Diplomarbeit, 2015
45 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemdarstellung
1.2 Fragestellung
1.3 Methode
2. Schizophrenie
2.1 Definitionen
2.2 Diagnosekriterien
2.3 Die Rolle der Pflege in der Therapie
2.3.1 Psychopharmakotherapie
2.4 Verlauf
3 Pflegerische Maßnahmen zur Verbesserung regelmäßiger Medikamenteneinnahme
3.1 Psychoedukation
3.1.1 Formen
3.1.2 Durchführung
3.1.3 Themen
3.1.5 Ziele
3.1.6 Wirkungsnachweise
3.2 Medikamententraining nach Koller
3.2.1 Stufen
3.2.2 Wirksamkeitsnachweis
3.3 Adherence
3.3.1 Daten und Fakten
3.3.2 Einflüsse auf die Adhärenz
3.3.3 Adherence Therapie
Interpersonal Skills
Process Skills
3.3.4 Adherence Training – Durchführung
3.4 Medikamententrainingsprogramm (MTP) und Medikamententrainingprogramme
3.4.1 Durchführung
3.4.2 Ziele
3.4.3 Wirksamkeitsnachweise
3.5 SEKT
4 Beschreibung weiterer Studien zum Thema
4.1 Effect of self-management training on adherence to medications among community residents with chronic schizophrenia
4.2 Interventions to improve medication adherence in schizophrenia
5 Pflegeplanungen
6 Eigene Schlüsse
7 Zusammenfassung
Die Fachbereichsarbeit untersucht pflegerische Interventionen und Haltungen, die dazu beitragen können, die regelmäßige Medikamenteneinnahme bei chronisch schizophren erkrankten Erwachsenen zu sichern und in den Pflegeprozess zu integrieren.
3.1 Psychoedukation
Die Psychoedukation dient der Vermittlung von Wissen bezüglich der Erkrankung und dem Umgang mit ihr. Es gilt, zwischen Psychoedukationsgruppen und Medikamentengruppen, die häufig ärztlich geleitet werden, zu differenzieren.
Psychoedukation ist eine pädagogisch-therapeutische Intervention, mit dem Ziel der Tertiärprävention. „Bei der Psychoedukation handelt es sich um eine verhaltenstherapeutische Variante von Psychotherapie im weiteren Sinne. Sie fokussiert vor allem die Problembewältigungsperspektive und zielt drauf ab, zum Verstehen und zur Verarbeitung des Krankheitsgeschehens beizutragen (...)“. Es obliegt daher gegenwärtig eher dem psychologischen, beziehungsweise ärztlichen Team, Psychoedukationsgruppen anzuleiten, jedoch belegen mehrere Studien die positiven Auswirkungen auf Rezidive bei (chronisch) schizophren erkrankten Menschen sowie bei depressiv erkrankten Menschen, weswegen die Pflege hier im Form von Einzelpsychoedukationseinheiten eine Rolle spielen kann. Diese Herausforderung erfordert selbstverständlich zusätzliche Aus- und Weiterbildungen für das Pflegepersonal, da das zu vermittelnde Wissen fundiert sein muss.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Pflegeprozesses bei schizophrenen Erkrankungen ein und erläutert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Literaturrecherche.
2. Schizophrenie: Dieses Kapitel definiert das Krankheitsbild der Schizophrenie, beschreibt die relevanten Diagnosekriterien sowie die spezifische Rolle der Pflege innerhalb der Psychopharmakotherapie.
3 Pflegerische Maßnahmen zur Verbesserung regelmäßiger Medikamenteneinnahme: Dieser Hauptteil analysiert verschiedene pflegerische Ansätze wie Psychoedukation, Medikamententraining nach Koller, das Adhärenz-Konzept und das MTP, inklusive deren Durchführungsformen und Wirksamkeitsbelegen.
4 Beschreibung weiterer Studien zum Thema: Dieses Kapitel beleuchtet spezifische internationale Forschungsarbeiten zum Thema Selbstmanagement-Training und Interventionen zur Verbesserung der Medikamentenadhärenz.
5 Pflegeplanungen: In diesem Teil werden die Erkenntnisse der Literaturrecherche in praktische, beispielhafte Pflegeplanungen übersetzt, die auf gängigen Taxonomien basieren.
6 Eigene Schlüsse: Der Autor zieht ein Fazit über die praktische Umsetzbarkeit der vorgestellten Konzepte im pflegerischen Alltag und reflektiert deren Anwendbarkeit.
7 Zusammenfassung: Diese abschließende Übersicht rekapituliert die Wirksamkeit der untersuchten Interventionen und den weiteren Forschungsbedarf.
Schizophrenie, Medikamenteneinnahme, Adhärenz, Pflegeprozess, Psychoedukation, Medikamententraining, Koller, MTP, Psychopharmakotherapie, Compliance, Rezidivprävention, Pflegeplanung, Selbstmanagement, Gesundheitsverhalten, Psychiatrische Pflege.
Die Arbeit befasst sich mit der Sicherstellung der regelmäßigen Medikamenteneinnahme bei chronisch schizophren erkrankten Menschen aus Sicht der psychiatrischen Pflege.
Zentrale Themen sind Psychoedukation, das Medikamententraining nach Koller, das Adhärenz-Konzept sowie das standardisierte Medikamententrainingsprogramm (MTP).
Die Forschungsfrage lautet: Mit welchen pflegerischen Interventionen kann die regelmäßige Medikamenteneinnahme bei chronisch schizophren erkrankten Erwachsenen sichergestellt werden?
Es wurde eine umfassende Literaturrecherche in verschiedenen Datenbanken wie PubMed und Google Scholar durchgeführt, die 50 Quellen umfasst.
Der Hauptteil analysiert theoretische Hintergründe und praktische Interventionen zur Förderung der Medikamentenadhärenz und stellt diese anhand von Studien und Modellen dar.
Schizophrenie, Medikamentenadhärenz, Psychoedukation, Pflegeprozess, Medikamententraining und psychiatrische Pflege.
Das SEKT konnte in der Arbeit nicht als empirisch belegbare wirkungsvolle Intervention für die Medikamentenadhärenz identifiziert werden, weshalb es nicht vertiefend behandelt wurde.
Die Pflegeplanungen folgen einem strukturierten Schema mit Pflegediagnose, Ätiologie, Symptomen, Ressourcen, Zielen, Folgezielen und konkreten pflegerischen Maßnahmen.
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