Examensarbeit, 2014
114 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Faszination und Ekel
2.1 Gefühle und Emotionen
2.2. Entstehung und Einflüsse
2.3. Bisherige Forschungen zu Emotionen
3. Unterrichtsmethoden
3.1 Sozial- und Arbeitsformen
3.2 Vor- und Nachteile der jeweiligen Methode
4. Hypothesen
4.1 Zu erwartende Ergebnisse aufgrund der Hypothesen
4.2 Bisherige spezifische Forschungen zu Ekel
5. Umfrage
5.1 Auswahl der Fragen
5.2 Probanden
6. Durchführung
6.1 Fragebogen
6.2 Datenerhebung
7. Ergebnisse
7.1 Tabellarische Auswertung
7.2 Schriftliche Auswertung
8. Ergebnisse und Diskussion der Ergebnisse im Hinblick auf die Hypothesen
8.1.Ergebnisse
8.2 Diskussion der Ergebnisse
9. Mögliche Alternativen
10. Anhang
Abbildungen der einzelnen Fragen im Vergleich Gruppe 1 zu Gruppe 2
Standardabweichung, Mittelwert und Median der einzelnen Fragen
11. Quellenangabe
Bücher
Artikel
Abbildungen
Diese Arbeit untersucht den Einfluss der Emotionen Ekel und Faszination auf die Unterrichtsmethodik von angehenden Lehrkräften, insbesondere im Hinblick auf das Sezieren tierischer Organe im Biologieunterricht. Ziel ist es zu ergründen, ob emotionale Hemmschwellen, wie sie etwa bei Vegetariern vermutet werden könnten, die Bereitschaft zur Anwendung dieser praktischen Lehrmethode beeinflussen.
1. Einleitung
Das Sezieren zählt zu den gängigen Methoden für das Studium der Humanbiologie. Es dient den Studenten sich mit anatomischen und funktionalen Wissensinhalten näher auseinander zu setzen und durch das praktische Arbeiten eine Vertiefung des Gelernten zu erreichen. Die Humanbiologie macht wiederum, den größten Teil der Gesundheitserziehung an den Schulen aus und ist somit nicht aus der Schulpraxis weg zu denken. Um die Gesundheit und Lebensqualität von Schülern zu steigern, ist eine adäquate Gesundheitserziehung unverzichtbar. Wieso ist das Sezieren, dann keine gängige Methode in der Schulpraxis? Mit dieser Frage beschäftigt sich die folgende wissenschaftliche Hausarbeit. Dafür wurde eine schriftliche Umfrage mit Studenten der pädagogischen Hochschule Heidelberg durchgeführt. Es gilt heraus zu finden, ob die angehenden Lehrer und Lehrerinnen, durch bestimmte Einflüsse, abgeneigt sind, in ihren späteren Unterrichtsstunden das Sezieren als Arbeitsform durchzuführen.
Es ist vorstellbar, dass ein Lehrer es meidet am tierischen Original zu arbeiten, wenn er selbst demgegenüber kritisch eingestellt ist. Seine Einstellung wiederum kann durch Vorerfahrungen oder selbst gewählter Ernährungsweise beeinflusst sein. Die Vorerfahrungen sind entweder negativ oder positiv emotional belastet und prägen die Einstellung der Person zur Arbeit mit Organen im Original dauerhaft.
Die hier untersuchten Einflüsse sind Vegetarismus und die spezifischen Emotionen Ekel und Faszination. Gefühle und Lernen, ist kein neues Themengebiet in der Pädagogik.
Schon Johann Heinrich Pestalozzi ging, in seinem Credo zum ganzheitlichen Lernen „ mit Kopf, Herz und Hand“ darauf ein, dass Gefühle ernst genommen und in einen Lernprozess mit einbezogen werden sollten. Auch Jean Jaque Rousseau erkannte, dass Gefühle wünschenswert für das Bildungsgeschehen sind. (vgl. Huber, 2013, S.50)
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung des Sezierens für das Studium der Humanbiologie dar und wirft die Forschungsfrage auf, warum diese Methode in der Schulpraxis selten Anwendung findet.
2. Faszination und Ekel: Dieses Kapitel klärt die theoretischen Unterschiede zwischen Emotionen, Affekten und Gefühlen und beschreibt die physiologischen sowie psychologischen Aspekte von Ekel und Faszination.
3. Unterrichtsmethoden: Hier werden verschiedene Sozial- und Arbeitsformen im Biologieunterricht vorgestellt und deren Vor- und Nachteile sowie die Eignung für humanbiologische Themen diskutiert.
4. Hypothesen: Es werden fünf Hypothesen formuliert, die den Zusammenhang zwischen Vegetarismus, Ekel gegenüber tierischen Präparaten und der Faszination für das Sezieren bei Biologiestudenten untersuchen.
5. Umfrage: Dieser Abschnitt erläutert die Konzeption der schriftlichen Umfrage, die Auswahl der Fragen und die Zusammensetzung der Probandengruppe.
6. Durchführung: Die methodische Vorgehensweise bei der Befragung und die Rahmenbedingungen der Datenerhebung werden detailliert dokumentiert.
7. Ergebnisse: In diesem Kapitel erfolgt die Darstellung der Daten sowohl tabellarisch als auch schriftlich, wobei die Antworten der 56 befragten Studierenden ausgewertet werden.
8. Ergebnisse und Diskussion der Ergebnisse im Hinblick auf die Hypothesen: Hier werden die erhobenen Daten mit den aufgestellten Hypothesen verknüpft und deren Gültigkeit kritisch diskutiert.
9. Mögliche Alternativen: Dieses Kapitel bietet Lösungsansätze für Lehrkräfte an, wie mit Ekel oder Vorbehalten im Unterricht umgegangen werden kann und welche alternativen Arbeitsformen zur Verfügung stehen.
Sezieren, Biologieunterricht, Ekel, Faszination, Emotionen, Lehrerausbildung, Humanbiologie, Vegetarismus, Unterrichtsmethoden, Schüler, Anatomie, Lernprozess, pädagogische Hochschule, Basisemotionen, Gesundheitserziehung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Emotionen wie Ekel und Faszination bei der Wahl und Umsetzung der Unterrichtsmethodik, speziell bei der Arbeit mit tierischen Organen.
Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen von Ekel und Faszination, die Bedeutung des Sezierens im Biologieunterricht und der Einfluss von individuellen Einstellungen (z. B. Vegetarismus) auf das Lehrerhandeln.
Das Ziel ist herauszufinden, ob und wie Emotionen angehender Lehrkräfte beeinflussen, ob sie das Sezieren im späteren Berufsalltag als Arbeitsform einsetzen oder ablehnen.
Es wurde eine deduktive Vorgehensweise gewählt, bei der eine schriftliche Umfrage unter Biologiestudenten der pädagogischen Hochschule Heidelberg durchgeführt wurde, um fünf vorab aufgestellte Hypothesen zu überprüfen.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, die methodische Herleitung der Untersuchung, die detaillierte Auswertung der Umfragedaten zu verschiedenen Fragestellungen sowie eine fundierte Diskussion der Ergebnisse bezogen auf die Hypothesen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Sezieren, Biologieunterricht, Ekel, Faszination, Emotionen und Lehrerausbildung charakterisiert.
Die Untersuchung zeigt, dass Vegetarismus kein zwingendes Ausschlusskriterium für das Sezieren ist, da die Mehrheit der befragten vegetarisch lebenden Studenten das Sezieren dennoch als sinnvolle Lehrmethode bewertet.
Bei Ekelgefühlen gegenüber Geruch oder Haptik können laut Arbeit Hilfsmittel wie Nasenclips, Handschuhe, gründliches Abwaschen der Präparate oder eine gute Vorbereitung/Aufgabenteilung im Team zur Abmilderung beitragen.
Die Autorin stellt fest, dass in den an der pädagogischen Hochschule Heidelberg verwendeten Fachdidaktikbüchern kaum Abschnitte zum Sezieren als Arbeitsform zu finden sind, was auf eine geringe Verbreitung hindeutet.
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