Bachelorarbeit, 2006
58 Seiten, Note: 2,1
1 Einleitung
1.1 Literarische Übersetzungen
1.2 Vorbereitung
1.3 Fantastische Literatur
1.4 Vorbild
1.5 Anlass
1.6 Ziel
1.7 Vorgehensweise
2 Gegenüberstellung
3 Vergleich
4 Zusammenfassung und Fazit
4.1 ZT2
4.1.1 Vorbereitung
4.1.2 Stil
4.1.3 Altsprachlichkeit
4.1.4 Verschiedene Maßnahmen zur Abrundung der Übersetzung
4.2 Vergleich mit dem AT
4.2.1 Altsprachlichkeit
4.2.2 Bildhaftigkeit
4.2.3 Stil
4.2.4 Umgang mit Wörtern
4.3 Fazit
Die Arbeit untersucht, wie eine literarische Neuübersetzung eines Fantasy-Romans durch tiefergehende Recherche und Anwendung historisch anmutender Sprachstile eine eigenständige, atmosphärisch dichte Variante des Originals schaffen kann, ohne die Lesbarkeit zu beeinträchtigen.
Die Kälte als Feind
„Es war die Kälte“, sagte Gared mit eiserner Bestimmtheit. „Ich sah letzten Winter Männer erfrieren, und den davor ebenso, als ich noch ein halber Knabe war. Jedermann spricht von vierzig Fuß tiefem Schnee, und wie der Frostwind aus dem Norden herbeiheult, doch der wahre Feind ist die Kälte. Sie stiehlt sich leiser herran als Will, und zuerst erschauert man und die Zähne klappern und man stampft mit den Füßen und träumt von Glühwein und schönen heißen Feuern. Sie brennt, das tut sie. Aber nur eine Weile. Dann kriecht sie in dich hinein und beginnt dich auszufüllen, und nach einer Weile hast du keine Kraft mehr, ihr zu trutzen. Es ist verlockender, sich niederzulassen eder zu schlafen. Sie sagen, man spürt gen Ende keine Pein mehr. Erst wird man schläfrig, und alles erblasst allmählich, und dann ist es, sam ob man in ein Meer warmer Milch sinkt. Friedvoll, irgendwie.“
1. Einleitung: Legt die theoretischen Grundlagen für literarische Übersetzungen im Genre der Fantasy-Literatur und definiert das methodische Vorgehen der Arbeit.
2. Gegenüberstellung: Präsentiert die drei Textfassungen (Ausgangstext, ZT1, ZT2) im direkten Vergleich für eine detaillierte Analyse der Textstellen.
3. Vergleich: Detaillierte philologische Untersuchung der Übersetzungsentscheidungen und sprachlichen Nuancen zwischen den drei Fassungen.
4. Zusammenfassung und Fazit: Evaluiert die Ergebnisse der Neuübersetzung im Hinblick auf die gesteckten Ziele bezüglich Stil, Bildhaftigkeit und Altsprachlichkeit.
5. Anhang: Enthält das Quellen- und Literaturverzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen und lexikalischen Hilfsmittel.
Literarische Übersetzung, Fantasy-Literatur, Altsprachlichkeit, Funktionskonstanz, Sprachregister, Kompensationsverfahren, Stilmittel, Archaisierung, Autorenidentität, Wortbildung, Sprachwandel, Übersetzungstheorie, Rezeptionsästhetik, Wortspiel, Sprachgebrauch.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik, wie literarische Fantasy-Romane übersetzt werden können, um neben einer inhaltlichen Übertragung auch eine historisch authentische Wirkung im Deutschen zu erzielen.
Die zentralen Felder sind die Übersetzungstheorie, die spezifischen Herausforderungen bei Fantasy-Texten und der gezielte Einsatz von archaischer Sprache.
Das Ziel ist es, anhand einer eigenen Neuübersetzung zu zeigen, dass durch fundierte Recherche eine eigenständige deutsche Variante erarbeitet werden kann, die den mittelalterlichen Ton des Originals verstärkt.
Es wird eine vergleichende Übersetzungsanalyse (deskriptive Translationswissenschaft) angewandt, bei der die eigene Übersetzung (ZT2) gegen den Ausgangstext und eine bestehende Übersetzung (ZT1) evaluiert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine direkte Gegenüberstellung der drei Texte und einen detaillierten philologischen Vergleich, der spezifische Wortentscheidungen kommentiert.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Altsprachlichkeit, Sprachregister, Kompensationsverfahren und Autorenidentität.
Der Autor nutzt Sprachelemente aus Grimmelshausens "Simplizissimus", um eine historisch gewachsene, authentische deutsche Sprachgrundlage für die Übersetzung zu schaffen.
Die neue Übersetzung (ZT2) versucht, durch intensivere Beschreibungen und eine archaischere Wortwahl eine höhere Eindringlichkeit und eine stärkere Atmosphäre als die etablierte Übersetzung (ZT1) zu erreichen.
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