Diplomarbeit, 2003
54 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Bestimmung der relevanten Stakeholder
2.1 Identifizierung
2.2 Analyse der Erwartungen und Ziele
2.3 Beeinflussungsstrategien
3 Auswahl der Stakeholder-Strategie
3.1 Zusammenarbeit und Einbindung
3.2 Verteidigung und Konfrontation
4 Implementierung und Kontrolle
4.1 Institutionelle Verankerung des Stakeholder-Managements
4.2 Integration in die Unternehmenskultur und –identität
4.3 Kontrolle und Anpassung
5. Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, die praktische Implementierung des Stakeholder-Ansatzes in Unternehmen aufzuzeigen. Dabei wird analysiert, wie Stakeholder identifiziert, ihre Erwartungen und Ziele erfasst sowie passende Strategien für den Umgang mit diesen Anspruchsgruppen entwickelt und in das Unternehmen integriert werden können.
2.1 Identifizierung
Nach R. Edward Freeman ist ein „Stakeholder“ definiert als eine Gruppe oder Einzelperson, die die Erreichung der Unternehmensziele beeinflussen kann, oder durch diese Zielerreichung betroffen ist oder sein kann. Gemäß dieser Definition wäre die Liste der möglichen Stakeholder eines Unternehmens nahezu endlos. Nicht zuletzt aufgrund begrenzter Ressourcen dürfte es für ein Unternehmen jedoch unmöglich sein, den Interessen aller potentiellen Stakeholder gerecht zu werden. Es ist deshalb notwendig, dieses breite Spektrum einzuschränken und die Betrachtung auf die relevanten Stakeholder zu konzentrieren.
Das Stanford Research Institute sieht Stakeholder als diejenigen Gruppen, ohne deren Unterstützung das Unternehmen aufhören würde zu existieren. Diese Definition erfasst zwar sicherlich nicht alle potentiellen Anspruchsgruppen des Unternehmens, scheint als Ausgangspunkt zur Identifizierung der relevanten Stakeholder jedoch sehr geeignet. Es ist folglich notwendig, die Ressourcen und Aktivitäten, die für das Überleben des Unternehmens entscheidend sind, herauszustellen und zu klären, welche Personen oder Gruppen diese Ressourcen aktuell bereitstellen oder dies in Zukunft könnten. Als Ausgangspunkt bietet sich die Erstellung einer Stakeholder-Map an. Dies kann anhand einer historischen Analyse der Umwelt des Unternehmens erfolgen, oder alternativ ausgehend von einer generischen Stakeholder-Map (Vgl. Abb. 1), die an die spezifische Situation des Unternehmens angepasst wird.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die grundlegende Problematik des Stakeholder-Managements ein und begründet die Notwendigkeit, verschiedene Anspruchsgruppen in die Unternehmensführung einzubeziehen.
2 Bestimmung der relevanten Stakeholder: Das Kapitel befasst sich mit Methoden zur Identifizierung der Anspruchsgruppen sowie der systematischen Analyse ihrer Erwartungen, Ziele und Beeinflussungsstrategien.
3 Auswahl der Stakeholder-Strategie: Hier werden verschiedene Strategien – von der kooperativen Einbindung bis hin zu defensiven Ansätzen – diskutiert, um im Stakeholder-Netzwerk optimal zu positionieren.
4 Implementierung und Kontrolle: Dieser Abschnitt beschreibt, wie das Stakeholder-Management institutionell verankert, in die Unternehmenskultur integriert und durch Controlling-Instrumente wie die Scorecard gesteuert werden kann.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung erstklassiger Stakeholder-Beziehungen als Quelle für Wettbewerbsvorteile.
Stakeholder-Ansatz, Stakeholder-Management, Unternehmenskultur, Unternehmensidentität, Balanced Scorecard, Anspruchsgruppen, Strategisches Management, Ressourcenabhängigkeit, Kooperationspotenzial, Unternehmensführung, Stakeholder-Audit, Netzwerkdichte, Wertschöpfung, Unternehmensumwelt, Wettbewerbsvorteil.
Die Arbeit behandelt den Stakeholder-Ansatz im Unternehmen und zeigt auf, wie moderne Unternehmensführung die Interessen verschiedener Anspruchsgruppen in Einklang mit dem langfristigen Erfolg bringen kann.
Im Fokus stehen die Identifizierung relevanter Stakeholder, die Wahl der richtigen Management-Strategien, die organisatorische Verankerung des Stakeholder-Gedankens sowie dessen Integration in Kultur und Controlling.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein Unternehmen den Stakeholder-Ansatz praktisch umsetzen kann, um durch den Aufbau stabiler Beziehungen nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu generieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Managementtheorien, unter anderem von Freeman, Dyllick und Mitchell et al., und überträgt diese in einen praxisorientierten Management-Kontext.
Der Hauptteil analysiert die Identifizierung von Stakeholdern, die Auswahl zwischen partnerschaftlichen und defensiven Strategien sowie die notwendigen Instrumente zur Implementierung und Kontrolle, wie etwa Stakeholder-Scorecards.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Stakeholder-Ansatz, Unternehmenskultur, Unternehmensidentität, Balanced Scorecard, Ressourcenabhängigkeit und strategische Frühaufklärung.
Primäre Stakeholder sind für das Überleben des Unternehmens unverzichtbar, da sie in direkte Transaktionen verwickelt sind; sekundäre Stakeholder beeinflussen das Unternehmen oder werden von diesem beeinflusst, sind aber nicht zwingend für das Überleben erforderlich.
Eine Stakeholder-Scorecard dient als Controlling-Instrument, das strategische Ziele, Messgrößen und Maßnahmen für die Beziehungen zu einzelnen Stakeholder-Gruppen definiert und operationalisierbar macht.
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