Bachelorarbeit, 2013
51 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Sexueller Missbrauch – eine Begriffsbestimmung
2.1 Sexueller Missbrauch und das Medium Internet
2.2 Cyber Grooming
3. Kinderpornografie
3.1 Die Inhalte kinderpornografischen Materials und deren Kategorisierung
3.2 Die Machart kinderpornografischen Materials
3.3 Die Vermarktung im Internet – das Internet als Tauschbörse
4. Die Täter – Exkurs Pädosexualität
4.1 Pädosexualität und „Bungee-Pädos“
4.2 Die unterschiedlichen Charakteristika der Täter
4.3 Zahlen und Fakten
5. Falldarstellungen
5.1 „Herr P.“
5.2 „Herr O.“
5.3 „Herr L.“
6. Zusammenfassung der Falldarstellungen
7. Fazit
Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Problematik des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen im Kontext des Internets auseinander, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Arbeit mit den Tätern, ihren Hintergründen und Motivationsstrukturen liegt. Ziel ist es, durch die theoretische Einordnung und die Analyse von Falldarstellungen aus dem Ambulanten Sozialen Dienst der Justiz die Komplexität der Täterpersönlichkeiten aufzuzeigen und praxisrelevante Erkenntnisse für die soziale Arbeit zu gewinnen.
3. Kinderpornografie
Zu der Gruppe der sog. „Trader“ (frei übersetzt: Handelnder, Händler) (Katzer o.J., S.7) gehören Täter, die kinderpornografisches Material miteinander austauschen, beziehungsweise damit handeln. Dies passiert in der Regel über Foren oder File-Sharing Anbieter im Internet. File Sharing bedeutet, dass mehreren Nutzern der Zugriff auf bestimmte Dateien im Internet ermöglicht wird. In Foren können sich Nutzer anmelden, um mit anderen Nutzern über bestimmte Themen zu kommunizieren und Dateien hochzuladen, die sich andere wiederum herunterladen können. Kinderpornografie gibt es allerdings nicht erst mit der Einführung des Internets.
Arthur Kröhnert beschreibt es folgender Maßen: „Kinderpornographie und Kinderprostitution sind kein neues Problem. Einschlägige Zeitschriften und Videos waren schon immer erhältlich. Eine neue Dimension hat sich aber durch das Internet ergeben.“ (Kinderschutz-Zentren o.J., S.9).
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und Begründung des Fokus auf Täterbiografien und Internetkriminalität.
2. Sexueller Missbrauch – eine Begriffsbestimmung: Juristische und psychologische Definitionen sowie die Rolle der Anonymität im Internet.
3. Kinderpornografie: Untersuchung von Kategorisierungen, Machart des Materials und Vertriebswegen im World Wide Web.
4. Die Täter – Exkurs Pädosexualität: Differenzierung zwischen pädosexuellen Neigungen und konsumorientierten "Bungee-Pädos" sowie Analyse von Täterstatistiken.
5. Falldarstellungen: Detaillierte Betrachtung dreier Straftäter aus dem Ambulanten Sozialen Dienst der Justiz inklusive ihrer Lebensumstände.
6. Zusammenfassung der Falldarstellungen: Synthese der Einzelfälle und Identifikation gemeinsamer Defizite in der Persönlichkeitsstruktur.
7. Fazit: Forderung nach mehr Akzeptanz, Aufklärung und therapeutischen Angeboten in der Straffälligenhilfe.
Sexueller Missbrauch, Kinderpornografie, Internetkriminalität, Täterbiografien, Cyber-Grooming, Pädosexualität, Bungee-Pädos, Sozialarbeit, Bewährungshilfe, Strafgesetzbuch, Persönlichkeitsstruktur, Prävention, Fallbearbeitung, Viktimisierung, Paraphilie
Die Arbeit untersucht das Thema des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen durch das Internet, mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Hintergründen, Motivationen und biografischen Strukturen der Täter.
Die zentralen Themen sind die Definition von sexuellem Missbrauch, die Verbreitungswege kinderpornografischer Inhalte, die Unterscheidung verschiedener Tätertypen sowie die psychosoziale Begleitung straffällig gewordener Personen.
Das Ziel ist es, die Perspektive der Täterarbeit in den Fokus zu rücken, um durch Fallanalysen Erkenntnisse für eine effektivere soziale Intervention und Rückfallprävention in der Justiz und Sozialarbeit zu gewinnen.
Die Autorin nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie die qualitative Auswertung von drei Falldarstellungen aus dem Ambulanten Sozialen Dienst der Justiz, um die Thematik praxisnah zu vertiefen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Missbrauchsformen und Internetmedien, eine Tätertypologie (unter anderem die Abgrenzung von pädosexuellen Tätern und "Bungee-Pädos") und die detaillierte Darstellung und Auswertung von drei spezifischen Täterprofilen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Cyber-Grooming, kinderpornografische Materialien, Täter-Resozialisierung, pädosexuelle Orientierung und die Bedeutung der sozialen Integration geprägt.
Der Begriff dient zur Abgrenzung von Tätern, deren Motivation nicht in einer tiefen pädosexuellen Neigung liegt, sondern die das Internet als reinen Konsumort nutzen, um ihre sexuellen Bedürfnisse durch die Objektifizierung von Kindern zu befriedigen.
Alle drei untersuchten Fälle zeigen eine nicht gefestigte Persönlichkeitsstruktur, soziale Isolation, Defizite im Umgang mit alltäglichen Anforderungen und eine auffällige Bindung zu den Eltern, was die Autorin als Ansatzpunkte für notwendige sozialpädagogische Interventionen wertet.
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