Bachelorarbeit, 2015
84 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Was ist Hochsensibilität
2.1 Biologische Besonderheiten
2.2 Unterschiede zu Normalsensiblen – vier Kriterien
2.3 Verschiedene Ausprägungen der Hochsensibilität
2.4 Fragebögen zur Selbsteinschätzung von Betroffenen
3 Hochsensibilität in der Vergangenheit und Heute
3.1 Bedeutung in der Geschichte
3.2 Entstehung des Konstruktes
3.3 Aktuelle Forschungen und Erkenntnisse
3.4 Präsenz in den Medien
4 Die Lebenswelt der Hochsensiblen Personen
4.1 Kindheit
4.2 Jugend
4.3 Erwachsenenalter
5 Hochsensible Personen im Berufsalltag
5.1 Der hochsensible Sozialarbeiter
5.1.1 Schwierigkeiten und Herausforderungen
5.1.2 Strategien und Ratschläge
5.2 Der hochsensible Klient
5.2.1 Die Hilfesuche
5.2.2 Neubewertung des Lebens
5.2.3 Möglichkeiten der Hilfe
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Persönlichkeitsmerkmal der Hochsensibilität und dessen Relevanz im Berufsfeld der Sozialen Arbeit, um aufzuzeigen, wie hochsensible Fachkräfte gesund arbeiten können und wie ein professioneller Umgang mit hochsensiblen Klienten gelingen kann.
2.1 Biologische Besonderheiten
Da Hochsensible häufig zurückgezogen leben, dachten einige Persönlichkeitspsychologen, dass die Hochsensibilität eine Form von sozialer Angst ist. Doch neuere Studien bestärken Elaine Arons bereits 1997 entworfenes Konzept, welches annimmt, dass Hochsensibilität eine Persönlichkeitseigenschaft ist, die vererbt wird. Aufgrund einer Vielzahl von Studien, unter anderen mit eineiigen Zwillingen, ist man sich sicher, dass hochsensible Personen (HSP) bereits mit einem stärker an- und erregbaren Nervensystem geboren werden.
Studien an Säuglingen zeigten, dass es unter den Neugeborenen eine Gruppe gibt (auch hier die genannten 15 bis 20 Prozent), die stärker auf Reize reagiert, schwerer zu beruhigen ist und insgesamt weniger “belastbar” zu sein scheint. In zwei von drei Fällen ist die Hochsensibilität (HS) schon bei der Geburt vorhanden. Oft findet sich das Persönlichkeitsmerkmal bei einem Elternteil oder in den Generationen davor. Bei dem anderen Drittel wird die HS durch schwere Kindheitserlebnisse, seelische Verletzungen oder Traumata erworben. In unseren Ausführungen gehen wir grundlegend von der angeborenen HS aus. Es gibt also bestehende neurologisch-biologische Besonderheiten bei den hochsensiblen Menschen (HSM), die genetisch bedingt sind.
Von Hochsensibilität betroffene Menschen werden mit einem Nervensystem geboren, welches innere und äußere Reize sehr verstärkt wahrnimmt. Die Funktionsweise der neuronalen Netzwerke sind dabei sowohl genetisch bedingt, als auch von Erfahrungen mit der Umwelt geprägt, meint die Psychotherapeutin Andrea Brackmann. Die Grundanlage zur Empathie zum Beispiel ist genetisch vorhanden, kann aufgrund von stetem Benutzen noch verfeinert und erregbarer werden. Die Sensibilität ist ein Wesenszug und zählt damit zu den veränderlichen Persönlichkeitsmerkmalen eines Menschen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Alltagsherausforderungen hochsensibler Menschen anhand eines Praxisbeispiels und formuliert die zentrale Fragestellung zum Umgang mit Hochsensibilität in der Sozialen Arbeit.
2 Was ist Hochsensibilität: Dieses Kapitel definiert den Begriff wissenschaftlich, erläutert vier zentrale Kriterien sowie biologische Merkmale und stellt Fragebögen zur Selbsteinschätzung vor.
3 Hochsensibilität in der Vergangenheit und Heute: Hier werden die historische Bedeutung, die Entwicklung des Konstrukts durch Elaine N. Aron, aktuelle Forschungsergebnisse und die Präsenz des Themas in modernen Medien behandelt.
4 Die Lebenswelt der Hochsensiblen Personen: Das Kapitel beschreibt die Entwicklung hochsensibler Menschen von der Kindheit über die Jugend bis ins Erwachsenenalter und diskutiert spezifische Herausforderungen in diesen Lebensphasen.
5 Hochsensible Personen im Berufsalltag: Dieser Hauptteil analysiert die berufliche Situation hochsensibler Sozialarbeiter, deren Schwierigkeiten, Bewältigungsstrategien sowie den Umgang mit hochsensiblen Klienten und deren Hilfesuche.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz des Themas zusammen und unterstreicht, dass Hochsensibilität ein wertvolles Potenzial für die Gesellschaft und insbesondere die Soziale Arbeit darstellt.
Hochsensibilität, Sozialarbeit, Nervensystem, Reizüberflutung, Empathie, Persönlichkeitsmerkmal, Stressbewältigung, Beratung, Selbstfürsorge, Hochsensible Personen, Arbeitsalltag, Reflexion, Individuation, Prävention, Klienten
Die Arbeit befasst sich mit der Hochsensibilität als einem angeborenen Persönlichkeitsmerkmal und beleuchtet dessen Auswirkungen auf das Leben und insbesondere auf den Berufsalltag in der Sozialen Arbeit.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Biologie der Hochsensibilität, die lebensphasenspezifische Entwicklung, die beruflichen Belastungen im Sozialwesen sowie Strategien zur persönlichen und professionellen Resilienz.
Das Ziel ist es, den Mehrwert hochsensibler Personen in der Gesellschaft und in helfenden Berufen aufzuzeigen und praktische Ansätze für einen gesunden Berufsalltag sowie eine effektive Beratung hochsensibler Klienten zu vermitteln.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Auswertung wissenschaftlicher Studien zum Konstrukt der Hochsensibilität sowie der Analyse von Experteninterviews und praktischen Fallbeispielen.
Der Hauptteil widmet sich dem hochsensiblen Sozialarbeiter, seinen spezifischen Herausforderungen (wie Burnout-Gefahr oder Mobbing) und den Möglichkeiten, sich durch Strategien wie "Persona"-Bildung oder Stressmanagement gesund zu erhalten.
Die wichtigsten Begriffe sind Hochsensibilität, Sozialarbeit, Reizüberflutung, Empathie, Selbstfürsorge und professionelle Abgrenzung.
Viele hochsensible Fachkräfte neigen dazu, sich durch ein hohes Verantwortungsbewusstsein selbst zu überfordern; die Arbeit empfiehlt daher Techniken zur professionellen Abgrenzung, Pausenmanagement und das Setzen von "Erfolgsankern".
Die "Persona" dient als hilfreiche psychologische Maske, die es hochsensiblen Menschen ermöglicht, in beruflichen Rollen zu agieren, ohne ihre eigene Sensibilität durch ständige emotionale Überforderung zu gefährden.
Durch das Reframing können betroffene Klienten ihre bisherigen negativen Erfahrungen in einem neuen Licht sehen, was zu einer Entlastung von Schamgefühlen führt und den Weg für eine aktive Gestaltung ihres Lebens ebnet.
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