Bachelorarbeit, 2015
118 Seiten, Note: 2,15
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss der Holocaust-Erfahrung auf die Selbstwahrnehmung von Sinti in der dritten Nachkriegsgeneration. Die Studie konzentriert sich auf die Familie Schwarz aus Oldenburg und analysiert, wie die tradierten Verfolgungsgeschichten die Interpretation eigener Erfahrungen und die Entwicklung der Sinti-Identität beeinflussen.
Die Einleitung führt in die Thematik der Bachelorarbeit ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung des Einflusses der Holocaust-Erfahrung auf die Selbstwahrnehmung von Sinti in der dritten Nachkriegsgeneration. Kapitel 2 beleuchtet den aktuellen Forschungsstand zu diesem Thema und diskutiert relevante Studien und Theorien. Kapitel 3 erläutert die verwendeten Daten, Methoden und qualitätssichernde Maßnahmen, die für die Analyse der Fallstudie der Familie Schwarz angewendet wurden. Kapitel 4 widmet sich der Definition des Familienbegriffs im Kontext der Studie. Kapitel 5 bietet einen Überblick über die Geschichte der Sinti in Deutschland, ihre aktuellen Lebensumstände und die Verfolgung während des Nationalsozialismus. In Kapitel 6 wird die Familiengeschichte der Familie Schwarz näher beleuchtet. Kapitel 7 präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung und analysiert die Selbstwahrnehmung der einzelnen Familienmitglieder im Kontext der Holocaust-Erfahrung. In Kapitel 8 werden die Ergebnisse der Studie diskutiert und in einen wissenschaftlichen Kontext eingeordnet. Schließlich fasst das Fazit die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bietet Ausblicke auf weiterführende Forschung.
Die Schlüsselwörter der Arbeit sind: Sinti, Holocaust, Selbstwahrnehmung, Identität, dritte Nachkriegsgeneration, Familienbeziehungen, Familiengeschichte, Verfolgungsgeschichten, Diskriminierung, Trauma, Erinnern, Gedenken.
Die Studie zeigt, dass Sinti der dritten Nachkriegsgeneration ihre eigenen Diskriminierungserfahrungen oft vor dem Hintergrund tradierter Verfolgungsgeschichten aus der Zeit des Holocaust interpretieren.
Ziel ist es, den Einfluss der Holocaust-Erfahrung innerhalb einer konkreten Familie auf die Selbstwahrnehmung und Identitätsbildung der einzelnen Mitglieder zu entschlüsseln.
Die Interpretation dieser Geschichten kann sowohl zu einer negativen als auch zu einer positiven Wahrnehmung der eigenen Identität führen.
Ja, die Arbeit befasst sich im methodischen Teil mit der Transmission psychischer Symptome über Generationen hinweg infolge von Traumata.
Die untersuchte Familie Schwarz stammt aus Oldenburg, weshalb auch die historische Entwicklung der NSDAP in dieser Stadt thematisiert wird.
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