Masterarbeit, 2015
66 Seiten, Note: 1,3
1. Gegenstand, methodisches Vorgehen und Zielsetzung der Arbeit
2. Familie in der soziologischen Forschung
2.1 Beschäftigungsfelder der Familiensoziologie, Begriffe und theoretische Grundlagen
2.2 Definition des Begriffs Familie
2.3 Familienmodelle nach Burgess, König, Parsons & Bales sowie Bertram
3. Transnationalisierung: Begriffsdefinition, Konzept und Abgrenzung
4. Grenzüberschreitende Vergesellschaftung: Familien in der Migration
5. Transnationale Beziehungen, -Netzwerke und -soziale Räume
6. Transnationale alltägliche Lebenswelten
6.1 Barbara Pusch: „Transnationale Familienkontexte von MigrantInnen in der Türkei“
6.1.1 Transnationale Familien: Wiedersehen und Trennung
6.1.2 Grenzenloser Verlass: Familiäre Unterstützung in Notsituationen
6.1.3 Familiäre Verbundenheit: Über Grenzen hinweg feiern und trauern
6.1.4 Familiäre Verantwortung und materielle Hilfe
6.1.5 Binationale Paare als transnationale Familien
6.1.6 Die Generalisierbarkeit der von Pusch klassifizierten Muster
6.2 Katharina Zoll: „Stabile Gemeinschaften. Transnationale Familien in der Weltgesellschaft“
7. Chancen und Herausforderungen transnationaler Familienverbünde
8. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen internationaler Migration auf die Lebensform Familie. Ziel ist es zu analysieren, wie transnationale Familienverbünde ihren Zusammenhalt trotz räumlicher Trennung über Ländergrenzen hinweg aufrechterhalten und welche Chancen sowie Grenzen sich aus dieser besonderen Lebensform ergeben.
1. Gegenstand, methodisches Vorgehen und Zielsetzung der Arbeit
Die Welt ist in Bewegung.
Globalisierung ist sicherlich eines der am meisten verwendeten sozialwissenschaftlichen Modewörter zur Beschreibung des Strukturwandels gegenwärtiger Gesellschaften. Wie schon die Globalisierung in den 90er-Jahren sind auch Begriffe wie internationale Migrationsbewegung oder Transnationalisierung heute unter dem Oberbegriff der Megatrends bekannt. Sie verändern Gesellschaften und beeinflussen Menschen rund um den Globus. Der Megatrend Mobilität prägt das gegenwärtige Leben in einer globalisierten Gesellschaft so nachhaltig wie kaum ein anderer, denn Mobilität ist die Basis unseres Lebens und Wirtschaftens. Sie bedeutet Beweglichkeit, Wandlungsfähigkeit und Veränderung – sowohl gesellschaftlich als auch individuell. Der weltweite Austausch von Informationen und Waren sowie die Möglichkeit, unabhängig von Jahreszeiten im Supermarkt Produkte aus aller Welt kaufen zu können, werden von den meisten Menschen als vollkommen selbstverständlich empfunden. Die kulturelle Globalisierung stellt gegenwärtig hohe Mobilitätsanforderungen an die Menschen und veranlasst sie häufiger als jemals zuvor, ihr Heimatland zu verlassen um in einem anderen Land ein neues Leben zu beginnen. Ähnlich verhält es sich mit der Internationalisierung menschlicher Lebenszusammenhänge, einer der vielleicht größten Veränderungen des 21. Jahrhunderts. Was auf der einen Seite Risiken und Unsicherheit impliziert, bietet auf der anderen Seite neue Chancen, eine größere Optionenvielfalt und die Möglichkeit, Neues zu entdecken und zu erfahren. Internationale Migrationsbewegungen sind kein neues Phänomen der Geschichte, in Zeiten von Globalisierung verändert sich allerdings ihr Charakter. Durch die zunehmende Durchlässigkeit nationalstaatlicher Grenzen können räumliche Distanzen leichter denn je überwunden werden und neue Kommunikations- sowie Transporttechnologien erhöhen die Geschwindigkeit dieses Trends. Das gegenwärtige Ausmaß und die Muster dieser Mobilität verweisen auf ein Novum.
1. Gegenstand, methodisches Vorgehen und Zielsetzung der Arbeit: Einleitung in die Themenfelder Globalisierung, Mobilität und die Bedeutung der Migration für die moderne Familie.
2. Familie in der soziologischen Forschung: Theoretische Auseinandersetzung mit familiensoziologischen Modellen und der Definition der Familie im Wandel der Zeit.
3. Transnationalisierung: Begriffsdefinition, Konzept und Abgrenzung: Herleitung und Definition des Transnationalismus-Konzepts in Abgrenzung zur Globalisierungsforschung.
4. Grenzüberschreitende Vergesellschaftung: Familien in der Migration: Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Migration und Familienstruktur unter Einbeziehung verschiedener Typen familiärer Migration.
5. Transnationale Beziehungen, -Netzwerke und -soziale Räume: Analyse der Ebenen transnationaler Verbindung und der Bedeutung sozialer Räume für Migranten.
6. Transnationale alltägliche Lebenswelten: Praktische Veranschaulichung durch empirische Studien von Barbara Pusch und Katharina Zoll.
7. Chancen und Herausforderungen transnationaler Familienverbünde: Zusammenfassende Betrachtung der Auswirkungen räumlicher Trennung auf den familiären Zusammenhalt.
8. Resümee: Fazit zur Relevanz transnationaler Familienformen und Ausblick auf die zukünftige Forschung.
Familiensoziologie, Transnationalisierung, Migration, Transnationale Familien, Mobilität, Sozialer Raum, Familienverbund, Globalisierung, Familienstruktur, Kommunikationstechnologie, Integration, Remittances, Sozialer Zusammenhalt, Lebensform, Identität.
Die Arbeit befasst sich mit der Lebensform der „transnationalen Familie“ und analysiert, wie diese Familien trotz räumlicher Trennung über Ländergrenzen hinweg ihre Beziehungen und ihren Zusammenhalt pflegen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Familiensoziologie, dem Konzept des Transnationalismus, den Auswirkungen internationaler Migration auf Familienstrukturen sowie der Rolle moderner Kommunikationstechnologien in diesem Prozess.
Ziel ist es zu zeigen, dass sich für transnationale Familienverbünde aus der räumlichen Trennung sowohl Chancen als auch Grenzen ergeben und zu untersuchen, in welcher Form internationale Migration den familiären Zusammenhalt beeinflusst.
Die Arbeit nutzt einen theoretischen Ansatz, der durch die Analyse empirischer Studien (insbesondere von Barbara Pusch und Katharina Zoll) illustriert und untermauert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Familiensoziologie, Transnationalisierung), die Vorstellung spezifischer Migrations-Typen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit transnationalen sozialen Räumen und konkreten Fallbeispielen aus der Forschung.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Transnationalisierung, transnationale soziale Räume, Familienverbünde, Migration und soziale Identität.
Dies ist ein grenzüberschreitendes Geflecht aus sozialen Praktiken und Symbolsystemen, das von Familienmitgliedern genutzt wird, um trotz großer Distanzen einen gemeinsamen, stabilen Bezugspunkt zu schaffen.
Nein. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Familie als soziale Einheit auch in der Migration weiterbesteht und sich durch neue Kommunikationswege erfolgreich reorganisieren kann, statt zu zerfallen.
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