Masterarbeit, 2015
81 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Warum sollten Führungskräfte Pflegekräfte pflegen
1.2 Inhalt und Aufbau der Master-Arbeit
2. Zum Führungsbegriff
2.1 Führungstheoretische Ansätze
2.2 Ein Führungsmodell der Pflege
2.3 Führungskraft und Mitarbeiter: Person und Rolle
2.4. Zwei durch die Führungskraft beeinflussbare Faktoren
2.4.1 Wertschätzung als Gesundheitsfaktor
2.4.2 Führungskommunikation
2.5 Zusammenfassende Schlussbemerkung
3. Menschen machen Organisationen
3.1 Persönlichkeitsmodelle
3.2 Das Berufswahlmodell nach Holland
3.3 Das Riemann-Thomann Modell
3.4. Die besonderen Prägungen Sozial-Typ versus Nähe-Typ
3.5 Quintessenzen für Führungskräfte
4. Führen mit dem Riemann-Thomann Modell
4.1 Divergenzen von Führungspersonen
4.2. Das Idealmodell
4.3. Ein Instrument zur Erfassung von Nähe-und Sozial-Typen
4.4 Schlussfolgerungen für die Mitarbeiterführung nach Riemann-Thomann-Modell
5. Implikationen für die Praxis
5.1. Erste Kernaufgabe: Zusammenarbeit organisieren
5.1.1. Rahmenbedingungen für seelisches Wachstum
5.1.2. Drei wesentliche Forderungen
5.2. Zweite Kernaufgabe: Konflikte entscheiden
5.2.1. Bedeutungen und Funktionen für die Praxis
5.2.2 Ein Wegweiser für Konfliktlösungen
6. Zusammenfassung und kritischer Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie Personalführung im Pflegebereich durch den Einsatz theoretischer Modelle – insbesondere des Riemann-Thomann-Modells – wirksam gestaltet werden kann, um sowohl die Mitarbeiterbindung als auch die psychische Gesundheit des Personals nachhaltig zu fördern.
Die moralische Verpflichtung einer Organisation
Die moralische Verpflichtung einer Organisation drängt regelrecht darauf, seinem Personal wertschätzend und menschenwürdig entgegen zu kommen. Die Begründung liegt erstens darin, dass diese Verpflichtung auch für führende Personen sich nicht auf eine Reduzierung eines Mangelaspektes erstrecken sollte, sondern es verlangt immer eine individuelle Wahrnehmung der ganzheitlichen Person. Der oder die Beitragenden bzw. Mitarbeiter sind mehr als Maschinen. Sie charakterisieren sich u.a. durch geistige Elemente, wie Bewusstsein oder Prägungen. Sie sind Persönlichkeiten, Individuen, welches schon der Philosoph Kant (1724-1804) formuliert hat: „[…] dass demnach auch der Wille des anderen Menschen zu respektieren sei. Der Mensch sei also immer als Zweck an sich zu sehen und niemals als Mittel zu gebrauchen.“
Zweitens haben mittlerweile schon zahlreiche Organisationen erkannt, worum Berufsvertretungen schon lange streiten: Die innerliche Überzeugung des Mitarbeiters mit seiner Berufswahl bzw. Arbeitsplatz und seinem Unternehmen bzw. Organisation regt die Mitarbeiter an, gute und hochwertige Arbeit abzuliefern. Und dies leistet ein Mitarbeiter nicht, weil er dazu gezwungen wird, sondern weil es für ihn eine zentrale Bedeutung hat. „Der Mensch bringt sich im Unternehmen als Mitarbeiter ein.“ Die Konsequenz, die sich daraus ableitet, ist nicht, dass ein Mitarbeiter der beispielsweise für ein Pflegeunternehmen arbeitet, ausschließlich Mittel zum Zweck der Gewinnmaximierung ist.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Führungskräften für den Unternehmenserfolg in der Pflegebranche und führt in die zentrale Forschungsfrage ein.
2. Zum Führungsbegriff: Dieses Kapitel definiert Führung als Prozess und Interaktion und diskutiert verschiedene theoretische Ansätze, darunter die Weg-Ziel-Theorie.
3. Menschen machen Organisationen: Der Fokus liegt hier auf der Persönlichkeit der Mitarbeiter und Führungskräfte, unter Einbeziehung des Berufswahlmodells nach Holland sowie des Riemann-Thomann-Modells.
4. Führen mit dem Riemann-Thomann Modell: Dieses Kapitel erläutert, wie das Riemann-Thomann-Modell als Diagnoseinstrument für die Führungspraxis dient, um Mitarbeiter adressatengerecht zu führen.
5. Implikationen für die Praxis: Hier werden konkrete Handlungsempfehlungen für Führungskräfte formuliert, insbesondere in Bezug auf die Zusammenarbeit und Konfliktlösung.
6. Zusammenfassung und kritischer Ausblick: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit eines humanistischen Führungsverständnisses in stationären Pflegeeinrichtungen.
Personalführung, Riemann-Thomann-Modell, Pflegebranche, Mitarbeitergesundheit, Führungskommunikation, Konfliktmanagement, Persönlichkeitsmodell, Wertschätzung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, transformationale Führung, Mitarbeiterentwicklung, soziale Kompetenz, Arbeitsklima, Rollengestaltung, hollandmodell.
Die Arbeit analysiert, wie eine wirksame Personalführung in stationären Pflegeeinrichtungen aussehen muss, um dem Fachkräftemangel und der hohen Belastung des Personals zu begegnen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen psychologischer Persönlichkeitsanalyse, Kommunikationstheorie und praxisnaher Führungskultur.
Das primäre Ziel ist es, Führungskräften Instrumente an die Hand zu geben, mit denen sie Mitarbeiter individuell nach deren Persönlichkeitsstruktur führen und so deren Gesundheit und Motivation stärken können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der kritischen Analyse psychologischer Modelle (Riemann-Thomann, Holland), die auf den Kontext der Pflegewissenschaft übertragen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Führungsbegriffs, die Vorstellung relevanter Persönlichkeitsmodelle und die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für die Führungsrolle.
Die wichtigsten Schlagworte sind Personalführung, Riemann-Thomann-Modell, Mitarbeitergesundheit und wertschätzende Kommunikation.
Weil es dabei hilft, unterschiedliche Bedürfnisse der Mitarbeiter (wie Nähe vs. Distanz oder Dauer vs. Wechsel) zu verstehen und das eigene Führungsverhalten entsprechend anzupassen.
Durch wertschätzende Kommunikation und die Gestaltung eines Arbeitsumfelds, das psychische Belastungen reduziert und die Selbstwirksamkeit der Mitarbeiter stärkt.
Stimmige Führung ist eine Kombination aus situationsgerechtem Verhalten, adressatenorientierter Kommunikation und authentischem Auftreten der Führungskraft.
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