Masterarbeit, 2015
129 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Problemstellung und Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen der Letzten Meile und der Tourenplanung
2.1 Logistik der Letzten Meile
2.1.1 Definition und Problematik der Logistik der Letzten Meile
2.1.2 Theoretische Gestaltungsformen der Letzten Meile
2.1.3 Praktische Anwendungen auf der Letzten Meile
2.1.4 Eigene Begriffsdefinitionen im Rahmen der Letzten Meile
2.2 Tourenplanung
2.2.1 Begriffe der Tourenplanung
2.2.2 Klassifikation von Tourenproblemen
2.2.3 Standardprobleme der Tourenplanung
2.2.4 Modellierung ausgewählter Tourenprobleme
2.3 Stand der Forschung zur Tourenplanung auf der Letzten Meile
3 Quantitative Modellierung der Auslieferungsplanung auf der Letzten Meile
3.1 Tourenplanung mit Hauszustellung (Grundmodell)
3.1.1 Rahmenbedingungen und Klassifikation
3.1.2 Modellanalyse
3.2 Tourenplanung mit Hauszustellung (Modifikation)
3.2.1 Veränderte Rahmenbedingungen und Klassifikation
3.2.2 Modifikation des Modells
3.3 Tourenplanung mit Schließfachsystemen
3.3.1 Rahmenbedingungen und Klassifikation
3.3.2 Modellentwicklung
4 Anwendungsbeispiel
4.1 Ausgangssituation
4.1.1 Gemeinsame Datenbasis
4.1.2 Ergänzende Daten für Hauszustellung
4.1.3 Ergänzende Daten für Schließfachsysteme
4.2 Berechnung und Ergebnisdarstellung
4.2.1 Tourenplanung mit Hauszustellung
4.2.2 Tourenplanung mit Schließfachsystemen
4.2.3 Sensitivität der Lösungen
4.3 Handlungsempfehlungen für die Logistik
5 Zusammenfassung und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist ein quantitativer Vergleich zweier unterschiedlicher Logistikkonzepte für die letzte Meile: die klassische Hauszustellung mit persönlicher Anwesenheit des Empfängers und die Zustellung an gemeinsam genutzte Schließfachsysteme. Durch die mathematische Modellierung und anschließende Simulation anhand eines Fallbeispiels sollen Kosteneinsparpotenziale identifiziert und Auswirkungen von Parametern wie Lieferzeitfenstern und Fahrzeugkapazitäten auf die Tourenplanung analysiert werden.
2.1.2 Theoretische Gestaltungsformen der Letzten Meile
Bei der Gestaltung der Logistik der Letzten Meile wird zwischen Hausbelieferung und Abholpunktbelieferung unterschieden. Hausbelieferung oder auch Heimlieferung bezeichnet die Zustellung von Produkten in den Haushalt des Endkunden. Dies setzt die Anwesenheit des Kunden voraus. Daher wird häufig ein Lieferzeitfenster vereinbart. Eine Alternative zur Lieferung an die Haustür bietet der gesicherte Abstellplatz. Hierbei handelt es sich um eine gesicherte Box auf dem Grundstück des Empfängers, zu der der Lieferant Zugriff hat. Auch ein verschließbarer Raum, wie eine Garage oder ein Schuppen im Garten, kann als gesicherter Abstellplatz fungieren. (Klaus et al. 2012, S. 311 f.; Klaus et al. 2012, S. 225)
Bei der Abholpunktbelieferung werden die Waren an einen zuvor vereinbarten Ort geliefert. Der Kunde holt die Sendung zu einem selbstgewählten Zeitpunkt ab. Durch die Bündelung der Verkehre werden die Logistikkosten der Letzten Meile stark reduziert. Darüber hinaus ist eine erfolgreiche Zustellung im ersten Anlauf gewährleistet. Für den Kunden ergibt sich der Vorteil der zeitlichen Souveränität, da er den Abholzeitpunkt selbst bestimmen kann. (Klaus et al. 2012, S. 311; Auffermann und Lange 2008, S. 532)
Die Abholpunktbelieferung selbst wird wieder in zwei Gestaltungsformen unterteilt. Hierbei handelt es sich um Paketshops und um Schließfachsysteme. Paketshops sind öffentlich zugängliche Einrichtungen wie Tankstellen oder Kioske, die die Lieferung für den Kunden entgegennehmen. Diese Lösung zeichnet sich durch eine einfache Implementierung aus, bedeutet für den Kunden aber eine Bindung an die Öffnungszeiten des Paketshops. Schließfachsysteme befinden sich an öffentlich zugänglichen Stellen. Die Kunden erhalten in der Regel mittels einer Geheimnummer Zugang zu ihrer Lieferung. Diese Variante bedeutet für den Kunden die größte zeitliche Autonomie, da er an keine Öffnungszeiten gebunden ist. Jedoch sind die Investitionskosten für ein Schließfachsystem relativ hoch. (Wannenwetsch 2005, S. 323 ff.) Das größte Netz von Schließfachsystemen bildet die Deutsche Post DHL mit der Packstation. (Morganti et al. 2014, S. 185)
1 Einleitung: Beschreibt die Motivation hinter der Arbeit, die Problematik der Logistik der Letzten Meile sowie die konkrete Zielsetzung des quantitativen Vergleichs zweier Lieferkonzepte.
2 Theoretische Grundlagen der Letzten Meile und der Tourenplanung: Erarbeitet das theoretische Fundament, definiert die verschiedenen Gestaltungsformen der Letzten Meile und führt in die mathematischen Methoden der Tourenplanung ein.
3 Quantitative Modellierung der Auslieferungsplanung auf der Letzten Meile: Dokumentiert die mathematische Analyse und Modifikation bestehender Tourenplanungsmodelle für die Anwendungsfälle Hauszustellung und Schließfachsysteme.
4 Anwendungsbeispiel: Vergleicht die beiden entwickelten Modelle anhand eines fiktiven Fallbeispiels und analysiert die Auswirkungen verschiedener Parameter durch Sensitivitätsuntersuchungen.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Tourenplanung auf der Letzten Meile.
Letzte Meile, Logistik, Tourenplanung, Hauszustellung, Schließfachsysteme, Kostenoptimierung, Lieferzeitfenster, Vehicle Routing Problem, Modellierung, Transportkosten, Kundenzufriedenheit, Abholpunktbelieferung, Simulation, mathematisches Modell, Logistikeffizienz.
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung und dem Kostenvergleich von zwei alternativen Zustellkonzepten für die sogenannte „Letzte Meile“ im Paketversand.
Die zentralen Themen sind Logistikmanagement, mathematische Optimierung von Tourenplänen, Kostenanalyse in Lieferketten sowie der Vergleich von Hauszustellung versus Schließfachsystemen.
Das primäre Ziel ist ein quantitativer Vergleich der beiden genannten Lieferkonzepte, um festzustellen, welches System unter bestimmten Voraussetzungen zu effizienteren und kostengünstigeren Logistiklösungen führt.
Es werden mathematische Modelle zur Tourenplanung (insbesondere Varianten des Vehicle Routing Problem) analysiert, weiterentwickelt und anhand eines Fallbeispiels mittels Gusek-Software in Excel gelöst.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Klassifizierung von Tourenproblemen, die spezifische Modellierung für die Hauszustellung, die Modifikation für Schließfachsysteme und die detaillierte Berechnung in einem Anwendungsbeispiel.
Schlüsselbegriffe sind Letzte Meile, Tourenplanung, Schließfachsysteme, Hauszustellung, Kostenoptimierung, Vehicle Routing Problem und mathematische Modellierung.
Die Ergebnisse zeigen, dass Schließfachsysteme besonders bei einer höheren Anzahl von Kunden pro Tour signifikante Kostenvorteile bieten, da Sendungen gebündelt werden können und die Tourendauer reduziert wird.
Engere Lieferzeitfenster führen zu einer Komplexitätssteigerung bei der Tourenplanung, was meist in längeren Transportwegen und höheren Gesamtkosten resultiert.
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