Diplomarbeit, 2011
145 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
1.1 Pharmakologische Forschung in der Post-Genom Ära
1.1.1 Arzneimittelmetabolismus durch humane Cytochrom P450 Enzyme
1.1.2 Die Cytochrom P450 Monooxygenase 2B6
1.1.3 Sequenz- und Struktur-Funktionsbeziehungen von P450 Enzymen
1.1.4 Genotyp-Phänotyp Vorhersagen von nicht-synonymen SNPs
1.1.5 Rekombinante Expression humaner P450 Enzyme
1.1.6 Aufgabenstellung und Motivation
2. ERGEBNISSE
2.1 Analyse neuer CYP2B6 Varianten ruandischer HIV Patienten
2.1.1 Validierung von in silico Phänotyp Vorhersagen aufgrund experimenteller CYP2B6 Daten
2.1.2 Phänotyp Vorhersagen der neuen CYP2B6 SNPs
2.1.3 Sequenz und Struktur- Funktionsanalyse von CYP2B6
2.2 Rekombinante Expression von nativem CYP2B6 in E. coli „Walker Stämmen“
2.2.1 Expression in E. coli C41 und C43 mit dem Expressionsvektor pLW01
2.2.2 Quantifizierung des P450 Gehaltes in den Kulturen
2.2.3 Bestimmung der CYP2B6 Bupropionhydroxylase-Aktivität mittels LC-MS
2.2.4 Expression des ortholgen CYP2B4 in E. coli C41
2.2.5 Vergleich der Bupropion-Hydroxylase Aktivität von CYP2B4 und CYP2B6
2.2.6 Fraktionierung und Verteilung des exprimierten CYP2B6 im E. coli Lysat
2.3 Das E. coli pET SUMO Expressionssystem
2.3.1 Expression von SUMO-CYP2B6 und N-terminalen Varianten
2.3.2 Fraktionierung von pET-SUMO exprimiertem CYP2B6
2.3.3 Aufreinigung von SUMO-CYP2B6del mittels Magnetic Beads
2.3.4 Fazit der Expression von CYP2B6 in E. coli
2.4 Expression und Charakterisierung der neuen CYP2B6 Varianten
2.4.1 Expression der Varianten CYP2B6.G110V, -I114T, -V183G und CYP2B6.6 in E. coli C41
2.4.2 Bupropionhydroxylase-Aktivität der in E. coli C41 exprimierten Varianten
2.4.3 Expression der neuen CYP2B6 Varianten in COS-1 Zellen
2.4.4 Bupropionhydroxylase-Aktivität der in COS-Zellen exprimierten Varianten
2.4.5 Enzymparameter der CYP2B6.R253H, -R487S und CYP2B6.6 Varianten
3. DISKUSSION
3.1 Validierung der CYP2B6 Phänotyp Vorhersagen
3.2 In silico Analyse neuer CYP2B6 Varianten in ruandischen HIV Patienten
3.3 Expression von membrangebundenem CYP2B6 in E. coli C41
3.3.1 Aktivität des nativen CYP2B6
3.4 pET-SUMO Expressionssystem in E. coli zur Expression von nativem P450 Enzymen
3.5 Zusammenfassung der in vitro und in silico Analyse neuen CYP2B6 Varianten
3.6 Ausblick
4. MATERIALIEN UND METHODEN
4.1 Experimentelle Arbeiten
4.1.1 Klonierung von CYP2B6 in pLW01
4.1.2 Konstruktion der pET-SUMO-2B6 Expressionsvektoren
4.1.3 Ortspezifische Mutagenese der neuen CYP2B6 cDNA Varianten
4.1.4 Expression in E. coli
4.1.5 Zellaufschluß und Zentrifugationsschritte
4.1.6 Aufreinigung der SUMO-CYP2B6 Proteine mit der Magentic Beads ® Technologie
4.1.7 Rekombinante Expression von CYP2B6 in COS-1 Zellen
4.1.8 Western Blot
4.1.9 Reduzierte CO-Differenzspektroskopie zur Quantifizierung von exprimiertem CYP2B6
4.1.10 LC/MS Analyse
4.2 In silico Arbeiten
4.2.1 Datenbanken
4.2.2 PCR, DNA Sequenz Tools
4.2.3 Protein Primär- und Tertiärstruktur Tools
4.2.4 Online Genotyp-Phänotyp Vorhersage Programme
Die Arbeit untersucht die interindividuelle Variabilität des Enzyms CYP2B6, das für den Metabolismus wichtiger Medikamente, insbesondere in der HIV-Therapie, von zentraler Bedeutung ist. Ziel ist die Charakterisierung neuer, in ruandischen Patienten identifizierter CYP2B6-Varianten durch eine Kombination aus bioinformatischen Vorhersagemethoden und experimentellen in vitro Analysen, um deren Einfluss auf die Enzymfunktion zu bewerten.
1.1.2 Die Cytochrom P450 Monooxygenase 2B6
Eines der weniger gut untersuchten und charakterisierten P450 Enzyme war CYP2B6. Anfang 2000 war noch relativ wenig über dieses Isoenzym bekannt [8]. Zwanzig Jahr nach der Entdeckung der ersten Polymorphismen, welche den Arzneimittelstoffwechsel des Menschen beeinflussen [9], existierten für CYP2B6 keine phänotypische Charakterisierung von pharmakogenetischen Effekten. Da CYP2B6 nur ca. 3-6 % des P450 Lebermikrosomen Anteils ausmacht [10], wurde es lange Zeit weniger beachtet als andere humane P450 Enzyme.
Aber auch fehlende selektive Substrate und Inhibitoren machten die CYP2B6 Erforschung zu einer schwierigen Aufgabe. 2001 wurden die ersten CYP2B6 Polymorphismen von der Forschungsgruppe um Prof. Dr. Ulrich Zanger am Institut für klinische Pharmakologie Stuttgart publiziert [11]. Von diesem Zeitpunkt an nahm die Zahl der neuen CYP2B6 Polymorphismen stetig zu. Das Cytochrom 2B6 stellte sich als ein sehr polymorphes Gen heraus.
1. EINLEITUNG: Einführung in die pharmakologische Forschung in der Post-Genom-Ära und die Bedeutung der Cytochrom P450 Enzyme, insbesondere CYP2B6.
2. ERGEBNISSE: Detaillierte Darstellung der in silico und in vitro Analysen neuer CYP2B6-Varianten sowie der Etablierung verschiedener Expressionssysteme.
3. DISKUSSION: Kritische Einordnung der Validierungsergebnisse von Vorhersage-Tools und Interpretation der biochemischen Daten zur Enzymaktivität.
4. MATERIALIEN UND METHODEN: Auflistung der verwendeten Chemikalien, Apparaturen und experimentellen Protokolle für die molekularbiologischen und biochemischen Untersuchungen.
Pharmakogenetik, CYP2B6, Cytochrom P450, Arzneimittelmetabolismus, Genotyp-Phänotyp-Vorhersage, in silico, rekombinante Expression, E. coli, Mutagenese, HIV-Therapie, Efavirenz, Nevirapin, SNPs, loss of function, Bupropion.
Die Arbeit befasst sich mit der pharmakogenetischen Untersuchung des Enzyms CYP2B6, um zu verstehen, wie genetische Unterschiede zwischen Menschen die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Medikamenten beeinflussen.
Zentrale Themen sind die Bioinformatik zur Vorhersage von genetischen Veränderungen, die rekombinante Proteinexpression in Bakterien und Säugetierzellen sowie die enzymatische Charakterisierung von CYP2B6-Varianten.
Das Ziel ist die funktionelle Bewertung neuer, in ruandischen HIV-Patienten gefundener CYP2B6-Varianten, um deren potenzielle Auswirkungen auf die Arzneimittelmetabolisierung aufzuklären.
Die Arbeit kombiniert in silico Methoden wie Bioinformatik-Vorhersageprogramme mit experimentellen Laboransätzen, darunter ortsspezifische Mutagenese, Expression in E. coli und COS-Zellen sowie enzymatische Aktivitätsmessungen mittels LC/MS.
Der Hauptteil gliedert sich in die bioinformatische Analyse und Validierung von Vorhersageprogrammen, die Etablierung des E. coli-Expressionssystems und die experimentelle Charakterisierung der identifizierten CYP2B6-Mutationen.
Die wichtigsten Begriffe sind Pharmakogenetik, CYP2B6, Genotyp-Phänotyp-Vorhersage, loss of function Varianten und Bupropion-Metabolismus.
Es zeigte sich, dass das native CYP2B6 nur in geringen Mengen als funktionelles Holoprotein in E. coli exprimiert wird und zum Großteil als inaktives Apoprotein vorliegt, was die spektrale Quantifizierung und Aktivitätsmessung erschwerte.
Einige der identifizierten Mutationen führen zu einem "loss of function" Phänotyp, was bedeutet, dass das Enzym Medikamente wie Efavirenz oder Nevirapin schlechter abbauen kann, was für die Dosierung bei betroffenen Patienten klinisch relevant ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

