Magisterarbeit, 2006
101 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. State building in der Theorie
2.1. State building als sicherheitspolitisches Konzept
2.2. State building und nation building
3. Probleme um Stabilität und Staatlichkeit in Serbien und Montenegro
3.1. Staatszerfall und Krieg als Ausgangsposition
3.2. Das „Dilemma der Gleichzeitigkeit“
3.3. Die akuten ন্যাশনাল Fragen in Serbien und Montenegro
3.3.1. Die labile Staatenunion
3.3.2. Montenegrinische Frage
3.3.3. Das Serbische Dilemma
3.3.4. Der ungeklärte Kosovo-Status
4. Die Vorgehensweise externer state builder Serbien und Montenegro
4.1. Frieden als übergeordnetes Motiv
4.2. Externes state building der EU gegenüber Serbien und Montenegro
4.2.1. Die Strategie der EU im Westlichen Balkan
4.2.2. Externes state building der EU in Serbien und Montenegro
4.3. Externes state building der UN im Kosovo
5. Die Umsetzung externen state buildings in Serbien und Montenegro
5.1. Die Umsetzung des externen state buildings der EU
5.2. Die Umsetzung des externen state buildings der UN
5. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht kritisch die Relevanz und Wirkungsweise von externem state building in der Staatenunion Serbien und Montenegro. Das primäre Ziel ist es, zu ergründen, inwieweit die Zielsetzungen externer Akteure (EU und UN) erreicht werden konnten, welche Faktoren hierbei ausschlaggebend waren und wie diese Prozesse unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Entitäten verliefen.
1. Einleitung
In den 1990er Jahren erhielt der Begriff der politischen Sicherheit eine erweiterte Bedeutung. Sicherheitsrisiken wurden nicht mehr vornehmlich wie zu Zeiten des Ost-West-Konflikts in militärischen Kategorien verstanden, sondern insbesondere als Konsequenzen staatlicher Instabilität ausgemacht. Folglich nahm der Aspekt der Stabilität bzw. der Stabilisierung eine zentrale Bedeutung innerhalb der Sicherheitspolitik ein. Staatliche Instabilität und drohender oder akuter Staatszerfall werden aufgrund der damit verbundenen Gefahren (u.a. Gewaltkonflikte, Unterminierung der internationalen Ordnung, Unterentwicklung, regionale Destabilisierung, organisierte Kriminalität, Infragestellung der Menschenrechte, humanitäre Katastrophen, transnationaler Terrorismus) als Bedrohung der internationalen Sicherheit betrachtet und drängen die Internationalen Gemeinschaft zum Handeln. Mit der Wahrnehmung dieser „präwestfälischen Herausforderung“ gelangten Konzepte zur Verhinderung staatlicher Instabilität in die Agenda internationaler Akteure. Im Zentrum dieser Bemühungen steht der von außen herbeigeführte (Wieder-)Aufbau von Staatlichkeit – state building. Einigkeit besteht darin, dass diesem Sicherheitsrisiko mit einer Interventionsstrategie begegnet werden muss: „There is no doubt that failed and failing states [...] require international intervention.“ Art und Intensität der Intervention sind hingegen umstritten.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik staatlicher Instabilität ein und definiert das Konzept des state building als zentrale Sicherheitsstrategie internationaler Akteure.
2. State building in der Theorie: Hier wird das Konzept des state building als Handlungsstrategie externer Akteure theoretisch verortet und von verwandten Begriffen wie nation building abgegrenzt.
3. Probleme um Stabilität und Staatlichkeit in Serbien und Montenegro: Das Kapitel analysiert die spezifischen Ursachen für Instabilität, den Staatszerfall Jugoslawiens sowie die akuten territorialen und nationalen Fragen in den einzelnen Entitäten.
4. Die Vorgehensweise externer state builder Serbien und Montenegro: Hier werden die unterschiedlichen Ansätze, Ziele und Instrumente der EU und der UN bei ihrem Engagement im Westlichen Balkan detailliert untersucht.
5. Die Umsetzung externen state buildings in Serbien und Montenegro: In diesem Teil wird die tatsächliche Umsetzung der Strategien von EU und UN kritisch reflektiert und bewertet.
5. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Erfolge und Misserfolge sowie die grundlegenden Dilemmata externer Akteure im Prozess des state building.
State building, nation building, Staatlichkeit, Stabilität, Serbien, Montenegro, Kosovo, EU, UN, Krisenregion, Transformation, Sicherheitspolitik, Staatszerfall, Intervention, Westlicher Balkan
Die Arbeit analysiert das externe state building in der Staatenunion Serbien und Montenegro als Reaktion auf staatliche Instabilität und Sicherheitsrisiken.
Die Untersuchung behandelt theoretische Grundlagen von state building, die spezifische Instabilität im Balkanraum, die Rolle internationaler Organisationen sowie die praktische Umsetzung deren Strategien.
Ziel ist es zu beurteilen, inwieweit die state building-Ziele von EU und UN erreicht wurden und welche Faktoren für den Erfolg oder Misserfolg ausschlaggebend waren.
Die Arbeit versteht sich als Fallstudie, die durch eine politikwissenschaftliche Analyse der Vorgehensweisen und Instrumente externer Akteure fundiert wird.
Der Hauptteil analysiert die Ausgangslage der Entitäten, die spezifischen Strategien der externen Akteure (EU und UN) und deren Umsetzung unter Berücksichtigung nationaler Fragen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere State building, Staatlichkeit, Stabilität, EU-Krisenmanagement, UN-Intervention und die politische Transformation des Westlichen Balkans.
Die Arbeit differenziert zwischen dem state building der EU in Serbien und Montenegro mittels entwicklungs- und sicherheitspolitischer Instrumente und dem durch die UN im Kosovo verwalteten Aufbau unter militärischer Absicherung.
Dieses Dilemma bezeichnet die komplexe Herausforderung für die betroffenen Staaten, gleichzeitig den politischen Systemwechsel zur Demokratie, den Übergang zur Marktwirtschaft und die Klärung staatlicher Strukturen zu bewältigen.
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