Bachelorarbeit, 2014
53 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Ganzheitliche Denkansätze
2.1 Allgemeine Systemtheorie
2.1.1 Geschichte
2.1.2 Definition
2.1.3 Teile und Ganzheit
2.1.4 Struktur
2.1.5 Voraussagbarkeit des Verhaltens von Systemen
2.1.6 Offenes System
2.1.7 Dynamik
2.1.8 Zweck und Ziel sozialer Systeme
2.1.9 Stabilität
2.1.10 Autopoiesis
2.1.11 Black Box
2.2 Kybernetik
3. Beherrschung von Komplexität
3.1 Begriffsbestimmung
3.2 Stetige Zunahme von Komplexität
3.2.1 Varietät
3.2.2 Selbstorganisation
3.3 Mechanistisches versus systemisches Weltbild
3.4 Management von Komplexität in Projekten
3.4.1 Ansätze im klassischen Projektmanagement
3.4.2 Was ist ein Projekt?
3.4.3 Projektmanagement
3.4.4 Magisches Dreieck
3.4.5 Das Phasenmodell
3.5 Störfaktoren und Planungsunsicherheiten
3.5.1 Umfeld- und Stakeholderanalyse
3.5.2 Risikomanagement
3.5.3 Szenario - Technik
4. Systemisches Projektmanagement
4.1 Einleitung
4.2 Systemtheoretische Anwendung im Projektmanagement
4.2.1 Abgrenzung Projekt und Umwelt
4.2.2 Projekttypen
4.2.2.1 Klassifizierung
4.3 Elemente des systemischen Projektansatzes
4.3.1 Initiierungsphase
4.3.2 Planungsprozesse
4.3.3 Realisierung
4.3.3.1 Steuerungsinstrumente
4.3.3.2 Führungsmodelle und Kommunikation
4.3.3.2.1 Konstruktivismus
4.3.3.2.2 Führung
4.3.3.2.3 Kommunikation
4.3.3.2.4 Mitarbeitermotivation
4.3.3.2.5 Konflikte
4.4 Projektabschluss
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht systemtheoretische Ansätze, um den Herausforderungen durch zunehmende Komplexität und Planungsunsicherheiten in Projekten effektiv zu begegnen. Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie systemisches Denken und Methoden das traditionelle Projektmanagement ergänzen oder weiterentwickeln können, um Projekte zielgerichteter und erfolgreicher zu steuern.
3.5.3 Szenario - Technik
Gibt es eine Methode, um Risiken vorab zu erkennen? Die Szenario Technik ist m.E. eine sehr effektive Arbeitsweise, um Risiken vorab zu erfassen und diese einschätzen zu können. Diese Methode wurde in den 50er Jahren im Militärbereich entwickelt. Sie diente den Befehlshabern um Kriegskonstellationen zu kreieren und um verschiedene Strategien zu entwickeln, welche bei den verschiedenen, schon vorab vorhergesehenen Szenarien eingesetzt werden konnten. In den 70er Jahren wurde die Vorgehensweise in die Wirtschaft transportiert, um das Verhalten von Konkurrenten aber auch das der potentiellen Kunden zu ermitteln. Es ergab sich eine höhere Sicherheit bei der Planung; Unternehmen konnten gezielter auf Umweltveränderungen reagieren und die ganzheitliche Betrachtung des Projektes der Mitarbeiter wurde ermöglicht.
Ein Szenario beschreibt mögliche Ereignisse und stellt hypothetische Zukunftsbilder dar. Das Visualisieren möglicher zukünftiger Ereignisse macht Risiken und Potentiale des Projektes sichtbar. Diese dienen sowohl der Orientierung, als auch der Entscheidungshilfe. Dazu werden negative und positive Entwicklungen des Projektes in einem Mitarbeiterteam erarbeitet. Bedingt durch die systemische Sicht auf die Risiken und Chancen können unterschiedliche Szenarien und strategische Maßnahmen für das geplante Vorhaben entwickelt werden. Voraussetzung ist ein intakter Informationsfluss, die Teamfähigkeit der Beteiligten und kreatives Denken bei der Findung von Szenarien.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik steigender wirtschaftlicher Komplexität ein und umreißt den methodischen Aufbau der Arbeit zur Anwendung systemtheoretischer Erkenntnisse auf Projekte.
2. Ganzheitliche Denkansätze: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Systemtheorie, wie etwa Autopoiesis und Kybernetik, erläutert, um ein Verständnis für die Funktionsweise sozialer Systeme zu schaffen.
3. Beherrschung von Komplexität: Dieses Kapitel differenziert die mechanistische von der systemischen Sichtweise und erörtert Methoden zum Umgang mit Komplexität, Risiken und Planungsunsicherheiten im klassischen und systemischen Projektmanagement.
4. Systemisches Projektmanagement: Der Hauptteil beschreibt die praktische Anwendung des systemischen Ansatzes, insbesondere in Bezug auf Phasenmodelle, Mitarbeiterführung, Kommunikation und das Management von Konflikten.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentrale Erkenntnis zusammen, dass eine ganzheitliche, systemische Vorgehensweise für den Erfolg komplexer Projekte unerlässlich ist und eine entsprechende Kompetenzentwicklung bei Projektmanagern erfordert.
Systemtheorie, Projektmanagement, Komplexität, Ganzheitlichkeit, Risikomanagement, Szenario-Technik, Selbstorganisation, Dynamik, Führung, Konstruktivismus, Kommunikation, Unternehmenskultur, Stakeholderanalyse, Projektsteuerung, Systemgrenzen.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz systemtheoretischer Ansätze zur Verbesserung des Managements komplexer Projekte im wirtschaftlichen Kontext.
Die zentralen Themen umfassen die Systemtheorie, das klassische vs. systemische Projektmanagement, den Umgang mit Komplexität, Risikomanagement sowie Führungsmodelle und Kommunikation in Projekten.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie systemtheoretisches Denken hilft, die mit zunehmender Komplexität verbundenen Planungsunsicherheiten besser zu beherrschen und Projekte effektiver zu führen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse systemtheoretischer Grundlagen und deren Transfer auf Aufgabenstellungen des modernen Projektmanagements.
Der Hauptteil analysiert, wie Projekte als offene Systeme betrachtet werden können, und beschreibt methodische Ansätze wie die systemische Projektplanung, das Risikomanagement, sowie situationsgerechte Führung und Kommunikation.
Kernbegriffe sind insbesondere Systemtheorie, Komplexität, Ganzheitlichkeit, Risikomanagement, Selbstorganisation und systemisches Projektmanagement.
Die Szenario-Technik wird als besonders effektive Methode hervorgehoben, um Risiken frühzeitig zu erkennen, indem verschiedene hypothetische Zukunftsbilder visualisiert werden.
Während das mechanistische Weltbild auf linearen Kausalketten, Befehl und Kontrolle beruht, betrachtet das systemische Weltbild das Projekt als Ganzes, fördert Selbstorganisation und agiert indirekt durch Gestaltung der Rahmenbedingungen.
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