Diplomarbeit, 2004
97 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Einführende Untersuchungen
2.1 Das diskrete Risikomodell
2.2 Das stetige Risikomodell
3 Das klassische Risikomodell
3.1 Allgemeine Betrachtungen
3.2 Untersuchungen zur Differenzierbarkeit der Überlebensfunktion Φ(u)
3.3 Eine andere Darstellung für die Ruinwahrscheinlichkeit Ψ(u)
3.4 Laplace-Transformationen
4 Das kollektive Risikomodell
4.1 Allgemeine Betrachtungen
4.2 Eine Darstellung für die Überlebenswahrscheinlichkeit Φ(t; u)
4.3 Hilfsresultate aus der Irrfahrten-Theorie
4.4 Die Ruinwahrscheinlichkeit nach dem Zeitpunkt t
A Grundlagen
A.1 Bedingte Erwartung
A.2 Integration und Differentiation
A.3 Konvergenzsätze
A.4 Laplace-Transformation
A.5 Der Transformationssatz für Integrale
Die Arbeit befasst sich mit der mathematischen Bestimmung und Abschätzung von Ruinwahrscheinlichkeiten in Risikomodellen. Ziel ist es, das klassische Risikomodell zu analysieren und auf ein kollektives Risikomodell zu erweitern, welches nicht Poisson-verteilte Schadensanzahlen berücksichtigt, um realitätsnähere Modellierungen für Versicherungsmathematik zu ermöglichen.
3.1 Allgemeine Betrachtungen
In der Einleitung haben wir das klassische Modell bereits grob skizziert. Wir wollen die Eckpfeiler dieses Modells an dieser Stelle noch einmal nennen. Es sind dies die Poisson-verteilte Schadensanzahl N(t), die unabhängigen und identisch verteilten Teilrisiken Uk, k =1, 2,..., die Unabhängigkeit von N(t) und Uk, k =1, 2,..., sowie die konstant gezahlten Prämien c. Wir werden im Folgenden den ersten Punkt etwas genauer unter die Lupe nehmen.
Der Prozess {Ru(t);t ≥ 0} wird klassischer Risikoprozess oder Poisson Modell genannt, wenn {N(t);t ≥ 0} ein Poisson-Prozess ist bzw. die Zwischenankunftszeiten {Ti}i=1∞ exponentialverteilt sind mit Parameter λ > 0. Dass dies gleichbedeutend ist, zeigt folgendes Lemma.
Lemma 3.1 (a) {Ti}i=1∞ sei eine Folge unabhängiger, identisch verteilter Zufallsgrößen mit der Verteilungsfunktion: G(t) = 1 − e−λ·t , t ≥ 0; 0 , t < 0.
1 Einleitung: Einführung in die Ruintheorie als Teilgebiet der Risikotheorie und Skizzierung der geplanten Modellanalysen.
2 Einführende Untersuchungen: Definition der grundlegenden Prozesse des diskreten und stetigen Risikomodells sowie der Ruinwahrscheinlichkeit.
3 Das klassische Risikomodell: Detaillierte mathematische Analyse unter der Annahme einer Poisson-verteilten Schadensanzahl, inklusive Differenzierbarkeit der Überlebensfunktion.
4 Das kollektive Risikomodell: Untersuchung einer Verallgemeinerung des klassischen Modells auf nicht Poisson-verteilte Schadensanzahlen unter Nutzung von Irrfahrten-Theorie.
Ruintheorie, Risikomodell, Ruinwahrscheinlichkeit, Überlebenswahrscheinlichkeit, Poisson-Prozess, stochastische Prozesse, Schadensanzahl, Irrfahrt, Laplace-Transformation, Versicherungsmathematik, Risikoreserveprozess, Schadensüberschussprozess.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der mathematischen Modellierung und Berechnung von Ruinwahrscheinlichkeiten im Kontext der Versicherungsmathematik, insbesondere bei Sachversicherungen.
Die zentralen Themen sind die Ruintheorie, die Anwendung stochastischer Prozesse zur Beschreibung von Risikoreserven und die mathematische Analyse von Überlebens- bzw. Ruinwahrscheinlichkeiten.
Das Ziel ist die fundierte mathematische Herleitung und Untersuchung der Ruinwahrscheinlichkeit, zunächst im klassischen Modell und anschließend in einer verallgemeinerten Form, dem kollektiven Risikomodell.
Es wird ein maßtheoretischer und stochastischer Ansatz gewählt, der intensiv mit Differentialgleichungen, Integralrechnung und Laplace-Transformationen arbeitet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des klassischen Risikomodells mit Poisson-verteilten Schäden sowie die Erweiterung auf das kollektive Risikomodell unter Verwendung der Irrfahrten-Theorie.
Wichtige Begriffe sind Ruinwahrscheinlichkeit, Überlebensfunktion, klassisches Risikomodell, kollektives Risikomodell, Irrfahrt und Laplace-Transformation.
Die Unterscheidung ist für die mathematische Modellierung essenziell, da sie unterschiedliche mathematische Anforderungen an die Differenzierbarkeit und die Prozessbeschreibung stellt, was die Herleitung der jeweiligen Ruinwahrscheinlichkeiten beeinflusst.
Die Irrfahrten-Theorie liefert die mathematischen Hilfsmittel und Theoreme (wie das Wahl-Theorem), die notwendig sind, um die Ruinwahrscheinlichkeit im kollektiven Risikomodell herzuleiten, wenn die Schadensankunft komplexer als ein einfacher Poisson-Prozess ist.
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