Masterarbeit, 2015
100 Seiten, Note: 1,0
I Einleitung
II Kontextualisierung des Themas
1. Historisch- ideelle Rahmensetzung
2. Die deutsche EZ, Daten und Fakten
2.1. Bilaterale vs. Multilaterale Entwicklungszusammenarbeit
2.2. Technische Zusammenarbeit vs. Finanzielle Zusammenarbeit
2.3. Die Durchführungsorganisation GIZ vs. Andere
III Analyse, die aktuelle deutsche TZ über die GIZ
1. Methodologisches Vorgehen
1.1. Die Kodifikationstabelle: Kategorien für die Datenaufnahme
1.2. Die Eingabematrix: Instrument zur systematisierten Dateneingabe
1.3.: Softwaregestützte Verrechnung und Vernetzung: Auswertung des Datenmaterials
2. Analytische Darstellung der Ergebnisse
2.1. Darstellung der Ergebnisse auf der Makroebene
2.2. Darstellung der Projektarbeit auf der Meso- und Mikroebene
(1) Handlungsfeld: Ein Leben in Würde weltweit sichern
a) Zugang zu Grundressourcen
b) Medizinische Grundversorgung
c) Armutsbekämpfung
d) Grundsätzliche Bildungschancen
e) Schutz von Fundamentalnormen
f) Reaktion auf humanitäre Krisen
g) Bekämpfung struktureller Ausgrenzung
(2) Handlungsfeld: Natürliche Lebensgrundlagen bewahren und nachhaltig nutzen
a) Umweltschutz, nachhaltige Nutzung Ressourcen/ Ökosystemleistungen
b) Anpassung an den Klimawandel
c) Verringerung von Treibhausgasemissionen
d) Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energie
e) Nachhaltige Stadtentwicklung
(3) Handlungsfeld: Wirtschaftswachstum mit Nachhaltigkeit und menschenwürdiger Beschäftigung verbinden
a) Förderung nachhaltigen Unternehmertums
b) Integration in den Arbeitsmarkt
c) Internationale Wettbewerbsfähigkeit
d) Ausländische Direktinvestitionen für wirtschaftliche Entwicklung
e) Messen von Wohlstand mit neuen Zielgrößen
(4) Handlungsfeld: Menschenrechte und gute Regierungsführung fördern
a) Förderung guter Regierungsführung
b) Sicherstellung sonstiger staatlicher Leistungen
c) Förderung von Menschenrechten
d) Inklusion der Zivilgesellschaft in das politische Leben
(5) Handlungsfeld: Frieden schaffen, menschliche Sicherheit stärken
a) Friedensarbeit
b) Stützung materieller Sicherheitsinfrastruktur
c) Risikomanagement in der EZ
(6) Handlungsfeld: Kulturelle und religiöse Vielfalt respektieren und schützen
a) Schutz religiöser und kultureller Vielfalt
b) Nutzung soziokulturellen Potenzials
c) Überwindung soziokulturellen Wiederstandes
(7) Handlungsfeld: Innovationen, Technologien und Digitalisierung für transformativen Wandel nutzen
a) Aufbau eigener Forschungskapazitäten im Partnerland
b) Forschungspartnerschaften
c) Verbreitung von Innovationen
(8) Handlungsfeld: Die neue globale Partnerschaft und Multi-Akteurs-Partnerschaften für die Umsetzung entwickeln
a) Stärkung bestehender Partnerschaften
b) Schaffung neuer Partnerschaften
c) Schaffung von Vorreiterallianzen
IV Interpretation der Ergebnisse und Schlussbetrachtung
1. Integrierende Interpretation der Ergebnisse
2. Schlussbetrachtung und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, die Praxis der deutschen bilateralen technischen Zusammenarbeit (TZ), durchgeführt durch die GIZ, vor dem Hintergrund der Post-2015-Agenda und der EINEWELT Zukunftscharta zu analysieren. Die Forschungsfrage untersucht, inwieweit die aktuelle Projektarbeit mit den theoretischen Leitlinien der Charta übereinstimmt, welche strategischen Ansätze zur Zielerreichung genutzt werden und welche regionalen sowie inhaltlichen Schwerpunkte gesetzt werden.
I Einleitung
Als Stichjahr für die meisten Millenniumsentwicklungsziele (MEZ) ist das Jahr 2015 eine wichtige Zäsur in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Verhandlungen zwischen traditionellen Geberländern, Schwellen- und Entwicklungsländern zur strategischen Ausrichtung der globalen Post-2015 Entwicklungsagenda sollen noch in diesem Jahr, mit der Verabschiedung von globalen Nachhaltigkeitszielen, den Sustainable Development Goals (SDG), zu einem ersten Abschluss gebracht werden.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist der Erkenntnisgewinn über die Praxis der deutschen EZ mit Bezug zur Post-2015-Agenda. Es wird sich hierbei auf den Ausschnitt der deutschen technischen Zusammenarbeit (TZ) konzentriert, welcher durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) als Durchführungsorganisation realisiert wird. Den konkreten Referenzrahmen für die Analyse bilden die Handlungsfelder und Zukunftsziele der Zukunftscharta, welche die programmatischen Leitlinien der deutschen EZ in der Post-2015-Agenda festlegt.
Das Politikfeld der Entwicklungspolitik ist in verschiedener Hinsicht schwer greifbar. Die von staatlicher und interstaatlicher Seite etablierten und kommunizierten Leitlinien sind in der Regel sehr abstrakt und können isoliert nicht als Informationsgrundlage für eine Analyse des praktischen Engagements in der EZ dienen. Dies gilt insbesondere angesichts der Diskrepanz zwischen entwicklungspolitischer Problemanalyse und den tatsächlich zur Verfügung stehenden Mitteln oder der Diskrepanz zwischen den ideellen Leitlinien und den Eigeninteressen der Geberländer in der entwicklungspolitischen Praxis. Auch die zahlreichen vorhandenen, quantitativen Makroanalysen der EZ erlauben nur eine Distanzaufnahme. Für einen praxisnahen Zugang zu dem Politikfeld wird in der vorliegenden Arbeit mittels eines eigens entwickelten Instrumentariums eine Inhaltsanalyse der Projektbeschreibungen eines erheblichen Teils der deutschen bilateralen TZ erstellt. Die innovative Methodik erlaubt die Aufnahme und die (quantitative) Auswertung einer großen Menge komplexer qualitativer Daten und soll hier als qualitative Makroanalyse bezeichnet werden.
I Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Bedeutung des Jahres 2015 als Zäsur in der Entwicklungszusammenarbeit und legt das Ziel der Arbeit fest, die GIZ-Projektpraxis vor dem Hintergrund der Zukunftscharta zu analysieren.
II Kontextualisierung des Themas: Dieses Kapitel verortet die deutsche EZ in der historischen Ideengeschichte der Entwicklungspolitik und liefert die notwendige statistische Datenbasis zur deutschen ODA-Struktur.
III Analyse, die aktuelle deutsche TZ über die GIZ: Der methodologische Kern der Arbeit, in dem durch ein eigens entwickeltes Instrumentarium 958 Projektbeschreibungen qualitativ und quantitativ ausgewertet werden.
IV Interpretation der Ergebnisse und Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel interpretiert die erhobenen Daten im Hinblick auf die Ausgangsfragestellungen und zieht Bilanz über die Kohärenz von Theorie und Praxis.
Entwicklungszusammenarbeit, GIZ, Zukunftscharta, Post-2015-Agenda, Technische Zusammenarbeit, qualitative Makroanalyse, Nachhaltige Entwicklung, Millenniumsentwicklungsziele, ODA, Projektarbeit, Handlungsfelder, Kapazitätsentwicklung, Ressourceneffizienz, Klimaschutz, Armutsbekämpfung.
Die Arbeit analysiert die Praxis der deutschen technischen Zusammenarbeit (TZ), wie sie von der GIZ umgesetzt wird, und prüft deren Ausrichtung an den Leitlinien der EINEWELT Zukunftscharta im Kontext der Post-2015-Entwicklungsagenda.
Die Analyse orientiert sich an den acht Handlungsfeldern der Zukunftscharta, die von der Sicherung eines Lebens in Würde über ökologische Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum bis hin zu Frieden und globaler Partnerschaft reichen.
Das Hauptziel ist der Erkenntnisgewinn über die tatsächliche Umsetzung deutscher entwicklungspolitischer Strategien in der Praxis und die Bestimmung, inwieweit diese bereits mit globalen Nachhaltigkeitszielen harmonieren.
Der Autor verwendet eine innovative, selbst entwickelte "qualitative Makroanalyse". Hierbei werden 958 Projektbeschreibungen systematisch kodiert, in eine Eingabematrix überführt und mittels Verrechnungsmatrizen ausgewertet, um Muster in der Projektarbeit sichtbar zu machen.
Im Hauptteil wird das methodische Vorgehen detailliert beschrieben und anschließend die Analyse der Projektarbeit präsentiert. Dies geschieht auf einer Makro-, Meso- und Mikroebene, untergliedert nach den Handlungsfeldern der Charta.
Zentrale Begriffe sind Entwicklungspolitik, GIZ, Zukunftscharta, Nachhaltigkeit, ODA, Kapazitätsentwicklung, Klimawandel, Armutsbekämpfung und Projektanalyse.
Obwohl Armutsbekämpfung als Primärziel in den untersuchten Projekten vergleichsweise selten explizit genannt wird, zeigt die Analyse, dass sie ein zentrales, übergreifendes Nebenziel ist, das in fast allen anderen Handlungsfeldern eine instrumentelle Rolle spielt.
Der Autor konstatiert insgesamt eine mittlere bis hohe Übereinstimmung zwischen der Projektpraxis der GIZ und den Zielen der Zukunftscharta, identifiziert jedoch Bereiche wie die Förderung der materiellen Sicherheitsinfrastruktur, in denen Diskrepanzen bestehen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

