Examensarbeit, 2016
68 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Übersicht über tiergestützte Interventionen
3. Erklärungsansätze zur Mensch-Tier Beziehung
3.1 Die Biophilie Hypothese
3.2 Die Spiegelneuronen
3.3 Die Bindungstheorie
3.4 Das Konzept der Du-Evidenz
3.5 Kumpantiere
4. Grundmethoden der tiergestützten Arbeit
4.1 Definition der „Methode“
4.2 Die Methode der freien Begegnung
4.3 Die Hort Methode
4.4 Die Brücken Methode
4.5 Die Präsenz Methode
4.6 Die Methode der Integration
5. Werteverständnis und Ethik
5.1 Naturethische Grundfrage
5.2 Alternative zur naturethischen Grundfrage
5.3 Pragmatismus, Alterität und Solidarität
6. Falknerei
6.1 Geschichtlicher Abriss
6.2 Die Arbeit mit dem Greifvogel
6.3 Die Greifvögel für diese Facharbeit
7. Tiergestützte Pädagogik mit dem Greifvogel
7.1 Beschreibung eines Betreuungsverlaufes
7.2 Klient A
7.3 Klient B
7.4 Klient C
8. Leitfadeninterview
8.1 Was ist ein Interview
8.2 Auswertung
8.3 Auswertungsleitfaden
8.4 Ergebnisse
8. Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht, wie Greifvögel gezielt in der sozialpädagogischen Arbeit eingesetzt werden können, um das Wohlbefinden sowie soziale und emotionale Lernprozesse bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Durch die Verknüpfung theoretischer Erklärungsansätze zur Mensch-Tier-Beziehung mit praktischen Erfahrungen aus der Falknerei soll das Potenzial dieser tiergestützten Intervention evaluiert werden.
4.2 Die Methode der freien Begegnung
Die Grundidee der Methode der freien Begegnung basiert auf dem Gedanken, dass sich Klient/Klientin und Tier aus freien Stücken und aus gegenseitigem Interesse, ohne Zwang, Lockmittel oder Einfluss von dritten näherkommen. Klient/Klientin und Tier haben viel Raum und Rückzugsmöglichkeiten. In der reinsten Form würde diese Begegnung in der freien Natur stattfinden (vgl. Otterstedt, 2007, S. 345).
„Die Begegnung mit dem Tier wird dann emotional als besonders wertvoll erlebt, wenn der Mensch den Eindruck erhält: Das Tier nimmt mich wahr, meint mich, will mit mir in Beziehung treten.“, (Otterstedt, 2007, S. 345)
Diese „reinste Form“ ist so nicht wirklich zu erreichen, da der Raum stets begrenzt ist, sei es durch Weidezäune oder Volieren. Allerdings kann die Art der Begegnung auch in einem begrenzten Raum sehr frei gestaltet werden. Sucht das Tier den Kontakt zu dem Klienten oder der Klientin, verspürt er oder sie ein Gefühl der Annahme, des Wahrgenommenwerdens und ein Gefühl, dass sich jemand für ihn oder sie interessiert (vgl. Hausinger, 2014, S. 46f).
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung von Tieren für die menschliche Entwicklung ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Nutzen von Greifvögeln in der Sozialpädagogik.
2. Übersicht über tiergestützte Interventionen: Es wird ein grober Überblick über die verschiedenen Begriffe und Formen tiergestützter Interventionen im internationalen und deutschsprachigen Raum gegeben.
3. Erklärungsansätze zur Mensch-Tier Beziehung: Dieses Kapitel erläutert wissenschaftliche Modelle wie die Biophilie-Hypothese, Spiegelneuronen und die Bindungstheorie, um die Wirkung von Tieren auf den Menschen zu begründen.
4. Grundmethoden der tiergestützten Arbeit: Die fünf spezifischen Methoden nach Otterstedt – freie Begegnung, Hort, Brücke, Präsenz und Integration – werden definiert und für die Arbeit mit Greifvögeln adaptiert.
5. Werteverständnis und Ethik: Aufgrund der Wildtier-Natur von Greifvögeln setzt sich der Autor kritisch mit ethischen Fragen zum moralischen Status von Tieren und dem Recht auf ihren Einsatz auseinander.
6. Falknerei: Dieses Kapitel bietet einen Einblick in die Geschichte der Falknerei sowie die notwendige Ausbildung der Tiere und stellt die für die Arbeit ausgewählten Greifvögel vor.
7. Tiergestützte Pädagogik mit dem Greifvogel: Der praktische Teil dokumentiert zehn Einheiten mit vier Klienten, wobei sowohl Einzelerfahrungen als auch die methodischen Ansätze detailliert beschrieben werden.
8. Leitfadeninterview: Die methodische Vorgehensweise zur Befragung der Klienten wird erläutert, inklusive der Vorbereitung und Struktur der Interviews zur Evaluierung des Transfers in den Alltag.
8. Zusammenfassung und Ausblick: Die Ergebnisse werden resümiert und die Bedeutung des Beziehungsaufbaus sowie die Grenzen und Möglichkeiten der tiergestützten Arbeit mit Greifvögeln diskutiert.
Tiergestützte Pädagogik, Greifvogel, Falknerei, Sozialpädagogik, Mensch-Tier-Beziehung, Biophilie, Bindungstheorie, Methoden, Ethik, Kindeswohl, Leitfadeninterview, Reflexion, Stressreduktion, Transfer, Beziehungsaufbau
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Greifvögeln als Partner in der tiergestützten Pädagogik innerhalb des sozialpädagogischen Arbeitsfeldes.
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der Mensch-Tier-Interaktion, spezifischen Methoden der tiergestützten Arbeit, ethischen Aspekten der Tierhaltung sowie einer praktischen Anwendung mit Kindern und Jugendlichen.
Es wird untersucht, wie tiergestützte Pädagogik, speziell durch den Einsatz von Greifvögeln, in der sozialpädagogischen Arbeit hilfreich eingesetzt werden kann.
Die Arbeit basiert auf Literaturstudien zu theoretischen Modellen sowie einem qualitativen, praxisorientierten Ansatz unter Verwendung von Beobachtungsbögen und Leitfadeninterviews mit den Klienten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Interventionsformen und Ethik, die Vorstellung der Falknerei als Arbeitsbasis sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung von zehn pädagogischen Einheiten mit vier Klienten.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Tiergestützte Pädagogik, Greifvogel, Kumpantier, Methoden nach Otterstedt, Bindungstheorie und Ethik.
Der Autor wählte Greifvögel aufgrund ihrer Symbolik für Freiheit und Kraft sowie ihrer Eigenschaft als nicht domestizierte Wildtiere, die einen hohen Grad an Selbstbewusstsein und sensibler Kommunikation erfordern.
Die Klienten berichteten über eine Steigerung ihrer Konzentrationsfähigkeit, eine Verbesserung ihrer Selbstreflexion sowie positive Gefühle wie Stolz und Sicherheit, was einen erfolgreichen Transfer in ihren persönlichen Alltag ermöglichte.
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