Bachelorarbeit, 2012
24 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Der Begriff Web 2.0
2.2 Die Alterssituation in Deutschland
3. Internetnutzung durch ältere Menschen
4. Web 2.0 als Lebensbereicherung im Alter
4.1 Das Problem der Immobilität
4.2 Das Bedürfnis sich mitzuteilen
4.3 Das Bedürfnis nach Kontakt mit Freunden und Familie
4.4 Das Bedürfnis der Partnerfindung
5. Das Projekt „Gemeinsam durchs Netz“
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Internetnutzung durch Senioren in Deutschland und analysiert das Potenzial des Web 2.0, um den Alltag älterer Generationen durch verbesserte Kommunikationsmöglichkeiten und soziale Interaktion zu bereichern sowie bestehende Hemmschwellen abzubauen.
4.2 Das Bedürfnis sich mitzuteilen
Mit zunehmendem Alter nehmen die Anzahl der sozialen Kontakte einer Person stetig ab.33 Das hängt unter anderem mit dem Renteneintritt zusammen, der ein Austritt aus dem Arbeitsumfeld bedeutet, welches oftmals soziale Kontakte beinhaltet. Die angesprochene Immobilität, sowie das Ableben von Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten im hohen Alter sind ebenfalls Faktoren, die das soziale Netzwerk betagter Personen ausdünnen. Das Bedürfnis sich mitzuteilen muss heute aber nicht nur auf die Verwandtschaft, enge Freunde oder die Nachbarschaft beschränkt bleiben, sondern kann durch das Web 2.0 ganz neu ausgelebt werden. LEHR bemerkt schon: „Ein wichtiger Einfluss auf alle Generationen, aber keineswegs zuletzt auf das Alter, geht zweifellos von der rasanten Entwicklung der Massenmedien aus. Sie tragen viel zum sozialen Schicksal Älterer bei, im positiven wie auch im negativen Sinne.“34
Möglichkeiten für soziale Interaktion im Netz gibt es unzählige. Senioren, deren Kinder oder Enkel nicht in unmittelbarer Nähe wohnen oder nicht viele Gesprächspartner zur Verfügung stehen, könnten online Gleichgesinnte finden um zum Beispiel ihre Hobbies und Freizeitaktivitäten zu teilen. Die Homepage www.chefkoch.de zum Beispiel beschäftigt sich rund um das Thema Kochen, Backen etc.. Hierbei kann der User nicht nur Rezepte und Tipps einsehen, sondern sie vor allem selbst erstellen und darüber mit Seitenbesuchern der gesamten Welt diskutieren. Für Senioren, die gerne in der Küche stehen, wäre ein reger Austausch auf chefkoch.de eventuell eine große Bereicherung, wenn sonst niemand in ihrem gewohnten sozialen Umfeld zu finden ist, mit dem sie dieses Interesse teilen können. Nach der Aktivitätstheorie ist erfolgreiches Altern davon abhängig, wie aktiv sich jemand in Gesellschaft und Umfeld einbringt und so ein positiveres Selbstbild kreiert. Auch korrelieren informelle soziale Kontakte im Alter positiv mit der eigenen Lebenszufriedenheit.35 Somit kann das Erstellen von Rezepten und das Diskutieren auf chefkoch.de für kochbegeisterte Senioren ein Weg zur Lebensbereicherung sein.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Internetnutzung durch Senioren in Deutschland ein und beschreibt die Problemstellung, Zielsetzung sowie die Vorgehensweise der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel definiert den Begriff Web 2.0 und erläutert die aktuelle demografische Situation sowie die zu erwartende Altersentwicklung in Deutschland.
3. Internetnutzung durch ältere Menschen: Hier wird das aktuelle Nutzerverhalten älterer Personen analysiert und dabei auf verschiedene Altersgruppen sowie Einflussfaktoren wie Geschlecht und Berufstätigkeit eingegangen.
4. Web 2.0 als Lebensbereicherung im Alter: Dieses Kapitel betrachtet die verschiedenen Bedürfnisse älterer Menschen, wie den Umgang mit Immobilität, den Wunsch nach Kommunikation und Partnerfindung, und zeigt Lösungsansätze durch Web 2.0 Anwendungen auf.
5. Das Projekt „Gemeinsam durchs Netz“: Die Autorin stellt eine konkrete Initiative des Bundesministeriums vor, die durch ehrenamtliche Internet-Patenschaften Senioren den Zugang zur digitalen Welt erleichtern soll.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des Web 2.0 als Chance für Senioren und einer Beurteilung der Wirksamkeit von Unterstützungsinitiativen.
Web 2.0, Senioren, Internetnutzung, Kommunikation, Alter, Demografischer Wandel, Soziale Netzwerke, Partnerfindung, Medienkompetenz, Digitalisierung, Internetpatenschaften, Lebensqualität, Immobilität, Gemeinschaft, Ehrenamt.
Die Thesis befasst sich mit der Frage, inwiefern ältere Generationen die Möglichkeiten des Web 2.0 nutzen können, um ihren Alltag zu bereichern und sozialen Bedürfnissen im Alter zu begegnen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Internetnutzung durch Senioren, der Bewältigung von Immobilität, der sozialen Kommunikation, der Online-Partnerfindung sowie der Vermittlung von Internetkompetenzen durch Patenschaftsprojekte.
Das Hauptziel ist aufzuzeigen, wie ältere Menschen durch das Web 2.0 in ihrem Alltag unterstützt werden können und auf welche Weise Hemmschwellen beim Zugang zum Internet abgebaut werden können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Studien, wie etwa des (N)Onliner Atlas und der ARD/ZDF-Onlinestudie, um das Nutzungsverhalten und die Potenziale für Senioren wissenschaftlich zu fundieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, eine Status-quo-Analyse der Internetnutzung von Senioren, die Untersuchung von Lebensbereichen (Kommunikation, Immobilität, Partnerfindung) sowie die Vorstellung des Projekts „Gemeinsam durchs Netz“.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Web 2.0, Medienkompetenz, soziale Integration im Alter, digitale Teilhabe und generationenübergreifende Unterstützung geprägt.
Das Web 2.0 bietet durch dialogorientierte Anwendungen die Möglichkeit, soziale Isolation entgegenzuwirken, Kontakte zu pflegen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, selbst wenn die körperliche Mobilität abnimmt.
Internet-Patenschaften werden als durchdachtes Programm identifiziert, das durch individuelle Betreuung und vertrauensvolle persönliche Beziehungen die Hemmschwellen beim Einstieg in die digitale Welt minimiert.
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