Bachelorarbeit, 2012
52 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Kinderarmut
2.1. Messung relativer (Kinder-) Armut
2.2. Kinderarmut in Deutschland
3. Ursachen und Folgen von Kinderarmut
3.1. Ursachen von Kinderarmut
3.2. Folgen von Kinderarmut
4. Kinderarmut in Alleinerziehendenhaushalten
4.1. Aktuelle Situation Alleinerziehender in Deutschland
4.2. Erwerbsarbeit in Alleinerziehendenhaushalten
5. Leistungen und Maßnahmen der Bundesregierung gegen Kinderarmut
5.1. Transferleistungen
5.1.1. Direkte allgemeine Transferleistungen
5.1.2. Transferleistungen für Haushalte von Alleinerziehenden
5.2. Indirekte Maßnahmen gegen Kinderarmut
6. Erfolgreiche Bekämpfung von Kinderarmut in Haushalten von Alleinerziehenden – Schweden als Vorbild
6.1. Kinderarmut in verschiedenen Wohlfahrtregimes
6.2. Effektive Sozial- und Familienpolitik
6.3. Die Frauenerwerbsbeteiligung
6.4. Die Betreuungssituation
6.5. Arbeitsanreize für Geringverdienende und Mütter
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der Kinderarmut in Deutschland mit einem besonderen Fokus auf Haushalte von Alleinerziehenden. Ziel ist es, die Ursachen sowie die gravierenden Folgen für die betroffenen Kinder zu analysieren, die Wirksamkeit aktueller staatlicher Maßnahmen der Bundesregierung kritisch zu bewerten und durch einen internationalen Vergleich mit Schweden Lösungsansätze und Handlungsperspektiven zur Armutsreduzierung aufzuzeigen.
1. Einleitung
Die Kindheit stellt eine wichtige Entwicklungsphase im Leben eines Menschen dar. Die Ereignisse und Umstände, mit denen eine Person in dieser Zeit konfrontiert wird, bestimmen ihren zukünftigen Lebensverlauf. Erfährt ein Mensch in seiner Kindheit Armut, wirkt sich dies in den meisten Fällen einschränkend auf seine Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen aus (vgl. Holz/Richter-Kornweitz 2010: 48). Als nicht erwerbsfähige Personen sind Kinder nicht in der Lage, eine Armutssituation zu beeinflussen oder mit eigenen Mitteln zu beenden. Daher spielt die Familie neben dem emotionalen auch für das finanzielle Wohl des Kindes die wichtigste Rolle. Oft entscheidet schon die Familienstruktur über die sozialen und materiellen Chancen eines Kindes. Bis heute dominiert in unserer Gesellschaft die traditionelle Kernfamilie, bestehend aus einem Elternpaar und Kindern. Die Kernfamilie wird jedoch, insbesondere durch den Bedeutungsverlust der Institution „Ehe“ bedingt, zunehmend von anderen Familienformen verdrängt. Eine der am schnellsten wachsenden Familienformen ist die Ein-Elternfamilie (vgl. Brodolini 2007: 13). In Deutschland lebt inzwischen jedes fünfte Kind in einem Haushalt mit nur einem Elternteil. Der Anteil der Kinder, die arm oder armutsgefährdet sind, ist in dieser Familienform, wie in den meisten Industrieländern, in Deutschland auffällig hoch. Auch bei einer Erwerbsbeteiligung der alleinerziehenden Elternteile besitzen Ein-Elternfamilien ein enorm hohes Armutsrisiko. Aufgrund dieser Problematik ist die Frage von Interesse, wodurch insbesondere Alleinerziehendenhaushalte einer so großen Gefahr ausgesetzt sind, unterhalb der Armutsgrenze leben zu müssen. Bei der Beantwortung dieser Frage spielt die aktuelle Situation von Ein-Elternfamilien in Deutschland eine wichtige Rolle.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Kinderarmut ein, begründet die Relevanz der Untersuchung von Alleinerziehendenhaushalten und stellt die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2. Kinderarmut: Hier werden der Begriff der relativen Kinderarmut definiert, verschiedene Messmethoden erläutert und die aktuelle Entwicklung der Armutssituation von Kindern in Deutschland skizziert.
3. Ursachen und Folgen von Kinderarmut: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Faktoren, die zu Kinderarmut führen, sowie die langfristigen negativen Auswirkungen auf die Entwicklung und Zukunftschancen betroffener Kinder.
4. Kinderarmut in Alleinerziehendenhaushalten: Der Fokus liegt hier auf der spezifischen Lebens- und Erwerbssituation Alleinerziehender in Deutschland und dem damit verbundenen überproportional hohen Armutsrisiko.
5. Leistungen und Maßnahmen der Bundesregierung gegen Kinderarmut: Es erfolgt eine kritische Betrachtung der staatlichen Transferleistungen sowie indirekter Maßnahmen, um die Wirksamkeit bei der Armutsbekämpfung zu überprüfen.
6. Erfolgreiche Bekämpfung von Kinderarmut in Haushalten von Alleinerziehenden – Schweden als Vorbild: Dieser Abschnitt vergleicht deutsche Ansätze mit dem schwedischen Wohlfahrtsmodell, wobei Sozialpolitik, Frauenerwerbsbeteiligung und Betreuungsinfrastruktur analysiert werden.
7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und formuliert Schlussfolgerungen für eine effektivere Armutsprävention und -bekämpfung in Deutschland.
Kinderarmut, Alleinerziehende, Armutsrisiko, Transferleistungen, Sozialpolitik, Erwerbsbeteiligung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Wohlfahrtsregimes, Kinderbetreuung, Bildungschancen, Armutsgefährdung, Arbeitsanreize, Kindergrundsicherung, relative Armut, Deutschland.
Die Arbeit befasst sich mit der Problematik der Kinderarmut in Deutschland, wobei ein besonderes Augenmerk auf die überdurchschnittlich betroffene Gruppe der Alleinerziehenden gelegt wird.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Armut, die Analyse von Ursachen und Folgen, die Wirkung staatlicher Transferleistungen sowie einen internationalen Vergleich der Familienpolitik.
Das primäre Ziel ist es, das hohe Armutsrisiko in Alleinerziehendenhaushalten zu erklären und durch den Vergleich mit Schweden politische Handlungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Situation aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse in Verbindung mit der Auswertung statistischer Daten und Indikatoren zur Armutsgefährdung und Erwerbsbeteiligung.
Der Hauptteil behandelt detailliert die Ursachen und Folgen von Armut, die spezifische Situation Alleinerziehender, die Evaluation aktueller deutscher Maßnahmen und den Vergleich mit dem schwedischen Modell.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Kinderarmut, Alleinerziehende, Sozialpolitik, Erwerbsbeteiligung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf charakterisieren.
Das Risiko resultiert aus der schwierigen Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung, dem häufigen Angewiesensein auf Transferleistungen und strukturellen Nachteilen auf dem Arbeitsmarkt.
Schweden dient als Modell für eine erfolgreichere Armutsbekämpfung, da dort durch eine bessere Betreuungsinfrastruktur und eine höhere Erwerbsbeteiligung von Müttern das Armutsrisiko für Kinder deutlich gesenkt werden konnte.
Eine gut ausgebaute Kinderbetreuung ist essenziell, da sie die Erwerbsbeteiligung der Eltern, insbesondere der Mütter, ermöglicht und somit die finanzielle Basis für ein Leben oberhalb der Armutsgrenze stärkt.
Der Autor plädiert für eine grundlegende Reform der Familien- und Steuerpolitik, weg vom traditionellen Ernährermodell hin zur Förderung individueller Erwerbsbeteiligung beider Elternteile in Kombination mit einer flächendeckenden Betreuungsinfrastruktur.
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