Masterarbeit, 2012
117 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Testimonialwerbung im Kontext der Markenkommunikation
2.1 Gegenwärtige Herausforderungen der Werbung
2.2 Aspekte der Marke
2.3 Grundlagen der Markenpersönlichkeit
2.4 Testimonials als wichtige Determinante der Markenpersönlichkeit
2.5 Der Kommunikationsprozess bei Prominentenwerbung
3. Einsatz prominenter Testimonials in der Werbung
3.1 Grundlagen und Begriffsabgrenzungen
3.2 Entwicklung und Verbreitung
3.3 Besondere Einsatzformen
3.3.1 Testimonials im B2B-Bereich
3.3.2 Testimonials im Non-Profit-Bereich
3.3.3 Verstorbene Prominente
4. Wirkungsweisen des persuasiven Kommunikationsprozesses
4.1 Allgemeine Bestimmungsfaktoren des Konsumentenverhaltens
4.2 Psychologische Grundlagen und Einstellungsbildung
4.3 Modell der Wirkungspfade nach Kroeber-Riel
4.4 Spezielle Modelle der Testimonialforschung
4.4.1 Source-Credibility-Modell
4.4.2 Source-Attractiveness-Modell
4.4.3 Product-Match-Up-Hypothese
4.4.4 Meaning-Transfer-Modell
4.4.5 Markenpersönlichkeitstransfer
5. Chancen und Risiken beim Einsatz von Prominenten
5.1 Zielsetzungen und Chancen
5.2 Risiken
6. Ansätze zur Steuerung prominenter Testimonials in der Praxis
6.1 Allgemeine Auswahlkriterien und Erfolgsfaktoren
6.2 Brand Personality Gameboard nach McKinsey
6.3 Promicheck von Promikativ und TNS Infratest
6.4 PromiMeter von IMAS International
6.5 Kritischer Vergleich
7. Schlussbetrachtung
7.1 Zusammenfassung
7.2 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die theoretisch-psychologischen Wirkungsweisen und praktischen Einsatzmöglichkeiten prominenter Testimonials als Gestaltungstechnik in der medialen Werbung. Das zentrale Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die Funktionen und den strategischen Nutzen von Prominenten als Markenbotschafter zu entwickeln und dabei die Einflussfaktoren auf das Konsumentenverhalten zu beleuchten.
Gegenwärtige Herausforderungen der Werbung
In den letzten Jahrzehnten haben sich die Rahmenbedingungen für die Kommunikation in rigoroser Weise geändert. Dies wird deutlich, wenn man bspw. Werbung aus den 60er Jahren mit der aktuellen vergleicht. Der Trend geht zum einen zu weniger Informationen und mehr Bild, zum anderen ist eine Verschiebung von Offline- zu Online-Medien zu verzeichnen. Die klassische Werbung, als eines der Instrumente des Kommunikations-Mixes, stellt eine absichtliche und zwangsfreie Form zielgerichteter Kommunikation unter Einsatz spezieller Massenkommunikationsmittel dar, mit denen beim Adressaten mehr oder minder überdauernde Verhaltensänderungen bewirkt werden sollen. Werbung versteht sich demnach als eine beeinflussende Form der Kommunikation und zielt im Wesentlichen darauf ab, Verhaltensweisen und Einstellungen (Prädispositionen) im Sinne der Werbeziele zu verändern. Das Endziel ist, zumindest in der Wirtschaftswerbung, i. d. R. die Absatzförderung, weshalb auch von Absatzwerbung gesprochen wird. Der Konsument bzw. Endverbraucher soll explizit zu einem Kauf bewegt werden. Im Zuge der Globalisierung und dem damit einhergehenden verstärkten Wettbewerb auf den Märkten ist die marktorientierte Unternehmensführung seit einigen Jahren besonders gefordert und muss nachstehende Rahmenbedingungen kalkulieren.
Inflation von Produkten und Marken und deren Austauschbarkeit: Die Anzahl der angebotenen Produkte und Marken ist in den letzten Jahren rapide gestiegen. Angebote in einzelnen Produktbereichen und Branchen sind für Konsumenten unüberschaubar geworden, selbige stehen einer immensen Angebotsvielfalt und großen Auswahlmöglichkeit gegenüber.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Testimonialwerbung, Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit.
2. Testimonialwerbung im Kontext der Markenkommunikation: Theoretische Grundlagen zur Markenkommunikation, Markenpersönlichkeit und der Rolle von Testimonials darin.
3. Einsatz prominenter Testimonials in der Werbung: Darstellung der Formen, historischen Entwicklung und Typisierung von Testimonials.
4. Wirkungsweisen des persuasiven Kommunikationsprozesses: Analyse psychologischer Wirkungsmodelle, wie ELM, und spezifischer Ansätze der Testimonialforschung.
5. Chancen und Risiken beim Einsatz von Prominenten: Diskussion der strategischen Vorteile sowie der potenziellen Gefahren und Risiken bei Prominenten-Kooperationen.
6. Ansätze zur Steuerung prominenter Testimonials in der Praxis: Vorstellung verschiedener Auswahl- und Messinstrumente für Unternehmen.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse sowie Fazit und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Markenkommunikation, Markenpersönlichkeit, Testimonialwerbung, Prominente, Konsumentenverhalten, Persuasion, Einstellungsbildung, Source-Credibility, Product-Match-Up, Markenimage, Imagetransfer, Marketing, Markenführung, Werbewirkung, Kommunikation.
Die Arbeit analysiert die psychologischen Wirkungsweisen und die strategische Anwendung von Prominenten als Testimonials in der modernen medialen Markenkommunikation.
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der Markenpersönlichkeit, der psychologischen Wirkung von Kommunikation, der Typisierung von Testimonials sowie den Chancen und Risiken von Prominenten-Kampagnen.
Das Ziel ist es, die vielfältigen Wirkmechanismen prominenter Testimonials im Kontext des Konsumentenverhaltens zu erläutern und praxisnahe Ansätze zur Steuerung und Auswahl dieser Instrumente aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden theoretischen Literaturanalyse und integriert verschiedene psychologische Kommunikationsmodelle (z.B. Elaboration-Likelihood-Modell) sowie empirische Befunde aus der Marktforschung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung der Testimonialwerbung, die Analyse der Wirkungsmechanismen, die Diskussion über Chancen und Risiken sowie die praktische Vorstellung von Messinstrumenten wie dem Brand Personality Gameboard oder PromiMeter.
Die wichtigsten Begriffe sind Markenkommunikation, Markenpersönlichkeit, Testimonialwerbung, Persuasion, Imagetransfer und Konsumentenverhalten.
Prominente fungieren als Bedeutungsträger, die durch den Transfer ihrer Persönlichkeitsmerkmale und Assoziationen (Meaning-Transfer) das Markenimage emotionalisieren und differenzieren können.
Laut der Product-Match-Up-Hypothese ist die Passgenauigkeit (Kongruenz) essenziell, damit Konsumenten die Botschaft glaubwürdig wahrnehmen und die Attribute des Prominenten erfolgreich auf die Marke übertragen werden.
Zu den Risiken zählen die geringe Kontrollmöglichkeit über das Privatleben des Prominenten, der sogenannte "Vampir-Effekt" (der Prominente stiehlt der Marke die Aufmerksamkeit), Überpräsentation sowie das Risiko eines negativen Imagetransfers bei Skandalen.
Tools wie der Promicheck oder das Brand Personality Gameboard helfen Unternehmen, systematisch zu prüfen, ob ein gewählter Prominenter tatsächlich zu den Werten und der Zielgruppe der Marke passt.
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