Masterarbeit, 2016
79 Seiten, Note: 1,0
B Grundsätzlicher Rechtsrahmen
C Verwertung audiovisueller Inhalte im Internet
I. Technischer Hintergrund
II. Urheberrechtliche Einordnung
1. Verwertungsrechte
a) Vervielfältigungsrecht
b) Recht der öffentlichen Zugänglichmachung
c) Senderecht
2. Leistungsschutzrechte
III. Einräumung von Nutzungsrechten
1. Streaming als eigenständige Nutzungsart
2. Räumliche Beschränkung der Nutzungsrechte
D Geoblocking
I. Funktionsweise
II. Umgehungsmittel
1. Proxy
2. Virtual Private Network
3. Zwischenfazit
III. Urheberrechtliche Einordnung
1. Vereinbarung im Lizenzvertrag
2. Dingliche oder schuldrechtliche Wirkung
3. Haftung des Anbieters im Fall einer Umgehung durch den Nutzer
4. Haftung der Nutzer im Fall einer Umgehung
a) Rechtfertigung durch § 44a Nr. 2 UrhG
b) Rechtfertigung durch § 53 Abs. 1 S. 1 UrhG
c) Umgehung einer technischen Maßnahme
d) Zwischenfazit
IV. Unionsrechtliche Zulässigkeit
V. Zwischenfazit
E Reformpläne
I. Lösungsvorschläge der Europäischen Kommission
II. Prüfung und Wertung der geplanten Maßnahmen
1. Verordnungsvorschlag zur Portabilität
2. Modernisierung der Kabel-Satelliten-Richtlinie
a) Anwendung des Sendelandprinzips auf Online-Angebote
b) Technologieneutrale Ausgestaltung des Weiterverbreitungsrechts
3. Einheitlicher EU-Urheberrechtstitel
F Fazit
Die Arbeit untersucht die urheberrechtliche Zulässigkeit und technische Funktionsweise von Geoblocking bei der Bereitstellung audiovisueller Inhalte über das Internet. Ziel ist es, die Vereinbarkeit dieser territorialen Beschränkungen mit europäischem Recht zu prüfen und die Auswirkungen aktueller Reformpläne der EU, wie den Verordnungsvorschlag zur Portabilität, auf die bisherige Praxis der Rechtevergabe zu bewerten.
D Geoblocking
Oftmals wird es sich für einen Anbieter audiovisueller Inhalte wirtschaftlich nicht lohnen oder gar unmöglich sein, im Rahmen einer Online-Verwertung sämtliche Lizenzen für jedes betroffene Land einzuholen. Um sich für die Staaten, für die der Verwerter über keinerlei Nutzungsrechte verfügt, gegen eine Urheberrechtsverletzung abzusichern, muss dieser sicherstellen, dass die audiovisuellen Werke dort nicht gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht werden. Neben dieser urheberrechtlichen Problematik kommt bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ergänzend hinzu, dass ihr Programm von den jeweiligen inländischen Gebührengeldern finanziert wird, und daher die ausgestrahlten Inhalte nur den einheimischen Nutzern zugänglich sein sollen. Ein weiterer Grund für eine territoriale Begrenzung kann im Schutz der sog. „Verwertungskaskade“ liegen, der speziell im Filmsektor praktizierten sequentiellen Verwertung von TV- und Kinoproduktionen in verschiedenen Formaten.
Gerade bei der Online-Verwertung ist eine solche Absicherung essentiell, da das Internet weltweit verfügbar ist. Diese globale Verfügbarkeit des Internets ist dabei nicht bloß Ausdruck der Möglichkeiten der Anbieter, sondern steht technisch weitgehend gar nicht zur Disposition der Anbieter. Ein Angebot, dass von einem Anbieter an einem beliebigen Ort in das Internet gestellt wird, kann prinzipiell von jedem anderen Ort aus abgerufen werden, sofern der Anbieter keine besonderen Schutzmaßnahmen einsetzt.
Als eine solche Schutzmaßnahme hat sich mittlerweile das Geoblocking etabliert. Basierend auf dem geografischen Standort des Nutzers kann dieser, sofern er sich außerhalb des Lizenzgebiets aufhält, von der Kenntnisnahme oder dem Abruf der geschützten Inhalte abgehalten werden. Gemeint ist die auf eine geographische Region bzw. ein bestimmtes Land beschränkte Sperrung bestimmter Internetinhalte.
B Grundsätzlicher Rechtsrahmen: Erläutert das Territorialitätsprinzip als Ursprung für territoriale Rechtevergaben und deren Auswirkung auf die Lizenzierungspraxis.
C Verwertung audiovisueller Inhalte im Internet: Analysiert die technischen und rechtlichen Unterschiede zwischen Web-TV und Video-on-Demand sowie die Einordnung der entsprechenden Verwertungsrechte.
D Geoblocking: Untersucht die Funktionsweise und rechtliche Zulässigkeit von Geoblocking-Maßnahmen sowie die Haftungsfolgen bei deren Umgehung durch Nutzer.
E Reformpläne: Diskutiert die EU-Strategien für den digitalen Binnenmarkt, insbesondere den Verordnungsvorschlag zur Portabilität und die Modernisierung der Kabel-Satelliten-Richtlinie.
F Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunft von Geoblocking im Hinblick auf einen einheitlichen digitalen Binnenmarkt.
Geoblocking, Urheberrecht, Streaming, Video-on-Demand, Web-TV, Territorialitätsprinzip, Lizenzierung, Internetfernsehen, Portabilität, Dienstleistungsfreiheit, IP-Adresse, Proxy, VPN, digitaler Binnenmarkt, Verwertungsrechte.
Die Arbeit behandelt die rechtliche und technische Problematik des Geoblockings bei der Bereitstellung audiovisueller Inhalte im Internet sowie dessen Vereinbarkeit mit den Zielen eines gemeinsamen digitalen Binnenmarktes in der EU.
Es wird zwischen linearem Web-TV, bei dem der Anbieter den Zeitpunkt der Ausstrahlung festlegt, und non-linearem Video-on-Demand (VoD) differenziert, bei dem der Nutzer den Zeitpunkt des Abrufs individuell wählt.
Das Ziel ist es, die urheberrechtliche Zulässigkeit von Geoblocking zu prüfen und zu analysieren, ob und wie territoriale Sperren im Zuge europäischer Reformbemühungen abgeschafft oder angepasst werden müssen.
Es handelt sich um eine juristische Analyse, die den aktuellen Rechtsrahmen des Urheberrechts auf Basis nationaler Gesetze (UrhG) und europäischer Richtlinien (z.B. Kabel-Satelliten-RL, InfoSoc-RL) sowie einschlägiger Rechtsprechung (z.B. EuGH-Urteile) bewertet.
Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise von Geoblocking-Technologien, die Haftung der Beteiligten bei deren Umgehung und die primärrechtliche Zulässigkeit von territorialen Lizenzbeschränkungen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Geoblocking, Urheberrecht, Territorialitätsprinzip, digitaler Binnenmarkt und Portabilität definiert.
Rechteinhaber benötigen Geoblocking, um ihre Verwertungskaskaden zu sichern und exklusive Lizenzgebiete für verschiedene Länder zu wahren, da eine paneuropäische Rechtevergabe ökonomisch oft nicht rentabel ist.
Die Arbeit weist darauf hin, dass Nutzer sich in einer rechtlichen Grauzone bewegen und im Falle der bewussten Umgehung technischer Schutzmaßnahmen theoretisch mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen müssen, auch wenn eine abschließende Klärung durch die Rechtsprechung noch aussteht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

