Bachelorarbeit, 2015
54 Seiten, Note: 1,7
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
I. Die soziologische Debatte über die menschliche Gewalt
II. Gewaltdarstellung in Dystopien und ihre moralischen Bewertungen
1. Definition und Abgrenzung des Begriffs "Dystopie"
1.1. Historischer Utopie-Begriff
1.2. Andere Gattungsbezeichnungen
1.3. Merkmale der Dystopie
2. Defintion von Gewalt und Gewaltästhetik
2.1. Das Verhältnis von Macht, Zwang und Gewalt
2.2. Darstellungen von Gewalt und Ästhetisierungen
3. Arten von Gewalt und Gewaltdarstellungen
3.1. Physische und psychische Gewalt
3.2. Staatsgewalt
3.3. Gegengewalt
4. Fazit
III. Der Triumph der humanistischen Tradition
Die Arbeit untersucht, wie sich die Darstellung und moralische Bewertung von Gewalt in kanonischen Dystopien wie "1984" und "Wir" im Vergleich zu modernen dystopischen Werken wie der "The Hunger Games"-Trilogie gewandelt hat, um daraus Rückschlüsse auf die gesellschaftliche Wahrnehmung von Gewalt zu ziehen.
3.1. Physische und psychische Gewalt
Physische und psychische Gewalt sind beide verwandte, jedoch unterschiedliche Ausprägungen von Gewalt als Zwang und damit von Gewalt als Macht. Ihre "exzeptionelle Stellung" für die Machtbildung führt dazu, dass der Betroffene, das "Opfer" dieser Gewalt diese nicht ignorieren kann und dass der Konflikt in dieser "asymmetrischen Beziehung" unausweichlich in einem Ausgang kulminiert. Sie sind gleichzeitig aber auch die schwächsten Formen der Macht, der Einflussnahme auf die Handlungsmöglichkeiten eines anderen, da sie relativ vorraussetzunglos funktionieren.
Die physische Gewalt versteht alle diejenigen Formen von Gewalt, in welcher ein Ego durch physischen Kontakt und durch eine direkte körperliche Handlung Einfluss auf einen Alter ausübt, dass diesem jegliche Handlungsmöglichkeiten genommen werden und er direkt fremdbestimmt wird, ohne die Möglichkeit zu haben, dies zu verhindern. Im Alltag wird mit dem Terminus Gewalt diese Art der Macht bezeichnet. Psychische Gewalt funktioniert strukturell in der gleichen Weise, sie reduziert die Handlungsmöglichkeiten eines Individuums auf Null. Dies wird nicht durch physischen Kontakt erreicht, sondern durch Einflussnahme auf die Psyche des Betroffenen.
I. Die soziologische Debatte über die menschliche Gewalt: Dieses Kapitel skizziert den wissenschaftlichen Diskurs darüber, ob Gewalt ein rückläufiges Phänomen ist oder einen dauerhaften Teil der menschlichen Natur darstellt.
II. Gewaltdarstellung in Dystopien und ihre moralischen Bewertungen: Hier werden zentrale Begriffe wie Dystopie und Gewalt definiert, ästhetische Aspekte der Gewaltdarstellung analysiert und die verschiedenen Arten von Gewalt (physisch, psychisch, staatlich, Gegengewalt) in den ausgewählten Werken systematisch untersucht.
III. Der Triumph der humanistischen Tradition: Das Fazit stellt die Entwicklung einer kritischeren Einstellung gegenüber Gewalt in unserer Gesellschaft fest und ordnet diese in den Kontext eines langfristigen Vormarsches humanistischer Werte ein.
Dystopie, Gewalt, Macht, Zwang, Gewaltästhetik, Staatsgewalt, Gegengewalt, 1984, Wir, The Hunger Games, Humanismus, Literaturkritik, Systemtheorie, Kontrolle, Widerstand
Die Arbeit analysiert die moralische Bewertung von Gewalt in verschiedenen dystopischen Romanen und untersucht, wie diese als Spiegel für gesellschaftliche Tendenzen dienen.
Zentrale Themen sind die literarische Darstellung von physischer und psychischer Gewalt, das Machtverhältnis zwischen Staat und Individuum sowie die moralische Legitimation von Gegengewalt.
Das Ziel ist es, Unterschiede in der Darstellung von Gewalt zwischen kanonischen Dystopien und modernen Vertretern des Genres aufzuzeigen und die Veränderung in der moralischen Interpretation dieser Darstellungen zu ergründen.
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die Begriffe aus der Soziologie und Systemtheorie, insbesondere von Niklas Luhmann, auf die fiktionalen Welten anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition dystopischer Merkmale, die Untersuchung verschiedener Gewaltarten (Physisch/Psychisch, Staatsgewalt, Gegengewalt) und deren ästhetische sowie moralische Einordnung.
Begriffe wie Dystopie, Gewalt, Macht, Zwang, Gegengewalt sowie spezifische Werktitel und theoretische Konzepte des Humanismus stehen im Mittelpunkt.
Während in "1984" Gewalt oft subtil und ideologisch absolut ist, zeichnet sich "The Hunger Games" durch eine explizite mediale Ausbeutung und eine offenere Struktur aus, in der auch Gegengewalt eine zentrale Rolle spielt.
Plutarch Heavensbee wird als einziges Individuum identifiziert, das keine Gewalt als Zwang erfährt, was ihn zu einer Schlüsselfigur in der Analyse der Machtstrukturen innerhalb der "Hunger Games"-Trilogie macht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

