Hauptteil beleuchtet die medizinischen und pflegerischen Besonderheiten (z. B. Ernährung, Schmerz, Delir), die Rolle der Angehörigen, ökonomische Einflüsse durch das DRG-System und internationale Lösungsmodelle.
Wichtige Begriffe sind Demenz, Akutkrankenhaus, Patientenautonomie, DRG, demenzsensible Konzepte und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Das DRG-System setzt Anreize für Effizienz und kurze Liegezeiten, was oft im Widerspruch zum hohen Betreuungsbedarf dementer Patienten steht und zu Problemen wie der "blutigen Entlassung" führen kann.
Rooming-In beschreibt die Aufnahme einer Begleitperson, was bei Demenzpatienten Vertrauen und Sicherheit in der fremden Umgebung schafft und den Heilungsprozess unterstützen kann.
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