Bachelorarbeit, 2015
57 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Zur Professionsdebatte von kindheitspädagogischen Handlungsfeldern
1.1 Historische Entwicklung eines veränderten Bildungsverständnisses
1.2 Frühere Professionsversuche und internationale Einflüsse
1.3 Die Bedeutung von PISA und Bologna für die Professionalisierung
1.4 Veränderte Erwartungen und neue Anforderungen an die Fachkräfte
2. Professionsforschung und ihre disziplinäre Verortung innerhalb der Kindheitspädagogik
2.1 Definition „Profession“ und „Professionalisierung“
2.2 Zur Begrifflichkeit der „Kindheitspädagogik“
2.3 Zum Stand der Professionsforschung
3. Betrachtung der Forschungslandschaft – Studien und Ergebnisse kindheitspädagogischer Professionsforschung
3.1 Aktionsrat Bildung – Zum Qualifikationsniveau der Professionellen
3.2 Rudolph – Professionalisierung und Akademisierung aus Sicht der Fachschulen
3.2.1 Das Berufsbild im Kontext der Bildungsanforderungen
3.2.2 Vergleich zwischen Fachschulen und Hochschulen
3.2.3 Arbeitsmarktsituation – Akademiker_innen in Leitungspositionen
3.3 Kirstein/Fröhlich-Gildhoff/Haderlein – Berufliche Erfahrungen von Kindheitspädagoge_innen
3.3.1 Soziobiografische Aspekte
3.3.2 Erwerbstätigkeit der Kindheitspädagoge_innen
3.3.3 Rückblickende Bewertung des Studiums
3.4 Weltzien - Bedarfserhebung berufsbegleitender Studiengänge
3.5 Beher/Walter – Qualifikation und Weiterbildung der Professionellen
4. Ergebnisbetrachtung
5. Zukunftsperspektiven
5.1 Zukünftige Gestaltung der Ausbildung und Akademisierung
5.2 Zur Zukunft der kindheitspädagogischen Disziplin und Forschung
5.3 Zukünftige Gestaltung auf institutioneller Ebene
5.4 Anforderungen an die Politik und das Qualitätsmonitoring
Schluss
Die Arbeit untersucht die Professionalisierung von Fachkräften in der Kindheitspädagogik unter besonderer Berücksichtigung des Trends zur Akademisierung. Ziel ist es, die Dynamik der Professionsdebatte aufzuzeigen, empirische Erkenntnisse zur Ausbildung und Arbeitsmarktsituation zu analysieren und zukünftige Perspektiven für die Qualifizierung von pädagogischem Personal zu erarbeiten.
1.1 Historische Entwicklung eines veränderten Bildungsverständnisses
Die Einrichtungen der öffentlichen Kindertagesbetreuung wurden nicht immer als Einrichtungen mit einem Bildungsauftrag verstanden. Vielmehr hatten diese Einrichtungen und vor allem die Bildungsarbeit gesellschaftlich einen geringen Status und wurden im öffentlichen Bild eher als Betreuungseinrichtungen wahrgenommen, für die es keiner besonderen und vor allem keiner hohen Ausbildung bedarf (vgl. DILLER/RAUSCHENBACH 2006, S. 8). Hinsichtlich dieser Wahrnehmung vollzog sich im letzten Jahrzehnt jedoch ein deutlicher Wandel.
Die Förderung von schulischen Vorläuferfähigkeiten rückte dabei stärker in den Blick der Öffentlichkeit (vgl. VBW 2012b, S. 7). Ein Verständnis der Einrichtungen als wichtige Orte der frühkindlichen Förderung und erste Institution des Bildungssystems stellt sich ein. Diese Forderungen symbolisieren, in der Geschichte der Kindertagesbetreuung jedoch keinen neuen Standpunkt. Schon Fröbel betonte die Bedeutung der Kindertageseinrichtungen als Ort der frühen Bildung und deren Bedeutung für die kindliche Entwicklung (vgl. REYER 2006, S. 66).
Die Ansprüche Fröbels, mehr Augenmerk auf die Förderung der Kinder als auf die Betreuung zu richten, konnte sich jedoch nicht im allgemeinen Verständnis von Kindertageseinrichtungen intrigieren. Dabei definierte auch der deutsche Bildungsrat 1970 die Kindertageseinrichtungen als elementare Stufe des Bildungssystems (vgl. SCHLATTMANN/TIETZE 2008, S. 27). Schwerpunktbereiche des (aktuellen) Bildungsauftrags liegen vor allem in der frühen Förderung individueller Kompetenzen, der Unterstützung des kindlichen Drangs, die Welt zu erkunden, der Werterziehung sowie dem Auftrag, Kindern das Lernen zu lehren (vgl. JMK/KMK 2004, S. 2).
1. Zur Professionsdebatte von kindheitspädagogischen Handlungsfeldern: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung des frühpädagogischen Bildungsverständnisses und diskutiert die Einflüsse von PISA und Bologna auf die aktuelle Professionalisierungsdebatte.
2. Professionsforschung und ihre disziplinäre Verortung innerhalb der Kindheitspädagogik: Hier werden zentrale Begriffe wie Profession und Professionalisierung definiert und der aktuelle Stand der noch jungen kindheitspädagogischen Professionsforschung analysiert.
3. Betrachtung der Forschungslandschaft – Studien und Ergebnisse kindheitspädagogischer Professionsforschung: Dieses Kapitel fasst diverse Studien und Gutachten zusammen, die sich mit dem Qualifikationsniveau, dem Wandel des Berufsbildes sowie dem Bedarf an Studiengängen auseinandersetzen.
4. Ergebnisbetrachtung: Es erfolgt eine Zusammenführung der Studienergebnisse, wobei diese an den Anforderungen der Professionsdebatte gespiegelt und hinsichtlich ihres Umsetzungsgrades bewertet werden.
5. Zukunftsperspektiven: Das Kapitel entwickelt Perspektiven für die künftige Gestaltung der Ausbildung, die Stärkung der Disziplin sowie Anforderungen an Politik und Qualitätsmonitoring.
Kindheitspädagogik, Professionalisierung, Akademisierung, Ausbildung, Fachkraft, Frühpädagogik, Bildungsauftrag, Kindertageseinrichtung, Professionsforschung, Qualifikationsniveau, Bachelorstudium, Bildungsplan, Erzieher, Qualitätsmonitoring, Pädagogische Qualität.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Prozess der Professionalisierung in der Kindheitspädagogik, insbesondere mit dem zunehmenden Ruf nach einer akademischen Fundierung der Ausbildung.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Bildungsauftrags, der Vergleich zwischen fachschulischer und hochschulischer Ausbildung, die Arbeitsmarktsituation für Akademiker sowie die Zukunft der kindheitspädagogischen Disziplin.
Das Ziel besteht darin, die Dynamik der aktuellen Professionsdebatte offenzulegen, den Stand der Forschung empirisch zu sichten und daraus notwendige Anforderungen für die Zukunft abzuleiten.
Es handelt sich um eine Literatur- und Studienanalyse. Die Arbeit wertet bestehende wissenschaftliche Gutachten, Studien und statistische Daten zur Professionalisierung aus.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Begriffsdefinitionen) als auch eine detaillierte Auswertung relevanter Studien (z.B. vom Aktionsrat Bildung oder Kirstein/Fröhlich-Gildhoff) zur Ausbildung und zum Berufseinstieg vorgenommen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kindheitspädagogik, Professionalisierung, Akademisierung, Ausbildungsniveau und pädagogische Qualität charakterisiert.
Die Haltungen sind zwiespältig: Einerseits wird der Bedarf an theoretischem Wissen begrüßt, andererseits werden Sorgen um den Verlust der Praxisnähe und eine Übertheoretisierung geäußert.
Die Absolventen finden zügig Anstellung, wobei jedoch auffällt, dass ein signifikanter Teil in Beschäftigungsverhältnissen arbeitet, die keinen Hochschulabschluss zwingend voraussetzen.
Die Autorin betont die Notwendigkeit von Qualitätsmonitoring, um die Wirksamkeit der angestoßenen Veränderungen zu evaluieren und Stärken sowie Schwächen der neuen Konzepte identifizieren zu können.
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