Bachelorarbeit, 2014
55 Seiten, Note: 1,7
A. Die Präsenz des Geschlechtes in unserer Gesellschaft
B. Erziehung zur Geschlechtslosigkeit?
2.1 Die Entstehung der Gender Theorie
2.1.1 Drei Feministinnen als Vordenkerinnen des Gender Begriffes
2.1.2 Begriffsdefinitionen
2.1.3 Gender Mainstreaming in der Politik
2.1.4 Die Zielsetzung der Gender Theorie
2.1.5 Kritik an der feministischen Entwicklung
2.2 Exkurs: Geschichte der Geschlechterrollen
2.2.1 Vom bürgerlichen Familienideal zur modernen Sicht von Geschlechterrollen
2.2.2 Wovon will die Gender Theorie weg?
2.3 Gender Mainstreaming in der Erziehung
2.3.1 Zu den Unterschieden zwischen den Geschlechtern
2.3.2 Ein Beispiel für geschlechtsspezifische Erziehung: TeenSTAR
2.3.3 Schwierigkeiten bei der geschlechtsspezifischen Erziehung
2.3.4 Ausgangspunkt der geschlechtsneutralen Erziehung: Geschlecht als soziales Konstrukt
2.3.5 Ein Beispiel für geschlechtsneutrale Erziehung: Egalia
2.4 Auswertungen verschiedener Studie
2.4.1 Zur Möglichkeit einer geschlechtsneutralen Erziehung
2.4.2 Zur Geschlechtsneutralität der unter Zweijährigen
2.4.3 die Geschlechtsidentität nach Trautner
2.4.4 Zu den Folgen geschlechtsneutraler Erziehung
2.5 abschließende Gedanken: Geschlechter als Pole im Miteinander
C. Der Neue Mensch
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen traditionellen Geschlechterrollen und der modernen Gender-Theorie mit besonderem Fokus auf die Auswirkungen geschlechtsneutraler Erziehung auf die kindliche Entwicklung und Persönlichkeitsbildung.
2.1 Die Entstehung der Gender Theorie
Seit den 1980er Jahren wird der Ansatz der geschlechtsspezifischen Sozialisation mehr und mehr in Frage gestellt. Hauptgrund dafür ist die Frage, welche überwiegend nach Geschlechterunterschiede im Verhalten, Denken und Fühlen gestellt wird. Die Grundaussage ist dabei, dass Menschen automatisch im Laufe ihres Sozialisationsprozesses zu Männern oder zu Frauen werden. Männlichkeit und Weiblichkeit wird folglich nur von der Gesellschaft produziert, so die Meinung einiger kritischer Feministinnen (vgl. Bilden 1998; Hagemann-White 2004; Bilden; Dausien 2006). Die Kritik dabei ist, dass der Einfluss der Gesellschaft dabei zu übermächtig wird und dem Individuum eigene Entwicklungsmöglichkeiten abspricht. Auf diesem hintergrund wurde der Ansatz des Doing Gender (vgl. West; Zimmermann 1987) weiter entwickelt.
Zunächst einmal wurde das deutsche Wort Geschlecht, durch den Begriff Gender, um einen kulturellen Aspekt, ergänzt. Der Begriff Gender ist in den vergangen Jahren in der Wissenschaft und im Alltag zu einem Schlüsselbegriff geworden. Gender ist ein dynamischer Begriff und definiert das soziale Geschlecht als veränderbar. Das Geschlecht ist also nicht mehr länger eine Eigenschaft der Personen, sondern ein bestimmtes Handeln in bestimmten Situationen (vgl. Faulstich-Wieland 2006, S. 208).
A. Die Präsenz des Geschlechtes in unserer Gesellschaft: Eine Einführung in das allgegenwärtige, bipolare Geschlechtersystem und die Rolle der Geschlechterrollen in unserem Leben.
B. Erziehung zur Geschlechtslosigkeit?: Eine Reflexion darüber, ob eine geschlechtslose Pädagogik für Jugendliche förderlich oder eher hinderlich ist.
2.1 Die Entstehung der Gender Theorie: Erläuterung der theoretischen Hintergründe und der soziologischen Ansätze, die das Geschlecht als soziales Konstrukt definieren.
2.2 Exkurs: Geschichte der Geschlechterrollen: Historischer Rückblick auf die Entwicklung von Familienidealen und Geschlechterrollen in unterschiedlichen Gesellschaftsepochen.
2.3 Gender Mainstreaming in der Erziehung: Untersuchung der Umsetzung von Gender-Theorien in Bildungseinrichtungen und die daraus resultierenden Herausforderungen.
2.4 Auswertungen verschiedener Studie: Kritische Analyse empirischer Forschungsergebnisse zur kindlichen Entwicklung und Identitätsbildung unter verschiedenen erzieherischen Einflüssen.
2.5 abschließende Gedanken: Geschlechter als Pole im Miteinander: Fazit zur Relevanz der Geschlechterdifferenz als bereicherndes Element des menschlichen Zusammenlebens.
C. Der Neue Mensch: Eine philosophische Betrachtung historischer und moderner Bestrebungen, durch gesellschaftliche Ideologien ein "neues" Menschenbild zu erschaffen.
Gender Mainstreaming, Geschlechterrollen, Soziale Konstruktion, Pädagogik, Geschlechtsidentität, Sozialisation, Doing Gender, TeenSTAR, Egalia, Kindererziehung, Dekonstruktion, Geschlechtsneutralität, Identitätsaufbau.
Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen der Gender-Theorie und hinterfragt, ob eine geschlechtsneutrale Erziehung die Entwicklung von Kindern tatsächlich stärkt oder ob traditionelle Geschlechterbilder weiterhin eine wichtige Rolle spielen.
Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Gender-Theorie, politische Umsetzungsstrategien wie das Gender Mainstreaming, pädagogische Ansätze zur Erziehung sowie psychologische Erkenntnisse zur Geschlechtsidentität.
Das Ziel ist herauszufinden, welcher Erziehungsansatz – der geschlechtsspezifische oder der geschlechtsneutrale – bei Jugendlichen mehr Selbstbewusstsein und Zufriedenheit mit ihrer Geschlechtsidentität fördern kann.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine Literatur- und Studienanalyse, bei der soziologische und psychologische Forschungsarbeiten sowie historische und aktuelle Entwicklungsmodelle ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Gender-Theorie, einen historischen Exkurs über Geschlechterrollen, eine detaillierte Auseinandersetzung mit Erziehungspraktiken und eine kritische Auswertung einschlägiger empirischer Studien.
Wichtige Begriffe sind Gender Mainstreaming, Doing Gender, soziale Konstruktion, Geschlechtsidentität, Erziehung zur Geschlechtslosigkeit und die kritische Auseinandersetzung mit dem Konstrukt "neuer Mensch".
TeenSTAR setzt auf eine geschlechtsspezifische Förderung, die das Fruchtbarkeitsbewusstsein und eine ganzheitliche Sicht auf Sexualität als Chance begreift, um Jugendliche in ihrer Reifezeit zu begleiten.
Egalia verfolgt ein konsequent geschlechtsneutrales Konzept, indem beispielsweise geschlechtsneutrale Pronomen verwendet werden, um Kindern eine Rollenwahl zu ermöglichen, die unabhängig von traditionellen gesellschaftlichen Erwartungen ist.
Die Autorin sieht Geschlechter als relative Pole in einem Miteinander und warnt davor, den "Reichtum", den die Differenz zwischen Mann und Frau mit sich bringt, durch ideologische Bestrebungen zugunsten einer Geschlechtslosigkeit zu opfern.
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