Magisterarbeit, 2004
96 Seiten, Note: gut
1. Einleitung
2. Textpragmatik der untersuchten Texte
2.1. Historische Einordnung des Textes »Vom Zurückgehen« 1817
2.1.1. Entwicklung der Rechtschreibung im 19. Jahrhundert
3. Textsorte
3.1. Zielgruppe des Textes »Vom Zurückgehen« 1817
3.2. Zielgruppe des Textes »Das Rückwärtsrichten« 1997
4. Frame-Script-Theorie und Gliederungsstrukturen
4.1. Gliederung und Gestaltung »Vom Zurückgehen« 1817
4.2. Gliederung und Gestaltung »Das Rückwärtsrichten« 1997
5. Textkohäsion
5.1. »Vom Zurückgehen« 1817
5.1.1. Rekurrenz
5.1.2. Bestimmter und unbestimmter Artikel
5.1.3. Explizite Textverknüpfung
5.2. »Das Rückwärtsrichten« 1997
5.2.1. Rekurrenz
5.2.2. Bestimmter und unbestimmter Artikel
5.2.3. Explizite Textverknüpfung
6. Syntax und Interpunktion
6.1. »Vom Zurückgehen« 1817
6.2. »Das Rückwärtsrichten« 1997
7. Zeilenkommentar und Wörterbuch
7.1. »Reitkunst« 1817
7.1.1. Titelei
7.1.2. Text »Vom Zurückgehen«
7.2. »Westernreiten Step by Step« 1997
7.2.1. Titelei
7.2.2. Text »Das Rückwärtsrichten«
7.2.3. Englisch im deutschen Wortschatz
8. Fachsprache und Fachwortschatz
8.1. »Vom Zurückgehen« 1817
8.2. »Das Rückwärtsrichten« 1997
9. Zusammenfassender Vergleich beider Texte
9.1. Textpragmatik
9.2. Historische Einordnung und Zielgruppe
9.3. Gliederung und Gestaltung
9.4. Textkohäsion
9.5. Syntax und Interpunktion
9.6. Fachsprache und Fachwortschatz
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen historischen Text aus dem Jahr 1817 mit einem modernen Fachtext aus dem Jahr 1997 hinsichtlich sprachlicher, struktureller und pragmatischer Merkmale zu vergleichen, um den Wandel in der Fachkommunikation des Pferdesports zu analysieren und zu erklären.
1. Einleitung
In dieser Arbeit werden zwei in sich geschlossene Texte aus zwei Fachbüchern des Pferde-sports untersucht, analysiert und miteinander verglichen. Der eine Text, »Das Rückwärtsrichten« aus dem Kapitel »Das Aufsitzen« in dem Buch »Westernreiten Step by Step« von George Maschalani, ist von 1997 und damit der deutschen Gegenwartssprache zuzuordnen. Der andere Text, »Vom Zurückgehen« aus dem zehnten Kapitel des zweiten Teils des Buches »Reitkunst« von Fr. R. de la Guérinière, ist von 1817 und somit 180 Jahre älter. Dieses historische fachsprachliche Dokument wurde 1733 auf Französisch geschrieben, 1791 ins Deutsche übersetzt und die vorliegende Ausgabe erschien 1817 in Marburg.
Es wurden zur Untersuchung zwei kurze und in sich abgeschlossene Textabschnitte ausgewählt, um diese möglichst umfassend und detailliert auf ihre Strukturen untersuchen zu können. Da sprachwissenschaftliche sowie historische Merkmale und Auffälligkeiten zu einem großen Teil eng miteinander verflochten sind, werden bei der zweigleisigen Untersuchung auf den Ebenen der Sprachwissenschaft und der Geschichte sprachliche Phänomene eruiert, in ihren historischen Hintergrund eingeordnet und wenn möglich erklärt.
1. Einleitung: Stellt die beiden zu untersuchenden Texte vor und erläutert die methodische Vorgehensweise des Vergleichs.
2. Textpragmatik der untersuchten Texte: Analysiert die Kommunikationssituation und die historischen Entstehungsbedingungen der beiden Werke.
3. Textsorte: Bestimmt die Art der Texte als Fach- und Anweisungstexte und definiert die jeweiligen Zielgruppen.
4. Frame-Script-Theorie und Gliederungsstrukturen: Untersucht die textuellen Gliederungssignale und die zugrunde liegenden Wissensstrukturen (Frames und Skripte).
5. Textkohäsion: Analysiert detailliert die sprachlichen Mittel der Textverknüpfung wie Rekurrenz, Substitution und Artikelgebrauch.
6. Syntax und Interpunktion: Vergleicht die Satzstrukturen, Satzlängen und den funktionalen Wandel der Interpunktion über die Jahrhunderte.
7. Zeilenkommentar und Wörterbuch: Bietet eine detaillierte Erläuterung und historische Einordnung sprachlicher Besonderheiten und Fachbegriffe.
8. Fachsprache und Fachwortschatz: Untersucht den spezifischen Wortschatz und die Fachterminologie beider Epochen.
9. Zusammenfassender Vergleich beider Texte: Führt die Einzelergebnisse zusammen und arbeitet die zentralen Unterschiede im Textaufbau und der Sprachvermittlung heraus.
Textvergleich, Fachsprache, Pferdesport, Reitkunst, Textkohäsion, historische Sprachanalyse, Westernreiten, Diachronie, Textpragmatik, Fachterminologie, Satzbau, orthographischer Wandel, Gebrauchstexte.
Die Magisterarbeit befasst sich mit einem sprachwissenschaftlichen Vergleich zweier fachsprachlicher Texte zum Thema „Rückwärtsrichten“ bei Pferden aus den Jahren 1817 und 1997.
Die Themen umfassen Textpragmatik, die Entwicklung der deutschen Orthographie, Textkohäsion, Syntax, Interpunktion sowie die historische und fachsprachliche Analyse von Reitbegriffen.
Ziel ist es, den Sprachwandel in Fachtexten des Pferdesports anhand der beiden Beispieltexte aufzuzeigen und zu erklären, warum sich Vermittlungsstile und Sprachgestaltung über 180 Jahre hinweg verändert haben.
Es werden qualitative und quantitative Methoden angewandt, darunter statistische Analysen der Satzlängen, Untersuchungen von Wortarten sowie eine detaillierte linguistische Textanalyse (u.a. Frame-Script-Theorie).
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse von Textpragmatik, Textsorte, Gliederungsstruktur, Textkohäsion, Syntax, Fachwortschatz sowie eine kommentierte philologische Aufarbeitung der beiden Texte.
Wichtige Begriffe sind Textvergleich, Fachsprache, Textkohäsion, historische Sprachanalyse sowie die spezifischen Begriffe Reitkunst und Westernreiten.
Sein Werk von 1817 gilt als „Bibel“ der klassischen Reitkunst und bietet einen hervorragenden historischen Kontrastpunkt zur modernen amerikanischen Westernreitlehre.
Die Arbeit verdeutlicht, dass die moderne Layoutgestaltung (z. B. Farbphotos, zweispaltiger Satz) die Lesbarkeit und Textverarbeitung wesentlich erleichtert, während der historische Text durch Frakturschrift und hohe syntaktische Komplexität anspruchsvoller ist.
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