Diplomarbeit, 2004
134 Seiten, Note: Sehr gut
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Definitionen
2.1 Der betriebswirtschaftliche Risikobegriff
2.2 Risikoarten
2.3 Risikomanagement
2.3.1 Die Risikoidentifikation
2.3.2 Die Risikoanalyse
2.3.3 Risikosteuerung
2.3.4 Die Risikoüberwachung
3 Deutsche Normen der Risikoberichterstattung
3.1 Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich
3.1.1 Gegenstand und Geltungsbereich
3.1.2 Das Instrument der Berichterstattung – der Lagebericht
3.1.2.1 Zweck und Inhalt
3.1.2.2 Ermittlung der berichtspflichtigen Risiken
3.1.3 Ausprägung bzw. Detaillierungsgrad der Risikoberichterstattung
3.1.4 Einrichtung des Risikofrühwarnsystems
3.1.5 Gründung eines privaten Rechnungslegungsgremiums
3.2 Deutscher Rechnungslegungsstandard Nr. 5 (DRS 5)
3.2.1 Deutsches Rechnungslegungs Standard Committee (DRSC)
3.2.2 Gegenstand und Geltungsbereich
3.2.3 Ermittlung der berichtspflichtigen Risiken
3.2.4 Ausprägung bzw. Detaillierungsgrad der Berichterstattung
3.2.5 Darstellung des Risikomanagements
3.3 Deutscher Corporate Governance Codex (DCGC) und Transparenz- und Publizitätsgesetz (TransPublG)
3.4 E-BilReG-Entwurf des Bilanzrechtsreformgesetz
3.4.1 Die Modernisierungsrichtlinie
3.4.2 Die Schwellenwertrichtlinie
3.4.3 Die Fair-Value-Richtlinie
3.4.4 Die IAS-Verordnung
4 Risikoberichterstattung nach IAS
4.1 Geltungsbereich
4.2 Die IAS-Verordnung
4.3 Berichtspflichtige Risiken und deren Darstellung
5 Empirische Untersuchung
5.1 Untersuchung nach deutschen Normen
5.1.1 Grundgesamtheit
5.1.2 Untersuchungskriterien und -ergebnisse
5.1.3 Beurteilung der Untersuchungsergebnisse
5.2 Untersuchungsergebnisse nach IAS
5.2.1 Grundgesamtheit
5.2.2 Untersuchungskriterien und –ergebnisse
5.2.3 Beurteilung der Untersuchungsergebnisse
6 Zusammenfassung
Ziel der Arbeit ist die kritische Darstellung der gesellschaftsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie Rechnungslegungsvorschriften für die Risikoberichterstattung in Deutschland, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den Anforderungen nach deutschem Recht und den International Accounting Standards (IAS) liegt, ergänzt durch eine empirische Untersuchung der Berichtspraxis.
2.3.2 Die Risikoanalyse
Dem Schritt der Risikoidentifikation folgt die Analyse und Bewertung der Risiken. Gegenstand ist die Untersuchung der Ursachen von Risiken und die Bestimmung von Abgrenzungskriterien für die Risikoklassifikation und Risikobeurteilung. Dabei ist unter Berücksichtigung der Wirkungszusammenhänge von Risiken, sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit, als auch die Schadenshöhe eines Gefährdungspotentials zu bewerten. Die Bewertung kann entweder quantitativ oder qualitativ vorgenommen werden. Finanzielle Risiken etwa lassen sich quantitativ fassen, während zum Beispiel die Auswirkungen strategischer Entscheidungen häufig eher qualitativ zu beurteilen sind. Qualitative Bewertungen für Auswirkungen sind etwa „Kleinschaden“, „mittlerer Schaden“ und „Großschaden“ oder auch „unbedeutend“, „moderat“ und „wesentlich“.
Als Verfahren zur Analyse und Bewertung der Risiken kommen beispielsweise Sensitivitäts- und Szenarioanalysen zur Anwendung.
Zur Darstellung der Ergebnisse der Risikoanalyse wird häufig eine so genannte Risikomatrix (Risk Map) verwendet. Die Ergebnisse werden entlang der Achsen „Eintrittswahrscheinlichkeit“ und „Risikoausmaß“ eingetragen.
1 Einleitung: Beschreibt die zunehmende Bedeutung der Risikoberichterstattung aufgrund der Globalisierung und gesetzlicher Anforderungen.
2 Definitionen: Erläutert zentrale Begriffe wie den betriebswirtschaftlichen Risikobegriff, verschiedene Risikoarten und den Prozess des Risikomanagements.
3 Deutsche Normen der Risikoberichterstattung: Analysiert maßgebliche deutsche Gesetze und Standards wie das KonTraG und den DRS 5 für die Risikoberichterstattung.
4 Risikoberichterstattung nach IAS: Behandelt die spezifischen Anforderungen an die Berichterstattung über Risiken nach internationalen Rechnungslegungsstandards.
5 Empirische Untersuchung: Präsentiert eine Studie zur praktischen Umsetzung der Risikoberichterstattung bei DAX- und MDAX-Unternehmen.
6 Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet den Verbesserungsbedarf der aktuellen Berichtspraxis.
Risikoberichterstattung, Risikomanagement, KonTraG, DRS 5, IAS, IFRS, Lagebericht, Risikoanalyse, Risikoidentifikation, DAX, MDAX, Transparenz, Abschlussprüfung, Finanzinstrumente, Risikofrüherkennung.
Die Diplomarbeit untersucht die gesetzlichen Anforderungen und die praktische Umsetzung der Risikoberichterstattung von Unternehmen in Deutschland nach nationalem Recht und internationalen Standards.
Zentrale Felder sind das Risikomanagement, gesetzliche Bestimmungen wie das KonTraG und der DRS 5 sowie die empirische Analyse von Geschäftsberichten börsennotierter Unternehmen.
Das Ziel ist die Darstellung der aktuellen Rahmenbedingungen und die empirische Überprüfung, inwieweit Unternehmen ihre Pflichten zur Risikoberichterstattung in der Praxis tatsächlich erfüllen.
Es erfolgt eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Gesetzeslage sowie eine empirische Untersuchung der Geschäftsberichte von DAX- und MDAX-Unternehmen der Jahre 2002 und 2003.
Im Hauptteil werden die gesetzlichen Anforderungen (insb. HGB und IAS) analysiert, gefolgt von einer detaillierten empirischen Auswertung der Berichtsqualität deutscher Konzerne.
Risikoberichterstattung, Risikomanagement, KonTraG, DRS 5, IAS, Transparenz und Unternehmensrisiken.
Die empirischen Daten zeigen, dass Risikoberichte von DAX-Unternehmen im Durchschnitt deutlich umfangreicher und detaillierter gestaltet sind als jene der MDAX-Unternehmen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass trotz Fortschritten bei vielen Unternehmen noch ein erheblicher Verbesserungsbedarf hinsichtlich der Transparenz und Quantifizierung von Risiken besteht.
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