Bachelorarbeit, 2015
64 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Begriffliche Grundlagen
2.1 Unternehmensbewertung
2.2 Abgrenzung KMU, Mittelstand und Großunternehmen
3 Grundlagen der Unternehmensbewertung
3.1 Anlässe und Zwecke der Unternehmensbewertung
3.2 Grundsätze der Unternehmensbewertung
3.3 Bewertungsverfahren im Überblick
3.3.1 Gesamtbewertungsverfahren
3.3.2 Einzelbewertungsverfahren
3.3.3 Mischverfahren
4 KMU in der Unternehmensbewertung
4.1 Grundlagen ausgewählter Bewertungsverfahren für KMU
4.1.1 Ertragswertverfahren
4.1.2 Discounted Cash Flow-Verfahren
4.1.3 Anwendbarkeit des Ertragswert- und DCF-Verfahrens für KMU
4.2 Besonderheiten von KMU und deren Auswirkungen auf die Bewertung
4.2.1 Abgrenzung des Bewertungsobjekts
4.2.2 Eingeschränkte Informationsquellen
4.2.3 Eingeschränkte übertragbare Ertragskraft
5 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die spezifischen Herausforderungen bei der Unternehmensbewertung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Vergleich zu Großunternehmen. Das Hauptziel besteht darin, zu analysieren, wie sich die typischen Besonderheiten von KMU – etwa die mangelnde Trennung von Privat- und Betriebsvermögen oder die hohe Personenabhängigkeit – auf den Bewertungsprozess und die Wahl der Verfahren auswirken.
4.2.1 Abgrenzung des Bewertungsobjekts
Bei der Unternehmensbewertung von KMU nimmt die Abgrenzung des Bewertungsobjekts eine besondere Stellung ein, da nicht nur wie üblich eine Abgrenzung des betriebsnotwendigen Vermögens vom nicht betriebsnotwendigen Vermögen erfolgen muss. Die Besonderheit bei KMU liegt darin, dass oftmals keine eindeutige Trennung zwischen betrieblicher und privater Sphäre vorhanden ist, sodass zur Identifizierung der übertragbaren Ertragskraft des Bewertungsobjekts eine Abgrenzung beider Sphären erforderlich ist. So kann es vorkommen, dass ein Unternehmer versucht, private Lebenshaltungskosten über den Betrieb abzurechnen.
Gleichwohl kommt es nicht selten vor, dass zum Privatvermögen gehörende Vermögensgegenstände einen wesentlichen Beitrag zur Erzielung finanzieller Überschüsse auf Unternehmensebene liefern. Hierzu gehören insbesondere Grundstücke, Gebäude, Patente oder technisches Know-how, die zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes essenziell sind. Um eine isolierte Betrachtung der bewertungsrelevanten wirtschaftlichen Unternehmenseinheit zu erhalten, die für die künftigen finanziellen Überschüsse relevant ist, sind die Vergangenheits- und Planungsrechnungen um die privaten Sachverhalte zu bereinigen und anzupassen.
Hierbei ist insbesondere bei dominierten Konfliktsituationen mit tatsächlichem Eigentumsübergang darauf zu achten, ob betriebsnotwendige Vermögensteile aus dem Privatvermögen mit übertragen werden. Sofern eine Übertragung erfolgt, ist keine gesonderte Abgrenzung erforderlich. Verbleibt der Vermögensgegenstand jedoch im Privateigentum und wird nicht übertragen, so sind die in der Vergangenheit angesetzten Nutzungs- und Lizenzentgelte grundsätzlich durch marktübliche Aufwendungen zu ersetzen, was jedoch bei nicht bzw. schwer marktgängigen Wirtschaftsgütern zu Schätzschwierigkeiten führen kann.
1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung von KMU für die deutsche Wirtschaft und Darlegung der zentralen Problemstellung der Unternehmensbewertung in diesem Segment.
2 Begriffliche Grundlagen: Definition zentraler Begriffe wie Unternehmensbewertung sowie Diskussion verschiedener quantitativer und qualitativer Abgrenzungsmöglichkeiten für KMU.
3 Grundlagen der Unternehmensbewertung: Übersicht über Bewertungsanlässe, Grundsätze der ordnungsmäßigen Unternehmensbewertung und Einordnung der verschiedenen Verfahrenskategorien.
4 KMU in der Unternehmensbewertung: Vertiefende Analyse der Anwendbarkeit von Ertragswert- und DCF-Verfahren sowie detaillierte Untersuchung der spezifischen Herausforderungen durch fehlende Trennung von Sphären, Datenmangel und Inhaberabhängigkeit.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit über die Notwendigkeit einer individuellen Anpassung der Bewertungsmethodik bei KMU und Vorschlag für weitere Forschung zur Standardisierung.
Unternehmensbewertung, KMU, Ertragswertverfahren, Discounted Cash Flow, Kapitalisierungszinssatz, Bewertungsanlass, Inhaberabhängigkeit, Betriebsvermögen, Privatvermögen, Goodwill, Unternehmensnachfolge, Finanzplanung, Planungssicherheit, Bewertungsrisiko, Unternehmensanalyse.
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Unternehmensbewertung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und zeigt auf, warum Standardverfahren für Großunternehmen bei KMU spezifische Anpassungen erfordern.
Die zentralen Felder umfassen die rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen der Bewertung, die Differenzierung zwischen verschiedenen Bewertungsobjekten und die Analyse praktischer Probleme bei der Informationsbeschaffung.
Das Ziel ist die Untersuchung der Auswirkungen von KMU-spezifischen Besonderheiten (wie Personenbezug und Vermögensvermischung) auf die Wertermittlung sowie die Ableitung von Lösungen für die Bewertungspraxis.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Auseinandersetzung mit anerkannten Standards (z.B. IDW S1) und deren Anwendbarkeit auf das Mittelstandssegment.
Im Hauptteil werden das Ertragswert- und das DCF-Verfahren detailliert hergeleitet, gegenübergestellt und auf ihre Eignung zur Bewertung von KMU geprüft sowie die qualitative Bereinigung der Unternehmensdaten erläutert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Unternehmenswert, KMU, Ertragswertverfahren, Cash-Flow-Analyse und Bewertungsgrundsätze charakterisiert.
Die Arbeit fordert eine bereinigte Darstellung der Ertragslage, bei der private Entnahmen oder Kostenbelastungen durch marktübliche Entgelte ersetzt werden, um eine objektive Bewertungsgrundlage zu schaffen.
Da der Erfolg bei vielen KMU eng mit der Person des Inhabers verknüpft ist, kann die Ertragskraft nach einem Ausscheiden wegbrechen. Die Arbeit zeigt auf, wie diese Risiken durch Szenario-Analysen und Abschmelzungsmodelle bewertet werden.
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