Bachelorarbeit, 2015
48 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung und Problemstellung
2. Theoretische Hintergründe
2.1 Arten des Kundenverhaltens
2.2 Gründe für Kundenbindung - Kosten und Nutzen
2.3 Definition von Kundenbindungsprogrammen
2.3.1 Einzelpartner vs. Mehrfachpartner
2.3.2 Sofortige vs. verzögerte Belohnung
2.3.3 Direkte Belohnung vs. indirekte Belohnung
2.3.4 Tangible vs. intangible Belohnung
3. Wirkungsmechanismen von Kundenbindungsprogrammen
3.1 Theorien der Sozialpsychologie
3.1.1 Theory of operant learning - Operantes Lernen
3.1.2 Theory of Commitment - Leistungsbereitschaft / Bindung (des Kunden)
3.1.3 Theory of cognitive evaluation - Selbstbestimmungstheorie
3.2 Wirkung auf den Kunden
3.2.1 Kundenstatus (status)
3.2.2 Kundengewohnheit (habit)
3.2.3 Kundenbeziehung (relational)
4. Kritische Auseinandersetzung
4.1 Inwiefern wird Kundenbindung durch Kundenbindungsprogramme erreicht? Ein Praxisbeispiel.
4.2 Effektivität von Kundenbindungsprogrammen
4.2.1 Programmloyalität vs. Markenloyalität
4.2.2 Ökonomische vs. emotionale Bindung
4.2.3 Aussagekraft der Untersuchungsergebnisse
5. Fazit und Implikationen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit von Kundenbindungsprogrammen kritisch vor dem Hintergrund, warum deren Ergebnisse häufig hinter den unternehmerischen Erwartungen zurückbleiben. Ziel ist es, durch die Analyse ökonomischer und emotionaler Aspekte aufzuzeigen, wie Unternehmen ihre Strategien anpassen können, um eine echte und nachhaltige Kundenbindung zu erreichen.
3.1.1 Theory of operant learning - Operantes Lernen
Gezeigtes oder nicht gezeigtes Verhalten führt allgemein zu einer (unmittelbaren) Konsequenz in der Interaktion mit der Umwelt. Beim operanten Lernen lernt ein Individuum, welche Verhaltensweise es zeigen muss, um dafür belohnt zu werden, bzw. welche Verhaltensweise es unterlassen sollte, um nicht bestraft zu werden. Wichtig ist dabei, dass die verstärkende Konsequenz in zeitlicher und räumlicher Nähe und mit einer gewissen Regelhaftigkeit zur gezeigten Verhaltensweise auftritt.
Bonusprogramme funktionieren in ihrer ursprünglichen Gestaltung nach genau diesem Prinzip. Ein Unternehmen stellt dem Konsumenten eine Belohnung in Aussicht wenn er wiederholt bei diesem Unternehmen kauft. Der Konsument lernt, dass er nur durch die Wiederholung seiner Verhaltensweise eine Belohnung erhält und wird dadurch zu weiteren Käufen motiviert. Die Belohnung (z.B. in Form einer Sachprämie oder eines Rabatts) ist hier die verstärkende Konsequenz, die die Verhaltensänderung beim Konsumenten bewirkt. Loyalität entsteht hierdurch nicht automatisch, sondern wird durch das Bonusprogramm "erzeugt" und hängt maßgeblich von der Fähigkeit des Konsumenten ab, die Regeln des Programms zu verstehen.
1. Einleitung und Problemstellung: Diese Einführung verdeutlicht, dass in einem globalisierten Wettbewerb rein preisbasierte Angebote nicht mehr ausreichen und Kundenbindungsprogramme als Instrument zur nachhaltigen Ertragssicherung dienen.
2. Theoretische Hintergründe: Hier werden die Grundlagen des Kundenverhaltens, die ökonomischen Beweggründe für Kundenbindung sowie die Definitionen und Kategorisierungsmöglichkeiten von Kundenbindungsprogrammen dargelegt.
3. Wirkungsmechanismen von Kundenbindungsprogrammen: Das Kapitel analysiert psychologische Theorien und zeigt auf, wie Status, Gewohnheiten und Beziehungsaspekte die Wirkung dieser Programme auf den Konsumenten beeinflussen.
4. Kritische Auseinandersetzung: Anhand eines Praxisbeispiels sowie wissenschaftlicher Studien wird die Effektivität von Bonusprogrammen hinterfragt und die Spannung zwischen kurzfristiger Programmloyalität und langfristiger Markenloyalität beleuchtet.
5. Fazit und Implikationen: Die Abschlussbetrachtung fasst zusammen, dass eine Kombination aus ökonomischen und emotionalen Anreizen notwendig ist, um profitable Kunden nachhaltig zu binden und die Ziele des Kundenbindungsmanagements zu erreichen.
Kundenbindung, Kundenbindungsprogramme, Bonusprogramme, Programmloyalität, Markenloyalität, Relationship-Marketing, Konsumentenverhalten, Belohnungssysteme, Nutzenmaximierung, Commitment, Selbstbestimmungstheorie, ökonomische Bindung, emotionale Bindung, Kundenzufriedenheit.
Die Arbeit analysiert die Wirkung von Kundenbindungsprogrammen auf die tatsächliche Kundenbindung und hinterfragt kritisch, warum diese oft hinter den erhofften Erwartungen zurückbleiben.
Zu den Kernbereichen gehören die psychologischen Grundlagen der Verhaltenssteuerung, der Vergleich von ökonomischen und emotionalen Bindungsarten sowie die Effektivitätsmessung von Bonusprogrammen.
Es soll geklärt werden, warum die Wirkung vieler Programme hinter den Erwartungen bleibt und welche Veränderungen notwendig sind, um negative Effekte abzuschwächen oder umzukehren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und Theorien sowie einer kritischen Übertragung auf die Praxis, exemplarisch verdeutlicht an der Hotelkette Hilton.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Sozialpsychologie), die Wirkungsmechanismen (Status, Gewohnheit, Beziehung) und eine kritische Diskussion der Effektivität von Bindungsprogrammen.
Wesentliche Begriffe sind Kundenbindung, Bonusprogramme, Programmloyalität, Markenloyalität sowie ökonomische und emotionale Bindung.
Als Praxisbeispiel dient das Programm "HHonors" der Hotelkette Hilton, anhand dessen die theoretischen Konzepte wie Einzelpartner-Struktur und verzögerte Belohnung illustriert werden.
Das Ergebnis zeigt, dass ökonomische Belohnungen zwar kurzfristig Interesse wecken können (kalkulative Loyalität), aber für eine langfristige "echte" Bindung zwingend durch emotionale, markenbezogene Vorteile ergänzt werden müssen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

