Diplomarbeit, 2002
61 Seiten, Note: 2,0
1. EINFÜHRUNG
1.1 AUßENHANDEL IN DER ENTWICKLUNGSPOLITIK
1.2 ZOLLPRÄFERENZEN
2. PRÄFERENZPROGRAMME DER EUROPÄISCHEN UNION
2.1 GESCHICHTE UND ENTWICKLUNG
2.2 DIE AKTUELLEN PRÄFERENZSYSTEME: GSP, LOMÉ UND MITTELMEERABKOMMEN
2.2.1 DAS GSP DER EUROPÄISCHEN UNION
2.2.2 DIE ABKOMMEN VON LOMÉ UND COTONOU
2.2.3 DIE KOOPERATION IM MITTELMEERRAUM
3. WIRKSAMKEITSANALYSE
3.1 THEORETISCHE RECHTFERTIGUNG
3.2 KRITIK UND ANALYSE
3.2.1 GRUNDSÄTZLICHE EINWÄNDE
3.2.2 UNTERSUCHUNG DES GSP DER EUROPÄISCHEN UNION
3.2.3 DIE LOMÉ-PRÄFERENZEN AUF DEM PRÜFSTAND
3.2.4 ANMERKUNGEN ZUR MITTELMEERPOLITIK DER EU
3.3 PRÄFERENZEROSION DURCH NEUERE LIBERALISIERUNG?
4. ERGEBNISSE UND SCHLUßFOLGERUNGEN
Die Arbeit untersucht die ökonomische Effektivität der handelspolitischen Präferenzprogramme der Europäischen Union gegenüber Entwicklungsländern. Dabei wird analysiert, ob diese Instrumente tatsächlich zur wirtschaftlichen Entwicklung beitragen oder durch administrative Hürden und Restriktionen in ihrer Wirkung geschwächt werden.
3.1 Theoretische Rechtfertigung
Die Erwartung von Vorteilen für Entwicklungsländer gründet auf der orthodoxen neoklassischen Außenhandelstheorie. Demnach profitiert jedes an der internationalen Arbeitsteilung teilnehmende Land in Form von Spezialisierungs- und reinen Handesgewinnen. Dies gilt demzufolge auch für Entwicklungsländer.
Wendt (1982) unterscheidet bei der theoretischen Analyse zwischen statischen und dynamischen Effekten. Zur methodischen Analyse ersterer bedient er sich der Theorie der Zollunion. Er setzt sich zunächst mit der Argumentation Viners auseinander, der zwei gegenläufige Wirkungskanäle identifizierte und schlussfolgerte, der Effekt von Zollpräferenzen auf die Weltwohlfahrt sei a priori unbestimmt. Viner unterschied:
Handelsschaffung (engl.: trade creation): Die Einrichtung einer Zollunion führe zu Spezialisierungsgewinnen seitens der teilnehmenden Staaten. Insgesamt würden so die Produktionsfaktoren effizienter genutzt, wodurch die Weltwohlfahrt steige.
Handelsumlenkung (engl.: trade diversion): Die Zollunion führe aber auch dazu, dass effizienteres Angebot aus nicht präferierten Staaten verdrängt wird und damit die weltweite Produktionseffizienz nachlasse.
1. EINFÜHRUNG: Einführung in die entwicklungspolitische Bedeutung des Außenhandels und die theoretische Debatte zwischen Globalisierungskritikern und neoklassischen Befürwortern.
2. PRÄFERENZPROGRAMME DER EUROPÄISCHEN UNION: Darstellung der historischen Genese der EU-Handelsabkommen, insbesondere der Lomé-Verträge und des GSP.
3. WIRKSAMKEITSANALYSE: Zentrale Untersuchung der ökonomischen Rechtfertigung von Zollpräferenzen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit deren tatsächlicher Wirksamkeit und Hemmnissen.
4. ERGEBNISSE UND SCHLUßFOLGERUNGEN: Zusammenfassende Bewertung der EU-Handelspolitik und Fazit zur Effektivität der Präferenzsysteme.
EU-Handelspolitik, Entwicklungsländer, Zollpräferenzen, GSP, Lomé-Abkommen, Cotonou, EBA-Initiative, Außenhandel, Handelsumlenkung, Handelsliberalisierung, Ursprungsregeln, Exporterlösstabilisierung, Protektionismus, Welthandel, AKP-Staaten.
Die Arbeit analysiert kritisch die ökonomischen Auswirkungen der handelspolitischen Sonderbehandlungen, die die Europäische Union Entwicklungsländern gewährt.
Im Zentrum stehen das Allgemeine Präferenzsystem (GSP), die Lomé- und Cotonou-Abkommen sowie die Mittelmeer-Kooperation der EU.
Die Kernfrage ist, ob die gewährten Zollpräferenzen die wirtschaftliche Entwicklung in den begünstigten Ländern tatsächlich fördern oder durch protektionistische Mechanismen der EU in ihrer Wirkung konterkariert werden.
Der Autor nutzt theoretische Ansätze der neoklassischen Außenhandelstheorie sowie eine vergleichende Analyse empirischer Studien zu Handelsströmen und Präferenzausnutzungsraten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Analyse der bestehenden Abkommen (inklusive Exporterlösstabilisierung wie STABEX) und eine Untersuchung von Handelshemmnissen.
Wichtige Begriffe sind Präferenzhierarchie, Tariff Peaks, Handelsumlenkung, Ursprungsregeln und Exporterlösstabilisierung.
Das Zuckerprotokoll wird als ein Instrument betrachtet, das zwar Transferzahlungen leistet, jedoch gleichzeitig strukturelle Abhängigkeiten zementiert und durch die EU-Agrarpolitik oft in seiner Effektivität untergraben wird.
Das Beispiel verdeutlicht, wie administrative Hürden und strenge Ursprungsregeln dazu führen, dass Exporteure die theoretisch möglichen Vorteile der Präferenzen in der Praxis kaum ausschöpfen können.
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