Masterarbeit, 2016
125 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1,2 Aktueller Forschungsstand
1.3 Zielsetzung
1.4 Forschungsmethodik
1.5 Aufbau der Arbeit
2 Definitionen und Grundlagen
2.1 Kollektive Intelligenz
2.2 Innovation im betriebswirtschaftlichen Kontext
2.3 Gewonnene Erfolgsfaktoren
3 Closed Innovation: Das klassische Innovationsmanagement
3.1 Aufgaben und Ziele des Innovationsmanagements
3.2 Der klassische Innovationsprozess
3.3 Schwächen des klassischen Innovationsmanagements
4 Soziale Systeme als Voraussetzung von Open Innovation
4.1 Komplexität und Vernetzung in sozialen Systemen
4.2 Die Systemtheorie: Theorie dynamischer Systeme
4.3 Netzwerke: Kommunikation in Systemen?
4.4 Gewonnene Erfolgsfaktoren
5 Kollektive Intelligenz im Unternehmen durch Open Innovation
5.1 Das Open-Innovation-Modell und dessen Kernprozesse
5.2 Die Rolle der kollektiven Intelligenz
5.2.1 Nicht interagierende Kollektive
5.2.2 Interagierende Kollektive
5.3 Rahmenbedingungen für Open Innovation
5.3.1 Agile Führung
5.3.2 Online-Plattformen
5.4 Gewonnene Erfolgsfaktoren
6 Externe Akteure als Antrieb für Innovation
6.1 Instrumente zur Integration von externen Akteuren
6.2 Internetbasierte Kundenintegration
6.3 Crowdsourcing
6.3.1 Funktion
6.3.2 Der Crowdsourcing-Prozess
6.3.3 Vorteile und Risiken
6.3.4 Motivation des Kollektivs beim Crowdsourcing
6.3.5 Praxisbeispiele
6.4 Lead User
6.4.1 Funktion
6.4.2 Der Lead-User-Prozess
6.5 Netnography
6.6 Gewonnene Erfolgsfaktoren
7 Öffnung der internen Innovationskanäle
7.1 Aktive Gestaltung einer Open-Innovation-Kultur
7.2 Förderung von Mitarbeiterkompetenzen
7.3 Social Forecasting als Instrument zur Öffnung der internen Kanäle
7.3.1 Funktion
7.3.2 Praxisbeispiele
7.4 Weitere Methoden zur Öffnung der internen Kanäle
7.5 Gewonnene Erfolgsfaktoren
8 Integratives Erfolgsfaktorenmodell
8.1 Methodik
8.2 Gewichtung der Erfolgsfaktoren
8.3 Erfolgsfaktorenmodell
9 Schlussbetrachtung
9.1 Zusammenfassung der Ergebnisse und kritische Würdigung
9.2 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen das Potenzial kollektiver Intelligenz im Innovationsmanagement durch den gezielten Einsatz von Open-Innovation-Strategien erschließen können. Ziel ist die Erstellung eines integrativen Erfolgsfaktorenmodells, das interne und externe Innovationsprozesse sowie soziale Aspekte verknüpft.
1.1 Problemstellung
Damit Unternehmen im globalen Wettbewerb bestehen können, sind Innovationen unverzichtbar. Wie die Wirtschafts- und Beratungsgesellschaft PwC in der Studie „Innovation – Deutsche Wege zum Erfolg“ festgestellt hat, sind dieser Meinung 83 % von 213 befragten Unternehmen aus 25 Ländern (Gackstatter et al. 2015:5). Innovative Unternehmen generieren mehr Umsatz, können schneller wachsen, in neue Innovationsvorhaben investieren und sind nachhaltig erfolgreicher (Gackstatter et al. 2015:1). Wirtschaftlicher Erfolg basiert somit auf Innovationen und umgekehrt (Stern/Jaberg 2010:27). Aus diesem Grund müssen Unternehmen Möglichkeiten finden, wie sie Innovationen generieren können, welche genau auf die Bedürfnisse am Markt zugeschnitten sind. Eine dieser Möglichkeiten ist die Nutzung von kollektiver Intelligenz. Hierbei können Gedanken und Ideen von verschiedenen Akteuren, z. B. Kunden, in den Innovationsprozess eines Unternehmens mit einbezogen werden.
Die Unternehmen P&G, Swarovski und Tchibo, um nur einige zu nennen, nutzen kollektive Intelligenz bereits erfolgreich, indem sie zusammen mit ihren Kunden Ideen für neue Produkte generieren. Dieser Einbezug von unternehmensexternen Personen ist Teil des sogenannten Open-Innovation-Ansatzes, der sich durch eine Öffnung des Innovationsmanagements auszeichnet. Bereits 82 % der Experten schätzen solch offene Innovationsstrukturen für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands als sehr oder äußerst wichtig ein (Münchner Kreis et al. 2010:80).
Wie auch die Studie „Managing Open Innovation“ des Fraunhofer Instituts aus dem Jahr 2013 zeigt, gewinnt der Open-Innovation-Ansatz im Innovationsmanagement zunehmend an Bedeutung in der Praxis, denn 82 % der befragten Unternehmen berichten, dass sie Open Innovation intensiver praktizieren als noch vor drei Jahren. Keines der befragten Unternehmen hat bisher den Ansatz der Open Innovation als Teil seiner Innovationsstrategie verworfen. Trotzdem sind sie mit der praktischen Umsetzung nicht zufrieden. Vor allem ist der Prozess, die Unternehmenskultur von Closed Innovation zu Open Innovation zu ändern, ein sehr großes Hindernis, das es zu bewältigen gilt (Chesbrough/Brunswicker 2013:2).
1 Einführung: Diese Einleitung legt die Problematik der Innovationsgenerierung im globalen Wettbewerb dar und definiert die Forschungsfrage bezüglich des Potenzials kollektiver Intelligenz.
2 Definitionen und Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie kollektive Intelligenz und Innovation definiert sowie erste Erfolgsfaktoren aus diesen Grundlagen abgeleitet.
3 Closed Innovation: Das klassische Innovationsmanagement: Das klassische Modell wird als Gegenpol eingeführt, wobei insbesondere die Schwächen und die starren Unternehmensgrenzen für die spätere Kontrastierung zum Open-Innovation-Ansatz analysiert werden.
4 Soziale Systeme als Voraussetzung von Open Innovation: Dieses Kapitel beleuchtet die systemtheoretischen Grundlagen und die Bedeutung von Netzwerken als Basis für kollektive Intelligenz und Open Innovation.
5 Kollektive Intelligenz im Unternehmen durch Open Innovation: Der Open-Innovation-Ansatz wird detailliert erläutert, wobei die Rolle der kollektiven Intelligenz und die notwendigen Rahmenbedingungen für das Unternehmen im Fokus stehen.
6 Externe Akteure als Antrieb für Innovation: Dieses Kapitel behandelt Methoden wie Crowdsourcing und den Lead-User-Ansatz, um externe Akteure in den Innovationsprozess zu integrieren.
7 Öffnung der internen Innovationskanäle: Fokus auf die interne Komponente: Gestaltung einer Innovationskultur und Förderung von Mitarbeiterkompetenzen sowie Instrumente wie Social Forecasting.
8 Integratives Erfolgsfaktorenmodell: Zusammenführung aller identifizierten Erfolgsfaktoren in einem Modell mithilfe einer Nutzwertanalyse zur Gewichtung der Variablen.
9 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Evaluation der Ergebnisse, Verifizierung der Hypothese und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Innovationsmanagement.
Open Innovation, Kollektive Intelligenz, Innovationsmanagement, Crowdsourcing, Systemtheorie, Erfolgsfaktorenmodell, Lead User, Netnography, Social Forecasting, Unternehmenskultur, Wissensnetzwerke, Kundenintegration, Interdisziplinarität, Produktinnovation, Organisationsentwicklung.
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen kollektive Intelligenz nutzen können, um ihre Innovationsprozesse effizienter und marktnaher zu gestalten, wobei der Open-Innovation-Ansatz als zentrales Instrument dient.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung durch die Systemtheorie, die Abgrenzung von Closed zu Open Innovation sowie die praktischen Methoden der externen und internen Ideengenerierung.
Das Hauptziel besteht in der Entwicklung eines integrativen Erfolgsfaktorenmodells, das verschiedene Aspekte von Open Innovation systematisch zusammenführt.
Die Arbeit basiert auf einem qualitativen Ansatz, der eine umfassende Literatur- und Studienanalyse nutzt, um Faktoren induktiv zu extrahieren und diese mittels Nutzwertanalyse zu gewichten.
Der Hauptteil analysiert theoretische Voraussetzungen (soziale Systeme), Methoden der externen Akteursintegration (Crowdsourcing, Lead-User) und die interne Öffnung der Innovationskanäle durch Kulturwandel.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Open Innovation, Kollektive Intelligenz, Innovationsmanagement und Erfolgsfaktorenmodell bestimmt.
Während viele Studien Open-Innovation-Methoden nur isoliert betrachten, bietet diese Arbeit einen integrativen Ansatz, der Theorie und Praxis in einem umfassenden Erfolgsfaktorenmodell verknüpft.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Übergang zu Open Innovation zwingend eine Abkehr von starren Funktionsroutinen und eine Förderung agiler Führungsstrukturen erfordert.
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