Diplomarbeit, 2003
88 Seiten, Note: 1,9
1. Einleitung
2. Themenspezifische Grundlagen
2.1. Der Individualisierungstrend
2.2. Von der klassischen zur kundenindividuellen Massenfertigung
2.3. Wettbewerbsstrategien nach Porter
2.3.1. Differenzierung
2.3.2. Umfassende Kostenführerschaft
2.3.3. Konzentration auf Schwerpunkte
2.4. Von der Alternativhypothese zu den hybriden Wettbewerbsstrategien
2.4.1. Zwischen den Stühlen
2.4.2. Grenzen und Risiken
2.4.3. Erweiterung des Porter-Modells durch hybride Wettbewerbsstrategien
3. Kundenindividuelle Massenproduktion (Mass Customization)
3.1. Potentiale und Kosten
3.1.1. Differenzierungsoption
3.1.2. Kostenoption
3.2. Die Wertschöpfungskette in der Mass Customization
3.3. Konzeption der Mass Customization
3.3.1. Soft Customization
3.3.2. Hard Customization
3.4. Instrumente der Mass Customization
3.4.1. Entwicklung und Konstruktion innerhalb der Mass Customization
3.4.2. Produktionstechnologien als wichtigstes Kostensenkungsinstrument
3.4.3. Informationsbeschaffung und –verarbeitung
3.5. Erfolgsfaktoren der Mass Customization
3.5.1. Markt und Umwelt
3.5.2. Produkte und Leistungen
3.5.3. Kunden und Beziehungen
3.5.4. Unternehmen und Produktion
3.5.5. Marketing und Vertrieb
4. Die veränderte Wettbewerbssituation in der Automobilindustrie
4.1. Zunehmende Komplexität: Ursachen und Folgen
4.1.1. Grundlagen
4.1.2. Bezug auf die Automobilindustrie
4.1.3. Komplexitätsmanagement
4.2. Modularisierung in der Automobilindustrie
4.2.1. Grundlagen
4.2.2. Formen der Modularisierung
4.2.2.1. Einteilung nach der Produktstruktur
4.2.2.2. Einbeziehung des Kunden
4.2.2.3. Einfluss auf die Wertkette
4.3. Realisierung der Modularisierung
4.3.1. Umsetzung der Modularisierung in der Entwicklung
4.3.1.1. Gestaltung modularer Produkte
4.3.1.2. Vorgehensweise zur Bildung von Modulen
4.3.1.3. Plattformkonzept in der Automobilindustrie
4.3.1.4. Vorteile und Probleme der Modularisierung auf Produktebene
4.3.1.5. Modulare Entwicklungsprozesse
4.3.2. Umsetzung der Modularisierung in der Beschaffung und Logistik
4.3.2.1. Potentiale der Eigenfertigung
4.3.2.2. Senkung der Komplexität durch Fremdbezug
4.3.2.3. Anforderungen an Modullieferanten
4.3.2.4. Beziehungen zwischen Hersteller und Zulieferer
4.3.3. Umsetzung der Modularisierung in der Fertigung
4.3.3.1. Formen der Modularisierung auf Prozessebene
4.3.3.2. Produktionsplanung und –steuerung (PPS)
4.3.3.3. Punkt der Variantenzusammenstellung
5. Modularisierung von Kabelsätzen in der Automobilindustrie
5.1. Charakteristika der Branche
5.2. Aufbau und Realisierungskonzepte von Kabelsätzen
5.2.1. Grundlagen zum Kabelsatz
5.2.2. Veränderung der Philosophie von Kabelsätzen
5.2.3. Prinzip der Varianten
5.2.4. Prinzip der reellen Einzelmodule
5.2.5. Prinzip der virtuellen Module
5.3. Betrachtungen mit dem Komplexitätsmanagement
5.3.1. Kabelsätze mit Varianten
5.3.1.1. Feststellung des Komplexitätsumfangs anhand der Varianz
5.3.1.2. Ideen und Möglichkeiten zur Reduzierung der Komplexität
5.3.1.3. Umgang und Beherrschung der verbleibenden Restkomplexität
5.3.2. Kabelsätze mit reellen Einzelmodulen
5.3.2.1. Feststellung des Komplexitätsumfangs anhand der Varianz
5.3.2.2. Ideen und Möglichkeiten zur Reduzierung der Komplexität
5.3.2.3. Umgang und Beherrschung der verbleibenden Restkomplexität
5.3.3. Kabelsätze mit virtuellen Modulen
5.3.3.1. Feststellung des Komplexitätsumfangs anhand der Varianz
5.3.3.2. Ideen und Möglichkeiten zur Reduzierung der Komplexität
5.3.3.3. Umgang und Beherrschung der verbleibenden Restkomplexität
5.4. Betriebswirtschaftliche Beurteilung der Modularisierung
5.4.1. Modularisierung mit Varianten
5.4.1.1. Anwendungsgebiete
5.4.1.2. Vor- und Nachteile
5.4.1.3. Betriebswirtschaftliche Beurteilung
5.4.2. Modularisierung mit reellen Einzelmodulen
5.4.2.1. Anwendungsgebiete
5.4.2.2. Vor- und Nachteile
5.4.2.3. Betriebswirtschaftliche Beurteilung
5.4.3. Modularisierung mit virtuellen Modulen
5.4.3.1. Anwendungsgebiete
5.4.3.2. Vor- und Nachteile
5.4.3.3. Betriebswirtschaftliche Beurteilung
5.4.4. Gegenüberstellung der Modularisierungsstrategien von Kabelsätzen
6. Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Anwendung der Strategie der "Mass Customization" auf die Automobilzulieferindustrie, um die durch hohe Produktvarianz entstehende Komplexität effizient zu beherrschen. Dabei wird untersucht, wie Unternehmen durch Modularisierung und Prozessoptimierungen Wettbewerbsvorteile erzielen können, ohne dabei die Kundenanforderungen an Individualität zu vernachlässigen.
3.1. Potentiale und Kosten
Wie anfangs schon erwähnt stellt Mass Customization eine simultane hybride Wettbewerbsstrategie dar. Die Strategie setzt an der Differenzierungsoption an, verbunden mit einer gleichzeitigen günstigen Kostenoption.
3.1.1. Differenzierung wird durch Varietät erreicht, d.h. die Herstellung von Produkten in so vielen Varianten, so dass jeder Kundenwunsch erfüllt werden kann. Neben der Varietät wird eine Differenzierung über die Herstellung kundenbezogener Dienstleistungen, einem außergewöhnlichen Produktimage oder einem hohen Servicegrad erreicht.
3.1.2. Kostenoption: Der Marktpreis, zu dem ein kundenindividuelles Produkt angeboten wird, ist ungefähr gleich dem Preis eines vergleichbaren Standardprodukts. Hier besteht die Forderung nach einem relativ niedrigen Kostenniveau, welches man durch eine effiziente Fertigung und einen kostengünstigen Vertrieb erreichen kann.
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Mass Customization als Antwort auf steigende Kundenwünsche und zunehmende Komplexität in der Automobilindustrie.
2. Themenspezifische Grundlagen: Erläuterung der Individualisierungstrends und der Wettbewerbsstrategien nach Porter, ergänzt durch die Überwindung der Alternativhypothese.
3. Kundenindividuelle Massenproduktion (Mass Customization): Detaillierte Analyse des Konzepts, der Wertschöpfungskette sowie der Instrumente zur Umsetzung, inklusive der Erfolgsfaktoren.
4. Die veränderte Wettbewerbssituation in der Automobilindustrie: Untersuchung der Komplexitätstreiber im Automobilsektor und Einführung der Modularisierung als Schlüsselstrategie.
5. Modularisierung von Kabelsätzen in der Automobilindustrie: Praktische Anwendung der Theorie auf Kabelsatz-Zulieferer, mit Fokus auf unterschiedliche Realisierungskonzepte und deren betriebswirtschaftliche Bewertung.
6. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der Produktions- und Wettbewerbsstrategien.
Mass Customization, Automobilindustrie, Modularisierung, Komplexitätsmanagement, Wettbewerbsstrategie, Kabelsätze, Wertschöpfungskette, Produktvarianz, Kostenführerschaft, Differenzierung, Lean Production, Kundenindividuelle Fertigung, Prozessoptimierung.
Die Arbeit analysiert, wie Automobilzulieferer das Konzept der "Mass Customization" nutzen können, um trotz hoher Produktvielfalt kosteneffizient und wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die zentralen Themen sind Wettbewerbsstrategien, Mass Customization, Komplexitätsmanagement in der Automobilbranche und spezifische Modularisierungskonzepte.
Das Ziel ist die Untersuchung der Modularisierung als Lösungsansatz zur Beherrschung der Komplexität in der Automobilzulieferindustrie.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer praxisorientierten Fallstudie am Beispiel der Kabelsatzfertigung.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen, den Instrumenten der Mass Customization sowie der detaillierten praktischen Umsetzung der Modularisierung bei Kabelsätzen.
Kernbegriffe sind Mass Customization, Modularisierung, Komplexitätsmanagement, Wettbewerbsvorteile und kundenindividuelle Massenfertigung.
Ein virtuelles Modul dient lediglich der Definition der Funktionsinhalte in einer Systemdatenbank und ermöglicht eine flexible Linienfertigung ohne separate Modulvorfertigung.
Er markiert den Zeitpunkt, ab dem ein Produkt kundenauftragsbezogen gefertigt wird, und beeinflusst somit maßgeblich die Flexibilität sowie die anfallenden Kosten.
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