Examensarbeit, 2004
92 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung und Zielsetzung
1.1 Einleitung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Rahmenbediungen für den Computereinsatz im Unterricht
2.1 Institutionelle Rahmenbedingungen
2.1.1 Technische Ausstattung
2.1.1.1 Verarbeitungsgeräte
2.1.1.2 Eingabegeräte
2.1.1.3 Ausgabegeräte
2.1.1.4 Software
2.1.2 Didaktische Einsatzorte
2.1.3 Zeitliche und räumliche Organisation
2.2 Personelle Rahmenbedingungen
2.2.1 Vorkenntnisse der Schüler
2.2.2 Zusätzliche Fähigkeiten der Lehrkraft
3. Der Computer als Schreibwerkzeug
3.1 Ansätze und Befunde der Schreibforschung
3.1.1 Der Schreibprozess
3.1.1.1 Grundsätzliche Überlegungen
3.1.1.2 Das Schreibprozessmodell von HAYES und FLOWER
3.1.2 Die Entwicklung von Schreibfähigkeiten
3.1.2.1 Das Schreibentwicklungsmodell von BEREITER
3.1.2.2 Empirische Untersuchungsergebnisse zum Erwerb von Schreibkompetenzen
3.1.2.2.1 Forschungsergebnisse im Bereich von Planungsprozessen
3.1.2.2.2 Forschungsergebnisse im Bereich von Produktionsprozessen
3.1.2.2.3 Forschungsergebnisse im Bereich von Überarbeitungsprozessen
3.2 Textproduktion mit dem Computer
3.2.1 Tastatur
3.2.1.1 Vernachlässigung der Handschrift
3.2.1.2 Physische und kognitive Entlastung
3.2.1.3 Produktion umfangreicherer Texte
3.2.2 Bildschirm
3.2.2.1 Virtuelle Oberfläche
3.2.2.1.1 Konsequenzen für den Planungsprozess
3.2.2.1.2 Konsequenzen für den Schreibprozess
3.2.2.1.3 Konsequenzen für den Überarbeitungsprozess
3.2.2.2 Textdarstellung
3.2.2.2.1 Konsequenzen für den Schreibprozess
3.2.2.2.2 Konsequenzen für den Überareitungsprozess
3.2.2.3 Trennung vom Eingabegerät
3.2.2.3.1 Konsequenzen für den Schreibprozess
3.2.2.3.2 Konsequenzen für den Überarbeitungsprozess
3.2.2.4 Maschinenschrift
3.2.2.4.1 Konsequenzen für den Schreibprozess
3.2.2.4.2 Konsequenzen für den Überarbeitungsprozess
3.2.3 Drucker
4. Praktische Anwendung
4.1 Fragestellung und Zielformulierung der Untersuchung
4.2 Methodisches Vorgehen
4.2.1 Textprodukt-Analyse
4.2.2 Schreibprozess-Analyse
4.2.3 Fragebogen
4.3 Umsetzung
4.3.1 Rahmenbedingungen
4.3.1.1 Institutionelle Rahmenbedingungen
4.3.1.1.1 Örtlichkeiten
4.3.1.1.2 Zeitliche Umstände
4.3.1.1.3 Technische Ausstattung
4.3.1.2 Personelle Rahmenbedingungen
4.3.1.2.1 Vorkenntnisse bezüglich Fantasiereisen
4.3.1.2.2 Lernvoraussetzungen im kreativen Schreiben
4.3.1.2.3 Erfahrungen im Umgang mit dem Computer
4.3.2 Plan der Durchführung
4.3.3 Methodische Konzeption
4.3.3.1 Unterrichtsaufbau
4.3.3.2 Unterrichtsformen
4.3.3.3 Unterrichtsmittel
4.3.4 Reflexion
4.4 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
4.4.1 Textprodukt-Analyse
4.4.1.1 Textumfang
4.4.1.2 Sprachliche und orthographische Richtigkeit
4.4.1.2.1 Rechtschreibung
4.4.1.2.2 Zeichensetzung
4.4.1.2.3 Tempusgebrauch
4.4.1.2.4 Satzbau
4.4.1.3 Äußere und innere Gliederung
4.4.1.4 Verwendung von Strukturelementen
4.4.1.5 Verwendung sprachlicher Mittel
4.4.2 Schreibprozess-Analyse
4.4.3 Ergebnisse der Schülerbefragung
5. Zusammenfassung und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist die theoretische Beleuchtung und praktische Erprobung der Textproduktion am Computer in der Grundschule, um den Einfluss des Computers auf den Schreibprozess und die Schreibkompetenz von Grundschülern zu untersuchen.
3.1.1.2 Das Schreibprozessmodell von HAYES und FLOWER
In ihrem Modell stellen HAYES und FLOWER interne Vorgänge und externe Bedingungen des Schreibens in drei Einheiten dar: Die Schreibumgebung, das Langzeitgedächtnis des Schreibers und der Schreibprozess.
1. Die Schreibumgebung
Die Schreibumgebung umfasst Aspekte, auf welche der Textproduzent nur bedingt Einfluss hat. Dazu gehört einmal die Schreibaufgabe. Der Autor muss einen Text zu einem spezifischen Thema herstellen. Das schriftsprachliche Problem, das sich dem Schreiber in Form einer Schreibaufgabe stellt, ist sehr komplex. Es beinhaltet Anforderungen hinsichtlich des Inhalts und der potentiellen Leserschaft. Um seine Schreibziele verwirklichen zu können, muss der Textproduzent die Gestaltung des Inhalts an den Kenntnissen, Voraussetzungen und Interessen der Adressaten orientieren. Bei der Schreibaufgabe handelt es sich also um ein von außen festgelegtes Schreibmotiv für den Schreiber. Hat der Schreibvorgang eingesetzt, bildet der bereits produzierte Text einen weiteren Aspekt der Schreibumgebung, welcher vom Autor beachtet werden muss. Als Angelpunkt für Überarbeitungen und weitere Planungsschritte verändert er maßgeblich die Schreibumgebung. Jedes angefügte Wort legt den weiteren Text fest und schränkt die Auswahl an Fortsetzungsmöglichkeiten ein. Neue Ideen sind mit bisherigen Aussagen in einen Zusammenhang zu stellen, damit der Text kohärent wird. Für die Herstellung eines übergeordneten Sinns sorgen permanente Leseprozesse im niedergeschriebenen Text.
1. Einleitung und Zielsetzung: Einführung in die Thematik und Definition der Zielsetzung und des Aufbaus der Hausarbeit.
2. Rahmenbediungen für den Computereinsatz im Unterricht: Erörterung der technischen, personellen und organisatorischen Voraussetzungen für die Implementierung von Computern in der Grundschule.
3. Der Computer als Schreibwerkzeug: Theoretische Auseinandersetzung mit Schreibprozessmodellen und den spezifischen Auswirkungen des Mediums Computer auf die Textproduktion.
4. Praktische Anwendung: Beschreibung der Planung, Umsetzung und Analyse einer unterrichtlichen Erprobung der Textproduktion am Computer.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der gewonnenen empirischen Erkenntnisse und Einschätzung der künftigen Bedeutung des Computers im Grundschulunterricht.
Textproduktion, Computer, Grundschule, Schreibforschung, Schreibprozess, Schreibkompetenz, Tastatur, Bildschirm, Schreibdidaktik, Medienpädagogik, Schreibanfänger, Textverarbeitung, Überarbeitungsprozess, Planungsprozess, Unterrichtseinheit.
Die Arbeit untersucht, wie sich der Einsatz des Computers als Schreibwerkzeug auf die Textproduktion und den Erwerb von Schreibfähigkeiten bei Grundschülern auswirkt.
Die Arbeit beleuchtet theoretische Aspekte der Schreibforschung, die technischen und personellen Rahmenbedingungen in der Schule sowie die praktische Anwendung im Unterricht.
Das Ziel ist die theoretische Durchdringung sowie die praktische Erprobung des Computereinsatzes, um Veränderungen in Schreibprozessen und -produkten bei Grundschülern zu identifizieren.
Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, der Textprodukt-Analysen, die Auswertung von Schreibprozess-Protokollen (Makroaufzeichnungen) und eine begleitende Schülerbefragung umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Schreibdidaktik und eine detaillierte Auswertung der Ergebnisse aus einer Unterrichtseinheit, in der Grundschüler ihre Fantasietexte am PC verfassten.
Die Arbeit fokussiert auf Themen wie Textproduktion, Schreibprozess, Schreibkompetenz, Computer, Grundschule und Schreibdidaktik.
Die Tastatur ist für viele Grundschüler eine Herausforderung (Buchstabensuche), kann aber physisch entlasten, obwohl sie zu linearem, teilweise unreflektiertem Schreiben verleiten kann.
Die Untersuchung zeigt, dass computergeschriebene Texte von Grundschülern qualitativ nicht zwingend besser sind als handgeschriebene; sie weisen oft spezifische Probleme in der Textstruktur und Korrektheit auf.
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