Bachelorarbeit, 2013
97 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Das Burnout-Syndrom
2.1 Die Entdeckung eines Begriffs
2.2 Definitionsversuche und damit einhergehende Probleme
2.3 Die Symptomatologie und der prozesshafte Verlauf
2.4 Messung von Burnout
2.5 Bedingungsanalyse zur Entstehung des Burnouts
2.6 Betroffene Berufsgruppen
2.7 Abgrenzung zu anderen Erkrankungen
2.7.1 Depression
2.7.2 Stress
2.7.3 Arbeitsunzufriedenheit
2.8 Erklärungsmodelle
3 Lehrerbild und Ansprüche an die Lehrerpersönlichkeit
3.1 Lehrerpersönlichkeit
3.2 Motive der Berufswahl
4 Belastungen und Beanspruchungen im Alltag eines Lehrers
4.1 Anforderungen an die Schulen und ihre Lehrer heutzutage
4.2 Gesellschaftliches Berufsbild eines Lehrers
4.3 Klassengröße und Disziplinprobleme
4.4 Gewalt an Schulen
4.5 Problemfeld Elternarbeit
4.6 Problemfeld Lehrerkollegien
4.7 Altersstruktur der Lehrerkollegien
5 Kritik an den Diskursen zum Burnout
6 Resümee
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Phänomen Burnout im Lehrerberuf, indem sie sowohl personale als auch situative Einflussfaktoren analysiert, die Lehrkräfte in eine psychische Erschöpfung treiben können. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern die Lehrerpersönlichkeit und die spezifischen Belastungsbedingungen des Berufsalltags bei der Entstehung des Syndroms zusammenwirken.
2.2 Definitionsversuche und damit einhergehende Probleme
Für den Burnout-Begriff gibt es eine Reihe von Definitionen, aber keine dieser scheint umfassend genug, um die Problematik zu explizieren. Ohne Frage, es fehlt eine haltbare Definition! Da in den vergangen Jahren das Burnout-Syndrom dennoch erforscht wurde, muss ganz automatisch die Frage auftauchen: „[…] wie kann man etwas erforschen, das noch gar nicht definiert ist?“ (Burisch, 2006, S.14).
Zu Beginn der Forschungen war es so, dass jeder, der das Gebiet analysierte, seine eigenen Definitionsversuche anstellte und das Phänomen nach seinem Ermessen beschrieb. Die meisten dieser Forscher bezogen sich aber auf die Definition von Maslach. Im Allgemeinen ist es auch recht schwer eine angemessene Definition aufzustellen, denn die Abgrenzung zu weiteren psychischen Problemen ist sehr schwammig und daher nicht genau möglich (vgl. Burisch, 2006, S.14). Diese Unmöglichkeit der genauen Abgrenzung zu anderen Begrifflichkeiten und damit die Schwächen des Begriffs, nannte Burisch 1993 „randunscharfe Menge“ (Burisch, 2006, S.15). Er sagte, dass es normalerweise möglich sei, Mengen genau zu definieren, um im Folgenden entscheiden zu können, was in welche Sparte einzuordnen ist und was eben nicht. Diese Eindeutigkeit ist beim Burnout-Begriff aber nicht gegeben. Zur besseren Verdeutlichung hier ein Beispiel: Die Menge aller Chemnitzer ist zweifelsohne die Menge der Einwohner der Stadt Chemnitz. Fußball und Volleyball ordnen wir ohne darüber nachzudenken in die Kategorie der Sportarten ein. Wie verhält es sich aber mit Schach? Nach Burisch beinhalten „randunscharfe Mengen“ ganz typische Elemente einer bestimmten Kategorie, aber eben auch Eigenschaften, die es uns schwer machen, genau zu sagen, wo der Begriff einzuordnen ist, beziehungsweise um welche Krankheit es sich handelt. (vgl. Burisch, 2006, S.15)
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Burnout im Lehrerberuf ein und legt den bisherigen, teils lückenhaften Forschungsstand dar.
2 Das Burnout-Syndrom: Dieses Kapitel definiert Burnout, erläutert Symptome und Messverfahren sowie die Abgrenzung zu verwandten Leiden wie Depression.
3 Lehrerbild und Ansprüche an die Lehrerpersönlichkeit: Hier wird die Lehrerpersönlichkeit unter Berücksichtigung von Berufswahlmotiven und verschiedenen Persönlichkeitstypen analysiert.
4 Belastungen und Beanspruchungen im Alltag eines Lehrers: Das Kapitel beleuchtet situative Stressfaktoren an Schulen, von Anforderungen über Gewalt bis hin zur Zusammenarbeit mit Eltern und Kollegen.
5 Kritik an den Diskursen zum Burnout: Der Abschnitt diskutiert kritisch die mediale und wissenschaftliche Problematisierung des Burnout-Begriffs.
6 Resümee: Das abschließende Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und betont das Zusammenwirken von Persönlichkeit und Arbeitsbedingungen.
Burnout, Lehrerberuf, psychische Erschöpfung, Lehrerpersönlichkeit, Belastungssituation, Stress, Depression, Arbeitsunzufriedenheit, Burnout-Prävention, soziale Unterstützung, Maslach Burnout Inventory, Disziplinprobleme, Schulalltag, Fremdbestimmung, Lehrerkollegium.
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung von Burnout bei Lehrern und untersucht, welche individuellen und äußeren Faktoren das Risiko für das „Ausbrennen“ beeinflussen.
Zentrale Themen sind die psychischen Auswirkungen des Schulalltags, die Rolle der Lehrerpersönlichkeit, das soziale Klima im Kollegium sowie die kritische Reflexion des Burnout-Diskurses.
Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis der Burnout-Entstehung bei Lehrern zu gewinnen und darzulegen, warum bestimmte Lehrertypen in spezifischen Umfeldern gefährdeter sind als andere.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse bestehender Studien und wissenschaftlicher Modelle zur Burnout-Forschung sowie der Auswertung empirischer Daten zu Lehrerbelastungen.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Erklärungsmodelle als auch praktische Belastungsbereiche wie Disziplinprobleme, Gewalt an Schulen, die Rolle der Elternarbeit und die Altersstruktur im Kollegium analysiert.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Burnout, Lehrerbelastung, Lehrerpersönlichkeit, Arbeitsunzufriedenheit und psychische Gesundheit charakterisieren.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Burnout zwar mit depressiven Symptomen einhergehen kann, jedoch primär als arbeitsbezogener Prozess und nicht als isolierte, rein klinische Erkrankung betrachtet wird.
Die Persönlichkeit ist entscheidend; insbesondere hoch engagierte, perfektionistische Lehrer ohne ausreichende Distanzierungsfähigkeit weisen ein deutlich höheres Risiko für Burnout auf.
Die Arbeit weist darauf hin, dass durch steigende Anforderungen, wie veränderte Lehrpläne, Disziplinprobleme und öffentliche Kritik, die psychische Belastung als sehr hoch wahrgenommen wird.
Soziale Unterstützung im Kollegium wirkt als Schutzfaktor, da sie bei schwierigen Situationen Entlastung bietet und das Gefühl der Isolation und beruflichen Hilflosigkeit reduziert.
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