Bachelorarbeit, 2016
56 Seiten, Note: 1,6
Einleitung
2 Einführung in die Entscheidungspsychologie
2.1 Der Begriff der Entscheidung
2.2 Struktur von Entscheidungen
2.3 Entscheidungstypen
2.3.1 Routinierte Entscheidungen
2.3.2 Stereotype Entscheidungen
2.3.3 Reflektierte Entscheidungen
2.3.4 Konstruktive Entscheidungen
2.4 Zwei-Systeme Theorie der Verhaltenssteuerung nach Kahneman
3. Rahmenmodell für den Prozess des Entscheidens
3.1 Die selektionale Phase: Bewertung und Entscheidung
3.2 Die präselektionale Phase: Informationssuche als Teilprozess des Entscheidens
3.3 Die postselektionale Phase: Effekte von Entscheidungen, Lernen und wiederholte Entscheidungen
4. Einflussfaktoren auf Konsumentenentscheidungen im Internet
4.1 Einfluss des Website-Designs
4.2. Einfluss von Vertrauen
4.3. Einfluss von Kundenbewertungen
4.3.1 Glaubwürdigkeit
4.3.2 Nützlichkeit
4.4. Einfluss von Ankereffekten: Down-Selling, Up-selling und der Kompromisseffekt
5. Dark Patterns
5. 1 Design Patterns
5.1.1 Versteckte Zustimmung und Trick-Fragen:
5.1.2. Roach-Motel (Kakerlaken-Motel)
5.1.3. Versteckte Kosten
4.1.4 Bait and Switch
5.2 Geschäftsmodelle
5.2.1. Sponsored Content und getarnte Werbung
5.2.2 Verschleiern der Wirklichkeit - Tokens statt Geld
5.2.3 Penny-Bidding Sites
6. Fazit
Die Arbeit untersucht das menschliche Entscheidungsverhalten im Internet, um die zentralen Einflussfaktoren zu identifizieren, die das Nutzerverhalten unter den spezifischen Bedingungen der digitalen Welt prägen. Die Forschungsfrage leitet dazu an, kognitive Prozesse und psychologische Mechanismen zu durchleuchten, die Konsumenten in Online-Umgebungen beeinflussen.
2.4 Zwei-Systeme Theorie der Verhaltenssteuerung nach Kahneman
Aus Punkt 2.3 lässt sich schließen, dass der Mensch je nach Entscheidungsproblem seinen kognitiven Aufwand situativ anpasst. Dabei kann zwischen intuitiven und analytisch bewussten Formen des Denkens, Urteilens und Entscheidens differenziert werden. Diese Tatsache veranlasste eine Vielzahl von Wissenschaftlern der Erklärung menschlichen Entscheidungsverhaltens eine '2-Systeme-Perspektive' zugrunde zu legen. Diese geht davon aus, dass der Mensch über zwei komplementäre Problemlösesysteme verfügt, die beide im Stande sind, Urteile zu bilden und für gegebene Entscheidungsprobleme eine Lösung hervorzubringen (Braun und Benz 2015, S. 45f.). In dieser Arbeit soll dabei die Terminologie Kahnemans übernommen werden, welche, in Anlehnung an Stanovich und West (2000), das intuitive und nicht-bewusste System 1 dem analytisch-bewusstem System 2 gegenüber stellt.
Die Systeme werden dabei aus Gründen sprachlicher Vereinfachung so dargestellt, als seien sie zwei eigenständige Akteure. Kahneman weist jedoch darauf hin, dass es sich in Wirklichkeit um spezifische neuronale Strukturen handelt (Kahneman, D. 2012, S.32ff.)
Laut der Theorie von Kahneman ist System 1 immer aktiv und muss daher im Kontext der Lösung eines Entscheidungsproblems nicht erst aktiviert werden (Vgl. Kahneman, D 2012, S.33, S.70). Darüber hinaus geht Kahneman davon aus, dass die Problemlösungen, die von System 1 generiert werden, "auf Basis einer kaskadenartig ablaufenden Aktivierung neuronal kodierter Informationen erzeugt werden" (Braun und Benz 2015, S. 46). Das bedeutet, dass viele Aktivierungsvorgänge zeitgleich (parallel) ablaufen können. Die dabei aktivierten Informationen im neuronalen Netzwerk (auch: 'assoziatives Gedächtnis') aktivieren ihrerseits wiederum viele weitere verknüpfte Informationen (Kahneman, D. 2012, S. 100f.).
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen menschlicher Entscheidungsfindung in einer von Informationsflut geprägten digitalen Welt und definiert die Leitfrage der Arbeit.
2 Einführung in die Entscheidungspsychologie: Dieses Kapitel führt in grundlegende Definitionen, Strukturen und Typen von Entscheidungen ein und stellt die Zwei-Systeme-Theorie nach Kahneman vor.
3. Rahmenmodell für den Prozess des Entscheidens: Es wird ein prozessuales Modell entwickelt, das Entscheidungen in eine präselektionale, selektionale und postselektionale Phase unterteilt.
4. Einflussfaktoren auf Konsumentenentscheidungen im Internet: Hier werden zentrale Determinanten wie Website-Design, Vertrauen und Kundenbewertungen analysiert, die das Online-Kaufverhalten beeinflussen.
5. Dark Patterns: Das Kapitel widmet sich manipulativen Design-Elementen und Geschäftsmodellen, die psychologische Schwachstellen der Nutzer ausnutzen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über das Entscheidungsverhalten zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen im Internet.
Entscheidungspsychologie, Internet, Konsumentenentscheidungen, System 1, System 2, Dark Patterns, Website-Design, Vertrauen, Kundenbewertungen, Nützlichkeit, Glaubwürdigkeit, Ankereffekt, Kaufprozess, Verhaltenssteuerung, Online-Marketing.
Die Arbeit analysiert das menschliche Entscheidungsverhalten im Internet und untersucht, wie psychologische Mechanismen und die Online-Umgebung zusammenwirken.
Zu den Schwerpunkten gehören psychologische Entscheidungstheorien, die Phasen des Kaufprozesses, der Einfluss von Website-Gestaltung und Vertrauen sowie manipulative Praktiken (Dark Patterns).
Das Ziel ist es, die Einflussfaktoren auf Entscheidungen im Internet besser zu verstehen und aufzuzeigen, wie Anbieter diese Erkenntnisse zur Steuerung des Kundenverhaltens nutzen.
Die Arbeit nutzt unter anderem Kahnemans Zwei-Systeme-Theorie, das Modell des adaptiven Entscheidens und Theorien zur kognitiven Dissonanz.
Der Hauptteil gliedert den Prozess des Entscheidens in Phasen und analysiert spezifische Online-Einflussfaktoren sowie die Manipulationsmöglichkeiten durch Dark Patterns.
Entscheidungspsychologie, Konsumentenverhalten, Dark Patterns, Kahneman, Website-Usability und Online-Kaufentscheidungen.
Es bezeichnet Situationen, in denen es für den Nutzer sehr einfach ist, sich zu registrieren oder ein Abonnement einzugehen, aber unverhältnismäßig aufwendig ist, dieses wieder zu beenden.
Tokens oder virtuelle Währungen schaffen eine psychologische Distanz zum echten Geld, wodurch die Hemmschwelle zum Ausgeben sinkt und die genaue Einschätzung der Kosten erschwert wird.
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