Masterarbeit, 2014
141 Seiten, Note: 1
Einleitung
1. Gründe für einen Angriff
1.1. Heimholung ins Reich
1.2. Unternehmen Tannenbaum
1.3. Militärisches Kräfteverhältnis
1.4. Luftkämpfe
1.5. Neutralitätsverletzungen
1.6. Rüstungsproduktion für die Alliierten
1.7. Spionagezentrum
1.8. Fluchthelfer
1.9. Pressefehde
1.10. Geistige Landesverteidigung
1.11. Politischer Widerstand
1.12. Ideologischer Widerstand
2. Gründe gegen einen Angriff
2.1. Kreditgeber
2.2. Wechselstube
2.3. Lieferant von Waffen und Industriegütern
2.4. Transit
2.5. Gute Dienste
2.6. Alpenfestung
2.7. Widerstand bis aufs Äußerste
2.8. Frage der Aufteilung
2.9. Erweiterte Strategie
2.10. Frontenfrühling
2.11. Neutralität
2.12. Alternativen
3. Erkenntnisse
3.1. Warum hat Hitler die Schweiz nicht angegriffen?
3.2. Hat die Schweiz vom Krieg profitiert?
3.3. War die Schweiz ein Rettungsboot?
3.4. Hat die Schweiz den Krieg verlängert?
4. Anhang
4.1. Neutralitätserklärung der Schweiz
4.2. Rede von Pilet-Golaz
4.3. Gelöbnis der Offiziersverschwörung
4.4. Rütlirapport von General Guisan
4.5. Eingabe der Zweihundert
Die Arbeit untersucht die historische Fragestellung, warum die Schweiz im Zweiten Weltkrieg von einem Angriff des nationalsozialistischen Deutschlands verschont blieb. Dabei steht die Analyse der Pro- und Contra-Argumente für eine militärische Aggression unter Berücksichtigung der politisch-strategischen Interessen beider Seiten im Zentrum.
1.2. Unternehmen Tannenbaum
Dass Hitler bei der Neuordnung keine Ausnahmen zu machen gedenkt, belegen seine Angriffspläne gegen europäische Staaten: „Gisela“ (Portugal, Spanien), „Grün“ (Irland), „Birkhahn“ (Norwegen), „Gertrud“ (Türkei), „Ikarus“ (Island), „Margarethe“ (Ungarn). Im Falle der Schweiz lautet der Deckname „Tannenbaum“. Zunächst plant Hitler jedoch nicht ihre Eroberung, sondern nur eine vollständige Umschließung, um sie so leichter erpressen zu können. Der am 18. Juni 1940 mit Mussolini vereinbarte Plan scheitert jedoch, weil der italienische Vorstoß in Savoyen misslingt. Die Schweiz behält somit eine gemeinsame Grenze inkl. Eisenbahnverbindung mit dem unbesetzten Vichy-Regime. Sie ist somit nicht nach Belieben erpressbar, weshalb Hitler eine militärische Lösung anstrebt. Am 22. Juni 1940, dem Tag des Waffenstillstands mit Frankreich, gibt Hitler den Befehl, mit den Planungen gegen die Schweiz zu beginnen. Im Fokus steht dabei ihre Rolle als Transitland. An den Planungen sind der Generalstabschef des Heeres sowie zwei Generalfeldmarschälle beteiligt. Als die Schweiz nach dem Fall Frankreichs die Armee von 450.000 auf 150.000 Mann demobilisiert, macht Deutschland das genaue Gegenteil.
Einleitung: Einführung in die Thematik der Verschonung der Schweiz vor Kriegshandlungen und Darlegung der zentralen Forschungsfrage.
1. Gründe für einen Angriff: Beleuchtung der nationalsozialistischen Motive, die für eine militärische Unterwerfung der Schweiz sprachen.
2. Gründe gegen einen Angriff: Untersuchung der ökonomischen und strategischen Faktoren, die als Abschreckung oder "Versicherung" gegen einen Angriff dienten.
3. Erkenntnisse: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der zentralen Fragen zum Überleben der Schweiz im Krieg.
4. Anhang: Dokumentensammlung mit zentralen Quellen wie Neutralitätserklärungen, Reden und politischen Eingaben.
Zweiter Weltkrieg, Schweiz, Neutralität, Adolf Hitler, Nationalsozialismus, Unternehmen Tannenbaum, General Henri Guisan, Geistige Landesverteidigung, Reduit, Clearing-Kredite, Raubgold, Transitland, Fluchthilfe, Souveränität, Widerstand.
Die Arbeit analysiert die historische Tatsache, dass die Schweiz trotz ihrer Lage im "Auge des Hurrikans" und entgegen den Expansionsplänen des Dritten Reiches von einem Angriff verschont blieb.
Die Themenfelder umfassen die militärische Bedrohung durch Deutschland, die wirtschaftliche Verflechtung (Kredite, Gold, Waffen), die Verteidigungsstrategie des Reduits sowie den politischen und kulturellen Widerstand der Schweiz.
Das primäre Ziel ist es, das "Warum" hinter der Verschonung der Schweiz durch eine dialektische Analyse der nationalsozialistischen Angriffspläne und der schweizerischen Gegenstrategien zu verstehen.
Die Arbeit nutzt eine dialektische Herangehensweise: Kapitel 1 beleuchtet die Argumente für einen Angriff (These), Kapitel 2 die Argumente dagegen (Antithese), und Kapitel 3 führt diese in einer Synthese zusammen.
Im Hauptteil werden sowohl die Angriffsvorbereitungen (wie Unternehmen Tannenbaum) als auch die Abwehrmaßnahmen (wie die geistige Landesverteidigung und die ökonomische Nützlichkeit als Finanzdrehscheibe) detailliert erörtert.
Zentrale Begriffe sind Neutralität, Reduit, Rüstungsproduktion, Wirtschaftsblockade, nationalsozialistische Expansionspolitik und der Widerstandswille der schweizerischen Bevölkerung.
Die Arbeit zeigt, dass das Reduit primär eine symbolische Funktion hatte. Aus deutscher Sicht wurde es teils als "undurchführbarer Unsinn" abgetan, da die Schweiz wirtschaftlich ohnehin zu stark von Deutschland abhängig war, um militärisch lange autark zu sein.
Die Clearingmilliarde wird kontrovers betrachtet: Einerseits als wirtschaftliche Notwendigkeit zur Sicherung der Existenz, andererseits als indirekte Unterstützung des nationalsozialistischen Krieges, die eine moralische Zwickmühle darstellte.
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